US-Fernsehen

Das neue HBO Max: DC-Serien, BBC-Hits und Ellen Degeneres

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Der kommende Streaming-Dienst von HBO Max will allein in den USA mittelfristig 50 Millionen Kunden erreichen. Der Preis liegt im Rahmen des Erwartbaren: Der Dienst kostet in den Staaten rund 15 US-Dollar pro Monat.

Es war ein außergewöhnlich großes Launch-Event und mit einer ebenso außergewöhnlich großen Zahl an Neuigkeiten, zu dem WarnerMedia eingeladen hatte. Im Fokus des Investors-Day stand am Dienstag der nahende Launch des neuen Streaming-Angebots der Firma, das auf den Namen HBO Max hören wird. Welche Rolle der Dienst innerhalb des Unternehmens einnimmt, zeigt auch ein kleines Detail. Der weltweit bekannte Wassertank, der eigentlich mit dem WB-Logo versehen ist, wurde in den zurückliegenden Tagen umdekoriert.



Das Potential des neuen Dienstes ist nach Ansicht der verantwortlichen Manager riesig. Allein in den USA soll HBO Max bis 2025 rund 50 Millionen Kunden erreichen, weltweit sollen es weitere 25 bis 40 Millionen sein. Preislich ist HBO Max oberhalb von Amazon Prime und Disney+ angesiedelt, aber nicht oberhalb von Netflix. Pro Monat sollen 14,99 US-Dollar fällig werden. Dabei wird HBO Max den Markt als letzter neuer Dienst erreichen. Während AppleTV+ und Disney+ bekanntlich noch im November 2019 an den Start gehen und Comcasts OTT-Dienst Peacock im April 2020 das Licht der Welt erblickt, wird HBO Max im Mai 2020 starten. Der weltweite Roll-Out wird sogar erst 2021 beginnen. WarnerMedia machte am Dienstag keine genauen Angaben darüber, in welchen europäischen Ländern HBO Max angeboten wird. Es gab Gerüchte, dass der Dienst für Deutschland zunächst nicht vorgesehen ist und einige Inhalte von HBO Max bei Sky Atlantic integriert werden. US-Berichten zufolge soll noch in dieser Woche auch die Verlängerung des Output-Deals zwischen HBO und Sky bekannt werden. In den USA sollen HBO-Kunden HBO Max ein Jahr lang kostenlos ontop serviert bekommen.

A pro pos Inhalte: Schon in den zurückliegenden Wochen hatte HBO Max fleißig Original-Serien bestellt – einige weitere wurden am Dienstag bestätigt. Die Programme des Dienstes eint – und hier liegt auch die Unterschiedung zum Bruder HBO – dass sie, Mainstream-Streaming-Inhalte seien. Hierhin liege die größe Chance und Möglichkeit, Wachstum und Publikum zu generieren, ließ John Stankey, CEO von Warner Media, wissen.



Bei der Markteinführung verspricht HBO Max rund 10.000 Stunden Premium-Inhalte. Das Angebot umfasst die volle Bandbreite des HBO-Programms sowie neue Originalserien, die nur bei HBO Max erhältlich sind, lizenzierte Fernsehsendungen und Filme sowie Bibliotheksmaterial aus den Beständen von WarnerMedia, darunter Warner Bros., New Line, DC, CNN, TNT, TBS und Cartoon Network. Aus den Archiven nimmt HBO Max exklusiv «South Park» auf und wird Streaming-Heimat von «Rick & Morty». Vorerst hat man drei Staffeln – weitere folgen.

Allein im Startjahr verspricht man zudem satte 31 Original-Serien, diese Zahl werde 2021 auf 50 steigen. Das wäre dann quasi im zweiten Sendejahr rund eine neue Serie pro Woche. Darunter sind auch zwei neue Serien aus der DC-Welt: So soll es «Green Lantern» in Serienform geben (Details nannte HBO Max am Dienstag noch nicht), «Strange Adventures» wird als eine DC Superhelden-Anthologie beschrieben, die Charaktere aus dem gesamten DC-Kanon enthalten wird. Greg Berlanti wird beide Stoffe umsetzen. Im Comedy-Sektor präsentierte man Neuzugänge: "Elizabeth Banks, Issa Rae und Mindy Kaling sind drei der begabtesten Frauen in unserer Branche und bringen jetzt ihre beeindruckenden und originellen Projekte zu HBO Max", sagte Sarah Aubrey, Leiterin des Bereichs Originalinhalte bei HBO Max. Rae, die bereits bei HBO von «Insecure» bekannt ist, arbeitet etwa an «Rap S-t»: Die Serie versucht einer weiblichen Rap-Gruppe von außerhalb Miamis zu folgen. Diese versucht, den Durchbruch im Musikbusiness zu schaffen. Rae wird den Piloten zusätzlich zu ihrer Arbeit als ausführende Produzentin schreiben.

Banks wird die Serie «DC Super Hero High» herstellen, die einer Gruppe von Schülern folgt, die den Spaß und das Drama der Adoleszenz in einem Internat für begabte Kinder erleben. Sie versuchen nur, den Druck der High School zu bewältigen, aber keiner von ihnen weiß, dass sie eines Tages legendäre DC-Superhelden werden. Kaling's Projekt trägt den Titel «College Girls» und folgt drei 18-jährigen Erstsemestern am Evermore College in Vermont. Kaling wird über Kaling International als Autor, Executive Producer und Showrunner fungieren. Howard Klein von 3 Arts wird auch die Produktion ausführen.

Wie bereits berichtet, wird das amerikanische HBO Max Heimat von «The Big Bang Theory», der «Sesamstraße», «Pretty Little Liars», «The West Wing» und erhält Zugang zu den von Warner Bros. produzierten neuen CW-Serien. Diese sollen dann 30 Tage vor der linearen Erstausstrahlung bei CW bei HBO Max erhältlich sein. Von der BBC sicherte sich HBO Max in Amerika die Rechte an zehn «Doctor Who»-Staffeln. Von Nachrichtensender CNN kommen zahlreiche Dokumentationen. Ellen Degeneres wird eine neue Design-Challenge für HBO Max präsentieren - der Streaming-Dienst wandelt hier also auf den Spuren von Netflix, das zuletzt immer mehr Factual-Projekte in seinen Katalog aufnahm. Obendrein sollen auf HBO Max zum Start 1.800 Filme abrufbar sein.

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