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Formel 1 (Saison 2013)

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Während die Live-Übertragungen der Rennen auf RTL so schlecht liefen wie lange nicht mehr, baute Sky seine Relevanz deutlich aus.

Wirklich spannend war die abgelaufene Saison der Formel 1 einmal mehr nicht wirklich: Sebastian Vettels vierter Weltmeisterschafts-Titel stand bereits einige Rennen vor dem Finale fest und auch im Team-Ranking war Red Bull Racing letztlich nicht zu schlagen. Diese durchgehend unspektakuläre Saison war ein Grund dafür, dass RTL seinen Abwärtstrend erneut fortsetzte. Ein weiterer nicht zu unterschätzender war der Faktor Sky: Der Pay-TV-Sender setzte seinen deutlichen Aufwärtstrend erneut unbeirrt fort und konnte im Schnitt fast auf eine halbe Million Zuschauer verweisen - so viele wie nie zuvor.

Zum Saisonauftakt in Malaysia mussten die Programmverantwortlichen beider Sender die bittere Pille schlucken, das Rennen am frühen Sonntagmorgen um sieben Uhr auszustrahlen. Entsprechend verbuchte RTL mit 2,87 Millionen gleich zu Beginn die geringste Reichweite der Saison, gleichzeitig allerdings mit 44,4 Prozent auch den höchsten Marktanteil. Auch Sky musste mit 0,22 Millionen einen mauen Auftakt hinnehmen, der Marktanteil betrug jedoch gute 3,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen sahen das Rennen 42,3 Prozent bei Deutschlands größtem Privatsender, die Alternative gelangte auf 3,0 Prozent.

Auch die Rennen zwei und drei fanden in Asien statt, gingen jedoch immerhin erst um neun Uhr an den Start. Dies bedeutete klare Reichweiten-Gewinne, sahen doch 5,45 und 4,83 Millionen die Grand Prix von Malaysia und China. Gleichzeitig verblieb man mit Marktanteilen von 44,8 und 45,4 Prozent auf dem Niveau der Vorwochen, bei den 14- bis 49-Jährigen ging es minimal auf 41,2 und 39,7 Prozent bei maximal 1,84 Millionen bergab. Sky hatte auf 0,38 und 0,37 Millionen Sportbegeisterte zu verweisen, was ebenfalls sehr erfreulichen 3,1 und 3,5 Prozent entsprach. Beim jungen Publikum kamen angesichts von 4,1 und 4,7 Prozent bei bestenfalls 0,19 Millionen exzellente Werte zustande.

Erst Ende April lief dann das erste Rennen zur gewohnten Sendezeit um 14 Uhr am Sonntag, aus Bahrain meldete sich das weltweit bedeutendste Motorsport-Event. Mit 6,07 Millionen lief es hier so gut wie selten in dieser Saison, die Marktanteile verblieben bei zweifelsfrei sehr starken 39,6 und 36,3 Prozent. Sky hatte über deutlichere Verluste zu klagen, da hier die Sehbeteiligung gegenüber den Neun-Uhr-Rennen sogar leicht auf 0,35 Millionen zurückfiel. Die Marktanteile betrugen nur noch 2,3 und 1,9 Prozent. Nach einem kurzen Hänger beim Grand Prix von Spanien war es dann der 26. Mai in Monaco, der RTL mit 7,45 Millionen die mit weitem Abstand höchste Zuschauerzahl einbrachte. Mit 36,2 Prozent insgesamt und 34,2 Prozent der Zielgruppe konnte man ebenfalls wieder begeistern. Aber auch die Konkurrenz lief mit 2,5 und 3,0 Prozent bei 0,52 Millionen Interessenten äußerst erfolgreich.

Eines von zwei "Primetime-Rennen" fand anschließend am 9. Juni in Kanada statt - und wurde gerade einmal von 5,37 Millionen Menschen verfolgt. Aufgrund der ungewohnt lukrativen Sendezeit fiel der Marktanteil bei allen Konsumenten auf 16,0 Prozent zurück, bei den besonders stark Umworbenen lief die Live-Übertragung angesichts von nur 14,7 Prozent bei 1,93 Millionen sogar gerade einmal noch auf Höhe des Senderschnitts. Da konnte Sky mit 1,3 bzw. 1,6 Prozent bei 0,42 Millionen schon etwas glücklicher sein, obgleich hier die schlechtesten Marktanteile aller Rennen zu Buche standen.

