Primetime-Check

Freitag, 11. November 2011

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Wie viele Menschen interessierten sich gestern für das Testspiel Deutschland-Ukraine im Ersten? Wie schlugen sich Günther Jauch und Oliver Geissen gegen die starke Konkurrenz? Und welche Quoten konnten die restlichen Sender mit Krimiserien und Spielfilmen einfahren?

Wie sich am Freitagabend erneut zeigte, gehören Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft nach wie vor zu den größten Quotenbringern im deutschen Fernsehen. So erreichte das ab 20:49 Uhr ausgetragenen Fußballspiel gegen die Ukraine 8,81 Millionen Zuschauer, was einen sensationellen Marktanteil von 28 Prozent bedeutete. Von der 10-Millionen-Marke war das Testspiel trotzdem ein gutes Stück entfernt. In der Zielgruppe lag man mit 3,05 Millionen Zuschauern bei einem Marktanteil von 24,9 Prozent ebenfalls deutlich vor der Konkurrenz.

Immerhin: Größter Verfolger des Abends stellte bei Jung und Alt «Wer wird Millionär?» dar, dass beim Gesamtpublikum 5,99 Millionen Zuschauer und in der Zielgruppe 1,83 Millionen Menschen erreichte. Mit 18,8 Prozent bei allen beziehungsweise 15,9 Prozent bei den Jungen wird man wohl aufgrund der starken Konkurrenz gut leben können. Anschließend musste aber 25 Jahre Kuschelrock deutlich abgeben: Mit 3,18 Millionen Zuschauer und 12,1 Prozent landete man im Mittelmaß. Zumindest bei den Jungen reichte es für eine kleine Steigerung des Marktanteils auf 16,1 Prozent Das ZDF begeisterte zeitgleich mit einer neuen Ausgabe von «Der Kriminalist»  4,64 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von guten 14,5 Prozent. Auch in der Zielgruppe fuhr man mit 0,94 Millionen und den dazugehörigen 8,3 Prozent überdurchschnittliche Werte ein. Eine Stunde später musste «SOKO Leipzig»  dann sowohl Zuschauer als auch Marktanteile in beiden Gruppen abgeben. Über 4,38 Millionen Interessenten und daraus resultierenden 14,1 Prozent sowie 7 Prozent in der Zielgruppe kann man sich in Mainz sicher nicht beschweren

In Sat.1 konnte der Spielfilm «27 Dresses»  nicht überzeugen. Aus nur 1,67 Millionen Interessenten resultierten sehr schlechte 5,3 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 8,2 Prozent in der Zielgruppe. Erstaunlich quotensicher zeigte sich hingegen ProSieben. Erreichten die Münchener mit «Indiana Jones und der Tempel des Todes»  vergangene Woche nur 11 Prozent bei den Werberelevanten reichte es am Freitag für deutlich bessere 13,7 Prozent. Mit 2,37 Millionen Zuschauern insgesamt und 1,64 Millionen in der Zielgruppe kann man sicher gut leben.

Deutlich mieser verlief der Abend für VOX. Eine Folge «CSI: Miami»  erreichte zur besten Sendezeit nur 1,46 Millionen Zuschauer insgesamt und 0,62 Millionen Zuschauer in der Zielgruppe. Mit 5,6 Prozent bei den Werberelevanten wird man nicht zufrieden sein können. Immerhin steigerte sich eine Stunde später «CSI: Den Tätern auf der Spur»  minimal um 10.000 Zuschauer. Mit einem leicht besseren Marktanteil von 5,6 Prozent kam man jedoch weiterhin auf keinen grünen Zweig. Besonders bitter für VOX: Sogar die Werte vom RTL II waren in der Zielgruppe zwischen 20:15 Uhr und 21:15 Uhr minimal besser. Die fünf Jahre alte Komödie «Trennung mit Hindernissen»  erreichte bei den Werberelevanten 0,63 Millionen, was einem Markanteil von 5,3 Prozent. Somit lag man in München auch vor Kabel1, das mit «Castle»  bzw. «Criminal Minds»  auf 0,55 und 0,57 Millionen Zuschauer in der Zielgruppe kam. Die daraus resultierenden 4,6 bzw. 4,7 Prozent dürften für die Verantwortlichen zu wenig sein.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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