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«Ran eSports: FIFA 19 – TAG Heuer Virtual Bundesliga»

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In diesem Jahr war die virtuelle Bundesliga zum ersten Mal bei ProSieben Maxx zu sehen. Der Münchner Sender hat sich das Thema eSports groß auf die Fahne geschrieben. Stößt das auch auf Interesse beim Zuschauer?

Vom 17. Januar bis zum 14. März 2019 zeigte ProSieben Maxx die aktuelle Club Championship der virtuellen Bundeliga-Saison. Immer donnerstags zur besten Sendezeit pickten sich die Produzenten das Topspiel des Spieltages heraus und ließen die Spieler in «ran eSports: FIFA 19 – TAG Heuer Virtual Bundesliga» auf großer Bühne gegeneinander antreten. In der Fußballsimulation FIFA 19 duellierten sich dieses Jahr 22 eSports-Abteilungen der Profiteams aus der „echten“ ersten und zweiten Bundesliga. Mit gleichstarken Teams wurde um den Titel gekämpft, so war es zum Beispiel möglich, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth den vierten Rang in der Abschlusstabelle erreichen konnte. Bei den Ausrichtungen wurde also für perfekte Bedingungen gesorgt, stellt sich nur die Frage, ob die Zuschauer das neue Unterhaltungsfeld auch schon angenommen haben. Vergangenen Donnerstag ging die diesjährige Club Championship zu Ende, im Mai wird nach den Play-offs dann endgültig entschieden, wer sich in diesem Jahr „Deutscher Meister in FIFA 19“ nennen darf. Wir blicken zurück auf die erste Spielzeit bei ProSieben Maxx.

Zum Auftakt der neuesten virtuellen Bundeliga-Saison schalteten am 17. Januar ab 20:15 Uhr 0,07 Millionen eSport-Interessierte für die erste Live-Übertragung der Club Championship ein, davon waren 0,05 Millionen Zuseher im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Damit war direkt zu Beginn klar: Besonders groß wird der Anklang beim Publikum für die Spieltage nicht werden, allerdings hatten die „Hardcore“-Fans, die sich die Begegnungen nicht entgehen lassen wollten, durchaus ihren Spaß mit der Sendung. Insgesamt wurde für die erste Partie zwischen dem SV Werder Bremen und Rasenballsport Leipzig eine Sehbeteiligung von mickrigen 0,2 Prozent gemessen. In der Zielgruppe lag der Wert mit 0,5 Millionen immerhin etwas höher.

Bei ProSieben Maxx meldete sich die virtuelle Bundesliga erst wieder mit dem vierten der insgesamt 21. Spieltage (jede Mannschaft spielt nur einmal gegeneinander) am 24. Januar zurück. Für die neue Ansetzung des Traditionsduells zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln wurden nahezu die identischen Zahlen des Auftaktspiels erzielt. Lediglich in der Gesamtreichweite verbesserte man sich minimal um 0,01 Millionen auf 0,08 Millionen. Eine Woche später wurden mit 0,06 Millionen Zuschauern und 0,6 Prozent Marktanteil ebenfalls etwas stärkere Werte, dieses Mal bei den 14- bis 49-Jährigen, ermittelt und auch die Gesamtsehbeteiligung steigerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 0,3 Prozent. Bis dato war die Nachfrage nach der Sendung zwar gering, aber immerhin verzeichneten die Übertragungen eine steigende Tendenz.

Am 7. Februar erzielte ran eSports: FIFA 19 - TAG Heuer Virtual Bundesliga]] in der vierten Ausgabe die besten Quoten der Saison. Insgesamt 0,12 Millionen Zuschauer – fast doppelt so viele, wie zur Premiere- ließen sich die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC Berlin nicht entgehen. Auch aus dem jungen Publikum schalteten für eigene Verhältnisse überdurchschnittlich viele Fans ein. Bei den Klassisch-Umworbenen waren es am Ende 0,10 Millionen, woraus ein sehenswerter Marktanteil von einem Prozent resultierte. Damit setzte die virtuelle Bundesliga am neunten Spieltag zumindest ein kleines Ausrufezeichen.

Allerdings konnte die Club Championship den starken Aufwärtstrend direkt in der Folgewoche nicht bestätigen und die Zuschauerzahlen fielen wieder zurück auf die Anfangswerte. Nur noch 0,07 Millionen Menschen, und damit 0,05 Millionen weniger als zuvor, verfolgten die Fußballsimulation am 14. Februar. Der Gesamtmarktanteil entsprach somit auch nur noch gewohnten 0,2 Prozent. In der werberelevanten Gruppe wurde mit 0,04 Millionen Zuschauern sogar die schlechteste Reichweite der Saison gemessen und auch die Sehbeteiligung sank auf ein Tief von 0,4 Prozent. In der darauffolgenden Woche schalteten sogar nur insgesamt magere 0,05 Millionen Interessierte ein, ein weiterer Negativrekord.

Zum Glück für ProSieben Maxx erholte sich die virtuelle Bundeliga schnell wieder von diesen miesen Zahlen. Am 28. Februar erreichte die Übertragung der Begegnung VFL Wolfsburg gegen Bayer 04 Leverkusen überdurchschnittliche 0,09 Millionen Zuschauer, wovon mit 0,08 Millionen fast alle zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Dadurch ergatterte die Übertragung bei den Klassisch-Umworbenen solide 0,9 Prozent, eine Verbesserung von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche. Allerdings war der 17.Spieltag auch das letzte Highlight der Club Championship, zumindest im TV. Die beiden letzten Austragungen im Fernsehen erzielten für eigenen Verhältnisse nur noch durchschnittliche Werte mit einem kleinen Ausrutscher von nur 0,04 Millionen jungen Zuschauern am 7. März. Der finale Spieltag lockte mit 0,07 Millionen Gesamtzuschauern am vergangenen Donnerstag auch nicht mehr Zuschauer als üblich an die TV-Geräte.

Insgesamt ist mit der nun abgelaufenen Saison klar, dass ProSieben Maxx mit den Übertragungen nur eine kleine Nische bediente. Obwohl der Fußball in Deutschland eine enorme Zugkraft besitzt, ist der virtuelle Ableger noch nicht beim „normalen“ Konsumenten angekommen. Lediglich die jüngeren Zuschauer, die mit Gaming aufgewachsen sind, können mit den Live-Matches der besten deutschen FIFA-Spieler etwas anfangen. Da eSports in Deutschland aber zunehmend an Bedeutung und Akzeptanz gewinnt, ist für das Format des Münchner Senders noch viel Potenzial nach oben, zumindest, wenn man in den kommenden Jahren weiter an dem Konzept festhält. Für die erste Saison der Club Championship schalteten im Schnitt 0,08 Millionen Zuschauer ein, davon stammte der Großteil mit 0,06 Millionen Zusehern aus der Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Insgesamt wurde ein Marktanteil von mageren 0,2 Prozent im Mittel gemessen, bei den Klassisch-Umworbenen waren es allerdings 0,6 Prozent.

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