Danach wurden gleich sechs Rennen in Folge um 14 Uhr ausgestrahlt, die alles in allem auf sehr konstante Werte zu verweisen hatten: Zwischen 5,04 und 5,73 Millionen sahen bei RTL zu, Sky hatte auf 0,39 bis 0,55 Millionen zu verweisen. Hinsichtlich der Marktanteile ragte der Grand Prix von Deutschland mit 40,8 Prozent klar heraus, denn der Kölner Privatsender konnte ansonsten nur auf 33,9 bis 35,4 Prozent aller Fernsehenden setzen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief das heimische Rennen mit 34,9 Prozent bei 1,79 Millionen herausragend, ansonsten wurden nur 28,4 bis 30,2 Prozent verbucht. Sky wiederum legte in dieser Zeit mit 2,7 bis 3,7 Prozent aller sowie 3,3 bis 3,9 Prozent eine beeindruckende Konstanz an den Tag, der auch von der Übertragung vom Nürburgring nicht angefochten wurde.

Im Oktober dominierten dann jedoch wieder die ganz frühen Rennen aus Asien, alle drei Übertragungen fingen in Deutschland bereits am Morgen um acht Uhr an. Während die Rennen aus Südkorea und Japan mit 3,34 und 3,47 Millionen sowie 42,2 und 43,9 Prozent weitgehend gemäß der Erwartungen verliefen, dauerte die Übertragung aus Indien bis nach zwölf Uhr Mittag - und kam entsprechend auf 5,58 Millionen Menschen, aber nur 37,7 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen schnitt dieses Rennen mit 33,4 Prozent bei 1,91 Millionen ebenfalls rein hinsichtlich der Marktanteile etwas schwächer ab als die beiden zuvor, die auf 37,1 und 37,4 Prozent bei maximal 1,05 Millionen gelangten. Sky wiederum erzielte mit seinen Übertragungen aus Südkorea und Japan gigantische 5,2 und 5,6 Prozent insgesamt sowie 7,4 und 7,2 Prozent der jungen Zuschauergruppe, maximal sahen 0,45 Millionen zu.

Nach einem wenig spektakulären Rennen in Abu Dhabi enttäuschte schließlich die am 17. November erfolgte Übertragung aus den Vereinigten Staaten auf ganzer Linie, denn mit nur 5,18 Millionen Sportfans lag sogar die Zuschauerzahl unterhalb des Saisonschnitts. Entsprechend bedenklich fielen die Marktanteile aus, die in beiden wichtigen Zuschauergruppen bei 14,0 Prozent lagen. Immerhin: Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden zum vierten und letzten Mal mehr als zwei Millionen unterhalten, hier sahen 2,06 Millionen zu. Sky kam mit 1,5 und 1,6 Prozent Marktanteil davon, hier sahen 0,55 Millionen zu. Das letzte Rennen aus Brasilien hatte insgesamt 5,40 Millionen Zuschauer ab 17.05 Uhr, bei den Werberelevanten verbuchte RTL 21,0 Prozent.

Im Durchschnitt kamen die 19 RTL-Übertragungen auf eine durchschnittliche Reichweite von 5,28 Millionen, die mit einem Marktanteil von 35,4 Prozent einherging. Damit positionierte sich der Privatsender selbstredend noch immer meilenweit oberhalb des aktuellen Senderschnitts von 11,3 Prozent, doch gleichzeitig setzte sich auch der Abwärtstrend klar fort: Im Vorjahr wurden noch 36,8 Prozent bei 5,58 Millionen verbucht, 2011 wurden 40,1 Prozent bei 5,94 Millionen erreicht und 2010 sogar noch 40,8 Prozent bei 6,29 Millionen. In der werberelevanten Zielgruppe bedeuteten die 31,1 Prozent bei 1,79 Millionen zwar ebenfalls noch einen großen Erfolg, doch auch hier setzte sich ein deutlicher Abwärtstrend fort (2012: 34,9 Prozent, 2011: 37,6 Prozent, 2010: 38,2 Prozent).

Völlig konträr dazu entwickeln sich die Werte bei Sky, wo die 19 Rennen dieses Jahres auf 0,44 Millionen Sportbegeisterte verweisen konnten - und damit auf so viele wie nie zuvor. Bereits im vergangenen Jahr schaffte der Pay-TV-Sender einen deutlichen Anstieg von 0,29 auf 0,37 Millionen. Dementsprechend entwickelten sich zuletzt auch die Marktanteile, denn seit 2011 steigerte man sich stets um einen halben Prozentpunkt auf inzwischen 3,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar 3,6 Prozent bei 0,20 Millionen verbucht, hier kam man um genau einen Prozentpunkt besser weg als im Vorjahr. 2011 sahen gar nur 2,2 Prozent der jungen Menschen den Motorsport bei Sky.

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