Der Jahresauftakt am 18. Januar gelang überzeugend – damals griff Donald Trump nach Grönland. Gleich 3,41 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein und sorgten für absolut gute 16,2 Prozent beim Gesamtpublikum. Auch bei den Jüngeren hinterließ die Sendung mit 0,51 Millionen und sehr guten 11,6 Prozent einen starken ersten Eindruck. Eine Woche später mit Boris Pistorius zur Ukraine-Situation fiel die Reichweite zwar leicht auf 3,12 Millionen zurück, mit ebenfalls noch klar vorzeigbaren 15,6 Prozent hielt sich «Caren Miosga» aber weiterhin auf einem lobenswerten Niveau. Bei den 14- bis 49-Jährigen gingen die Werte dagegen auf noch ordentliche 8,6 Prozent (0,36 Millionen) zurück.

Anfang Februar folgte dann ein erster spürbarer Dämpfer. Die Ausgabe vom 1. Februar zum Thema Iran-Proteste kam lediglich auf 2,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie durchwachsene 10,9 Prozent beim Gesamtpublikum. Auch bei den Jüngeren wurde mit 5,0 Prozent der bis dahin schwächste Wert der Staffel verbucht. In den beiden darauffolgenden Wochen optimierte sich die Talksendung nur moderat. Mit mäßigen 11,8 und 11,7 Prozent beim Gesamtpublikum sowie gut sechs Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen blieb das Format hinter den Januar-Ergebnissen zurück.
Der März entwickelte sich schließlich zum stärksten Abschnitt des gesamten Halbjahres. Bereits am 1. März meldete sich «Caren Miosga» eindrucksvoll zurück: 3,18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bescherten der Sendung vitale 16,8 Prozent beim Gesamtpublikum – es war die Ausgabe zum einsetzen Irankrieg. Parallel dazu schnellte der Marktanteil bei den Jüngeren auf ausgezeichnete 13,6 Prozent (0,51 Millionen) nach oben. Auch eine Woche später blieb das Niveau mit guten 14,2 Prozent beim Gesamtpublikum sowie erfreulichen 10,2 Prozent in der jüngeren Altersklasse recht hoch, wenngleich man etwas unter drei Millionen fiel.

In der zweiten Märzhälfte verlief die Entwicklung etwas wechselhafter. Während am 15. März mit Joachim Gauck noch ordentliche 13,1 Prozent beim Gesamtpublikum erzielt wurden, rückten die 14- bis 49-Jährigen mit 8,3 Prozent etwas in den Hintergrund. Eine Woche später zeigte sich dagegen das umgekehrte Bild: Zwar fiel der Marktanteil beim Gesamtpublikum auf unauffällige 12,9 Prozent, dafür überzeugte die Sendung nach den Rheinland-Pfalz-Wahlen bei den Jüngeren mit starken 12,1 Prozent (0,44 Millionen). Der Monatsabschluss brachte anschließend nochmals einen kleineren Rückschlag. Lediglich blasse 10,8 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 7,6 Prozent in der jüngeren Gruppe markierten den schwächsten März-Wert für die Collien Fernandes-Ausgabe zum Thema digitale Gewalt.
Nach einer dreiwöchigen Pause kehrte «Caren Miosga» Mitte April solide zurück. Die Ausgabe vom 19. April erreichte passable 12,5 Prozent beim Gesamtpublikum und gute 9,9 Prozent bei den Jüngeren. Noch besser lief es eine Woche später: Dank 2,76 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern wurden ordentliche 13,7 Prozent eingefahren, während sich die jüngere Altersklasse bei ebenfalls erfreulichen 8,9 Prozent einpendelte.
Auch der Mai begann vielversprechend. Am 3. Mai verbuchte die Spezial-Ausgabe mit Kanzler Merz erhöhte 15,5 Prozent und 2,88 Millionen beim Gesamtpublikum und gleichzeitig überzeugende 11,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen (0,41 Millionen). Dieses Niveau ließ sich in den beiden darauffolgenden Wochen allerdings nicht ganz halten. Mit ordentlichen 13,5 und passablen 12,2 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 8,6 beziehungsweise 8,0 Prozent bei den Jüngeren blieb die Sendung zwar im grünen Bereich, ganz an die Glanzmomente aus Januar und März reichte sie aber nicht mehr heran.
Den Abschluss der Betrachtung bildete die SPD-Ausgabe mit Bärbel Bas vom 7. Juni. Diese musste sich mit mäßigen 11,4 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 8,4 Prozent bei den Jüngeren begnügen. Mit 2,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern wurde zugleich die niedrigste Reichweite der gesamten Auswertung gemessen.
In der Endabrechnung kommt «Caren Miosga» auf durchschnittlich 2,64 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie in Ordnung gehende 13,3 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Mittel 0,36 Millionen und gute 9,0 Prozent erreicht. Insgesamt präsentierte sich die Talksendung damit überdurchschnittlich, aber nicht übermäßig. Zwar waren einzelne schwächere Abende – insbesondere Anfang Februar und zum Ende des Untersuchungszeitraums – nicht zu übersehen, ihnen standen jedoch mehrere starke Ausgaben gegenüber. Genau solche gen oder gar über drei Millionen wären sicherlich schon erstrebenswert, gerade auch wegen des außergewöhnlichen «Tatort»-Lead-Ins.







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