US-Check

Das Ende einer Ära

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Während deutschen Fans das Finale noch bevorsteht, ging in den USA Ende März die «HIMYM»-Ära zu Ende. Trotz eines Quotenrekords zum Schluss, war Staffel neun längst nicht die erfolgreichste. Quotenmeter hat sich die Zahlen angesehen.

Durchschnittswerte der «HIMYM»-Staffeln

  • 1. Staffel: 9,47 Millionen
  • 2. Staffel: 8,94 Millionen
  • 3. Staffel: 8,21 Millionen
  • 4. Staffel: 9,42 Millionen
  • 5. Staffel: 8,60 Millionen
  • 6. Staffel: 8,79 Millionen
  • 7. Staffel: 9,67 Millionen
  • 8. Staffel: 9,02 Millionen
  • 9. Staffel: 8,88 Millionen
Lange Zeit war es gar nicht sicher, ob «How I Met Your Mother»  überhaupt eine neunte Staffel bekommen würde. Das lag aber nicht an den Einschaltquoten, sondern eher an den Verträgen der Hauptdarsteller, die allesamt auf „nur“ acht Staffeln ausgelegt waren. Ende 2012 gab es aber grünes Licht für die finale neunte Runde, die im September 2013 an den Start ging und jüngst in den USA ihr Ende fand. Und zum finalen Showdown gab es für die Sitcom noch einmal einen Quotenrekord. Dennoch belegt die finale Runde im Staffelvergleich nur Platz Nummer sechs im Quoten-Ranking.

Im September vergangenen Jahres spendierte CBS den «How I Met Your Mother»-Fans eine Doppelfolge. Nachdem am Ende der achten Staffel die Identität der Mutter gelüftet wurde, war das Interesse mit 9,40 Millionen Zuschauern zum Start ins finale Jahr besonders groß. Starke zehn Prozent standen in der Zielgruppe zu Buche. Sowieso war «How I Met Your Mother» bei den Werberelevanten stets besonders beliebt. Als eine Woche später die Gesamtzuschauerzahl auf 7,87 Millionen Menschen sank, fiel der Verlust bei den 18- bis 49-Jährigen deutlich geringer aus, denn bei den Werberelevanten reichte es noch immer für neun Prozent.

Auch die nachfolgenden vier Episoden bewegten sich auf einem ähnlichen Level: Während man bei den Zuschauern ab zwei Jahren solide, aber keine herausragenden Zuschauerzahlen im Bereich zwischen 7,53 Millionen und 7,98 Millionen einfuhr, waren Barney, Ted und Co in der Zielgruppe deutlich gefragter. Mit einem Marktanteil von durchschnittlich neun Prozent gehörte «HIMYM» neben den unangefochtenen Nerds von «The Big Bang Theory»  in dieser TV-Saison zu den Zielgruppenlieblingen bei CBS.

Ab November knackte man dann nach insgesamt fünf Folgen auch mal wieder die Acht-Millionenmarke und generierte Zahlen zwischen 8,08 und 8,67 Millionen Zuschauern. Bis Weihnachten hielt man sich dann mit kleinen, aber nicht nennenswerten Aufs und Abs auf einem sehr konstanten Level. Auch die Weihnachtspause von «How I Met Your Mother»  fiel mit knapp einem Monat vergleichsweise kurz aus. Ohne die Ausstrahlung durch Wiederholungen künstlich strecken zu wollen, steuerte CBS nun schnurstracks auf das Serienfinale zu. Die Fans bedankten sich mit konstant guten Zuschauerzahlen. Die ersten beiden Episoden des neuen Jahres kamen auf 8,59 bzw. 8,83 Millionen Fans.

Besonders gefragt war die 16. Episode der neunten Staffel. Unter dem Titel „How Your Mother Met Me“ nahm Teds Frau eine tragende Rolle ein und die Quote schoss auf einen Staffelbestwert von 10,81 Millionen Zuschauern. Der Zielgruppenmarktanteil ging rauf auf richtig starke elf Prozent. Auch die nachfolgenden Episoden nahmen in den kommenden Wochen einen Teil des Aufschwungs mit und generierten Werte zwischen 9,11 und 9,98 Millionen Zuschauern. Erst kurz vorm Finale fiel man mit den Episoden 20 und 21 noch einmal unter die Acht-Millionenmarke.

Mit der drittletzten Ausgabe stieg das Interesse dann wieder auf 9,04 Millionen Zuseher. Auch der Zielgruppenmarktanteil machte eine Sprung nach oben und lag mit elf Prozent auf einem sehr gutem Niveau. Mit den beiden Finalfolgen schoss dieser dann noch einmal durch die Decke. Mit 16 Prozent und insgesamt 13,13 Millionen Zusehern stand zum Abschluss ein persönlicher Serienrekord zu Buche. Keine andere Episode der Sitcom konnte mehr Zuschauer für sich gewinnen.

Im Schnitt kam die neunte und letzte Staffel auf 8,88 Millionen Zuseher und lief damit schwächer als fünf seiner Vorgängerstaffeln. Die Schwankungen der Durchschnittswerte von Staffel zu Staffel sind aber so gering, dass man «How I Met Your Mother» von Anfang bis Ende eine ziemlich konstant große und vor allem treue Fangemeinde bescheinigen kann. Einen ähnlich erfolgreichen Nachfolger zu etablieren wird für CBS in Zukunft wahrlich keine leichte Aufgabe sein – auch wenn man mit «How I Met Your Dad» auf ein nahezu ähnlich angelegtes Format setzt.

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