Primetime-Check

Sonntag, 12. August 2012

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Wie schlug sich die Schlussfeier der Olympischen Spiele? Konnte die Übertragung des DFL-Supercup die Übermacht des «Tatort» brechen?

Am Sonntag mussten die weniger Sportbegeisterten ein letztes Mal die alle Berichterstattung beherrschenden Olympischen Spiele ertragen, am späten Abend wurde das Spektakel dann mit Vollziehung der Schlussfeier offiziell beendet. Die Primetime war am Sonntagabend zunächst frei von jedweder Olympia-Übertragung, ohne Sport kam sie dennoch nicht aus. Das ZDF zeigte ab 20.00 Uhr den «DFL-Supercup» zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund, den die Süddeutschen für sich entschieden. Bei den jungen Zuschauern wurde damit am Abend über alle anderen Programme triumphiert: 2,12 Millionen und 17,8 Prozent der 14- bis 49-Jährigen saßen für Fußball vor dem Fernseher, insgesamt waren es 5,95 Millionen und 19,7 Prozent. Überflügelt wurde das ZDF beim Gesamtpublikum nur vom «Tatort» im Ersten, der 6,61 Millionen und 21,2 Prozent interessierte. In der werberelevanten Zielgruppe wurden hier 1,73 Millionen und 14,1 Prozent gemessen.

Nach den quotentechnisch starken «Tagesthemen» wurde im Anschluss ab 21.55 Uhr die «Schlussfeier der Olympischen Spiele» im Ersten übertragen, die den späten Abend klar für sich entscheiden konnte. Insgesamt schauten zu später Stunde 5,76 Millionen und 33,7 Prozent zu, bei den Jungen waren es 1,99 Millionen und 26,3 Prozent. Das Parallelprogramm im ZDF, «Inspector Barnaby», ging dagegen unter und erreichte nur 2,02 Millionen und 9,5 Prozent bei allen und 0,45 Millionen und 4,9 Prozent in der jungen Zielgruppe.

Wie auch bei den Ausstrahlungen zuvor, überzeugte RTL auch am Sonntagabend nicht mit einer Wiederholung von «Die Insel der Abenteuer», die nur 2,85 Millionen und 9,3 Prozent insgesamt und 1,68 Millionen und 13,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sehen wollten. «Spiegel TV» im direkten Anschluss rutschte noch weiter ab und konnte den olympischen Feierlichkeiten nichts entgegensetzen – nur 1,78 Millionen aus dem Gesamtpublikum und 9,5 Prozent wollten das Programm sehen.

Besser ging es da ProSieben, wo der Will-Smith-Film «Sieben Leben» gezeigt wurde und deutlich überdurchschnittliche Quoten einfuhr. 2,13 Millionen und 7,3 Prozent aus dem Gesamtpublikum und 1,64 Millionen und 13,8 Prozent der jungen Menschen schalteten ein.

Zumindest in der Zielgruppe auf ordentliche Werte kam auch Sat.1 mit «Navy CIS» ab 20.15 Uhr und «Navy CIS: L.A.» im direkten Anschluss, die 2,69 und 2,67 Millionen Menschen und 8,9 und 8,7 Prozent insgesamt erreichten und bei den 14- bis 49-Jährigen auf jeweils 11,4 Prozent kamen. Auf sehr ähnliche Werte kam eine Doppelfolge «Hawaii Five-0», die ab 22.15 Uhr gezeigt wurde. Hier wurden im Gesamtpublikum 2,08 und 1,44 Millionen angesprochen, bei den Werberelevanten waren es zufriedenstellende 11,6 und 11,4 Prozent.

Keinen wirklich guten Abend hatte kabel eins mit dem Film «Sex Up - ich könnt' schon wieder», der in der Vergangenheit mit mäßigem Erfolg im Nachmittagsprogramm von ProSieben ausgestrahlt wurde und auch in der Primetime nicht überzeugen konnte. Nur 0,92 Millionen und 3,0 Prozent aller Fernsehzuschauer interessierten sich für das Programm des Senders, bei den 14- bis 49-Jährigem sah es mit 0,56 Millionen und 4,5 Prozent nicht besser aus.

Eine Schlappe mussten am Sonntagabend aber auch die im Aufwind befindlichen Sender VOX und RTL II hinnehmen. Letzterer legte mit der älteren Komödie «Dumm und Dümmer» eine Bruchlandung hin und erreichte nur 0,69 Millionen Zuschauer aus dem Gesamtpublikum und 4,0 Prozent der Werberelevanten. Die «Promi Kocharena» auf VOX scheiterte ebenfalls am Senderschnitt und lockte nur 1,36 Millionen insgesamt und der 5,8 Prozent der Menschen ab 3 Jahren vor die Bildschirme.

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