Rundschau

«Kaulitz & Kaulitz» fehlt der frische Glanz

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Die dritte Staffel der Netflix-Dokusoap begleitet Bill und Tom Kaulitz erneut durch ihren Alltag. Die Kritik sieht jedoch kaum neue Impulse und hält viele Konflikte inzwischen für vorhersehbar.

«President Curtis» (seit 27. Juli bei HBO Max)
Die Serie begleitet Präsident Andre Curtis (David) und sein schräges Team bei Einsätzen, auf die Rick Sanchez schlicht keine Lust hätte – von interdimensionaler Diplomatie über paranormale Ermittlungen bis hin zur Erklärung von unerklärlichen Phänomenen.

Variety: “In jeder Folge stellt sich das Trio einer neuen Bedrohung, die nichts mit langweiligen Tagesordnungspunkten wie dem Abbau des Haushaltsdefizits zu tun hat – von der Untersuchung von Fluchtversuchen aus einem ‚paranormalen Guantanamo‘ bis hin zur Suche nach Napoleons mumifiziertem Penis, damit Frankreich den Louisiana-Kauf nicht rückgängig machen kann. “



«Kaulitz & Kaulitz» (seit 23. Juli bei Netflix)
Arzttermine, ein stürmisches Hochzeitsfest und die Geister der Vergangenheit: Für die Zwillinge schlägt die Stunde der Wahrheit. Auf dem Weg zurück zu ihren Anfängen müssen sie herausfinden, wer sie wirklich sind – und was sie als Geschwister noch zusammenhält.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): “Für acht neue Folgen à 45 Minuten reicht das bloß nicht mehr. Mittlerweile hat man die Rollenverteilung der beiden verstanden. Tom ist der glücklich verheiratete Bruder, der sorgenvoll auf das erratische Datingleben von Bill blickt. (…) Nun planscht ein ähnlicher Typ Mann in Bills neuem Pool, der Konflikt zwischen den Brüdern ist absehbar und fürchterlich langweilig.“



«23 000 Leben» (seit 17. Juli bei Netflix)
Eine Gruppe junger Menschen sticht in See, um Flüchtende auf dem Mittelmeer zu retten. Bei dieser Mission gerät ihr Vertrauen in Recht und Gerechtigkeit jedoch ins Wanken.

Movie Nation: “Alles „Sachliche“ muss behandelt werden, wenn auch nur flüchtig. Doch der Film nimmt sich Zeit, sich mit den psychologischen Narben sehr junger Menschen auseinanderzusetzen, die ihr komfortables Leben hinter sich lassen, um sich Lebens- und Todessituationen zu stellen – ohne professionelle Ausbildung oder militärische Indoktrination, die ihnen Orientierung geben könnte. Man muss schon ziemlich weit von seiner eigenen Menschlichkeit entfernt sein, um von den verzweifelten, oft sonst zum Scheitern verurteilten Flüchtlingen nicht berührt zu werden. “



«Avatar Aang: The Last Airbender» (seit 25. Juli bei Paramount+)
Der Avatar Aang, der letzte Luftbändiger der Welt, erfährt darin von einer uralten Kraft, die seine Kultur vor dem Aussterben bewahren könnte. Gemeinsam mit seinen Freund*innen begibt er sich auf eine weltweite Suche, um diese Kraft zu finden, bevor sie in die falschen Hände gerät und den mühsam erkämpften Frieden gefährdet.

IGN: “«Avatar Aang: The Last Airbender» ist ein liebevoll gestalteter und wunderschön animierter Film, der die willkommene Rückkehr des Team Avatar zeigt. Auch wenn die Handlung vielleicht etwas dünn ist, sind die Actionszenen und Schauplätze spannend und hätten es verdient, auf der großen Leinwand gesehen zu werden,“



«Pompeji mit Tom Hiddleston» (seit 23. Juli bei Disney+)
Unter der Leitung eines Teams aus Archäologen, Historikern, Geologen und Katastrophenexperten deckt Tom Hiddleston bemerkenswerte Beweise auf – und die Geschichten realer Menschen, die lang gehegte Annahmen über Pompeji und seine letzten Stunden in Frage stellen –, wobei er nicht zuletzt aufzeigt, dass viele der von der Katastrophe Betroffenen die Chance hatten, zu überleben. Durch die Verbindung von bahnbrechenden archäologischen Entdeckungen, Expertenanalysen und sehr persönlichen Erzählungen beleuchtet die Serie Pompeji nicht als Geschichte der Zerstörung, sondern als menschliches Drama von Widerstandskraft, Opferbereitschaft und Überleben und enthüllt das Leben, die Entscheidungen und das Schicksal derer, die im Schatten des Vesuvs standen.

Süddeutsche Zeitung: “Auch die Dramaturgie der Serie ist gut: Entgegen weitläufiger Vorstellungen hat sich die Katastrophe nämlich nicht binnen weniger Stunden ereignet, die Eruption erfolgte in mehreren Phasen, einige Bewohner mussten also die Entscheidung treffen zu fliehen oder zu bleiben. Hiddleston wählt drei Personen aus – einen Jungen, eine wohlhabende Frau, einen älteren Soldaten im nahegelegenen Herculaneum –, die es womöglich tatsächlich gab, und folgt ihnen durch die schicksalhaften Stunden. “


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