Primetime-Check

Freitag, 29. März 2019

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Wie schlug sich eine neue Folge von «Let’s Dance» bei RTL gegen die Fang-Show «Catch!» in Sat.1? Konnten die öffentlich-rechtlichen Kanäle mit fiktionaler Ware überzeugen?

Die meisten jungen Zuschauer erreichte am Freitagabend eine neue Folge von «Let’s Dance» bei RTL. Sie setzte sich mit 1,48 Millionen 14- bis 49-Jährigen und einem damit einhergehenden Marktanteil von 19,6 Prozent deutlich an die Spitze. Insgesamt unterhielt die knapp vierstündige Produktion 4,23 Millionen Interessenten ab drei Jahren und 17,1 Prozent - ein Ergebnis, das immerhin zum zweiten Platz im Primetime-Ranking reichte. Eine höhere Reichweite erzielte zu Beginn des Abends lediglich Das Erste, das mit dem 90-minütigen Streifen «Die Drei von der Müllabfuhr – Dörte muss weg» 4,37 Millionen Zuschauer ab drei Jahren unterhielt. Das ging für den Sender zunächst mit einer guten Quote von 14,6 Prozent einher, bevor eine 15-minütige Ausgabe der «Tagesthemen» auf schwache 9,7 Prozent abrutschte. Zwei anschließende Krimi-Wiederholungen machten ihre Sache noch schlechter und blieben beide klar im einstelligen Bereich hängen.

Auf einem durchwachsenen dritten Platz beim Gesamtpublikum landete in der Zwischenzeit das ZDF, das etwas später als sonst – gegen 20.30 Uhr – eine frische Folge von «Professor T.» auf Sendung schickte. Mit 3,14 Millionen Zuschauern schloss sie die Staffel eher schwach ab, der Marktanteil lag angesichts von 10,4 Prozent auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau. Bei den 14- bis 49-Jährigen stellte die Serie angesichts von 5,4 Prozent ebenfalls keinen Erfolg dar. Immerhin schlugen sich im Anschluss sowohl «Letzte Spur Berlin» als auch das «heute-journal» erfolgreicher, sie sicherten sich am späteren Abend freundlichere 12,5 Prozent und 12,3 Prozent Marktanteil. Mit gemischten Gefühlen wird Sat.1 auf «Catch! Die Deutsche Meisterschaft im Fangen» schauen; die Show mit Luke Mockridge fiel am Freitagabend auf 8,9 Prozent in der Zielgruppe zurück. Damit landete man zwar noch leicht über dem Senderschnitt, mehr als Platz drei im Primetime-Ranking war damit aber nicht zu holen. Ziemlich schwach lief das Fang-Spektakel übrigens beim Gesamtpublikum, wo es mit 1,22 Millionen Zuschauern und daraus resultierenden 4,2 Prozent den Senderschnitt klar verpasste. «Atze Schröder live- Turbo» fiel nach 22.20 Uhr auf richtig schlechte 5,3 Prozent beim jungen Publikum zurück.

Erfolgreicher als der Bällchensender war unterdessen ProSieben unterwegs, wo sich die Ausstrahlung von «Das A-Team – Der Film» angesichts von 1,38 Millionen Interessenten und 4,8 Prozent bei allen als gute Idee erwies. Bei den 14- bis 49-Jährigen stieg die Quote auf solide 9,5 Prozent, womit ProSieben der Film-Konkurrenz durch RTL II aber gar nicht allzu deutlich überlegen war. Bei dem vermeintlich kleinen Konkurrenten erreichte eine Ausstrahlung von «Hercules» zunächst 1,60 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (insgesamt also mehr als ProSieben) und starke 8,6 Prozent der Jüngeren, bevor «Dragon Blade» nach 22 Uhr auf weiterhin gute 6,3 Prozent in der Zielgruppe zurückfiel. Beim Gesamtpublikum sahen den späteren Streifen noch 0,93 Millionen Zuschauer, nachdem sich zu Beginn des Abends sogar 1,60 Millionen Filmfreunde für RTL II entschieden hatten.

Im Serienduell erwiesen sich zwei Folgen von «Law & Order: Special Victims Unit» bei VOX beliebter als die Angebote von kabel eins - auch wenn der Jubel in Köln eher verhalten sein dürfte. So erreichten die beiden Folgen der Serie bei VOX in der Spitze 0,98 Millionen Zuschauer, was mit Marktanteilen von schwachen 4,5 Prozent und fünf Prozent in der Zielgruppe einherging. Erst die Film-Wiederholung von «The Return of the First Avenger» steigerte sich nach 22.10 Uhr auf einigermaßen versöhnliche 6,2 Prozent beim jungen Publikum. kabel eins startete in die Primetime mit «Elementary», was für 0,79 Millionen Zuschauer und sehr durchwachsene 4,6 Prozent der Jüngeren einen Einschaltgrund darstellte. Eine Doppelfolge von «Navy CIS» gab zunächst auf schwächere 3,4 Prozent in der Zielgruppe ab, wusste sich am späteren Abend aber auf gute 5,2 und 5,5 Prozent zu steigern. Beim Gesamtpublikum sahen bis zu 0,98 Millionen Menschen zu.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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