Cult war ursprünglich für die Rolle einer Lehrerin vorgesehen, die in der Serie eine Affäre mit einem Schüler hat. Nachdem sie die Produktion über ihre Schwangerschaft informiert hatte, zog Dreamtool das Rollenangebot zurück. Die Produktionsfirma begründete dies laut „SPIEGEL“ mit organisatorischen, arbeitsrechtlichen und versicherungstechnischen Gründen sowie den Anforderungen der geplanten Dreharbeiten. Cult sah darin hingegen eine Diskriminierung aufgrund ihrer Schwangerschaft und zog vor das Arbeitsgericht Berlin.
Der „SPIEGEL“ berichtet weiter, dass Dreamtool unter anderem auf das Mutterschutzgesetz, geplante Nachtdrehs sowie mögliche Probleme bei der Ausfallversicherung verwiesen habe. Cult habe dagegen argumentiert, dass sich Dreharbeiten anpassen oder technische Lösungen wie Doubles einsetzen ließen. Die schließlich ausgestrahlten Sexszenen der Serie seien zudem so inszeniert worden, dass nur wenig nackte Haut zu sehen sei.
Mit dem Vergleich bleibt nach Einschätzung des „SPIEGEL“ eine grundlegende Rechtsfrage für die deutsche Filmbranche ungeklärt: Unter welchen Voraussetzungen dürfen schwangere Schauspielerinnen aus künstlerischen oder organisatorischen Gründen ersetzt werden? Da viele vergleichbare Verfahren mit Vergleichen enden, fehlen bislang richtungsweisende Urteile, die Produktionen und Darstellerinnen mehr Rechtssicherheit verschaffen könnten. Weder NGOs, noch andere Firmen beteiligten sich an der Aufarbeitung der rechtlichen Probleme. Dreamtool Entertainment gehört zur Beta Film, die Jan Mojto nach dem Ende der Kirch-Ära besitzt.







«Der letzte Bulle» geht wohl weiter 

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