Quotencheck

«Hol dir die Kohle»

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30 Folgen der täglich von Florian Ambrosius präsentierten Erfindershow zeigte RTL zuletzt um 15 Uhr. Wie wahrscheinlich ist eine zweite Staffel im nächsten Jahr?

Wegen von Blaulicht-Scripted-Realitys, hin zu anderen Genres. Diesem Wandel hatte sich RTL besonders in diesem Sommer verschrieben. Zwischen 14 und 17.30 Uhr starteten zur neuen TV-Saison drei neue TV-Formate; darunter auch die neue Daily «Freundinnen» um 17 Uhr sowie eine Trödelshow namens «Die Superhändler» um 14 Uhr. Um 15 Uhr zeigte RTL bis zurückliegenden Freitag insgesamt 30 Folgen einer von Florian Ambrosius präsentierten täglichen Erfindershow. Bei «Hol dir die Kohle» trafen mehrere Erfinder im Duell gegeneinander an; die beste Idee brachte 5000 Euro ein.

Dabei zeigte sich besonders in der ersten Woche, welche Achterbahnfahrt mit einem Neustart verbunden ist. Die ersten fünf Episoden schwankten reichweitentechnisch zwischen 350.000 und 560.000 Zuschauern ab drei Jahren, bei den klassischen Umworbenen wurden maximal 270.000, minimal aber 150.000 Fans verbucht. Das ist eine enorm Spannweite. So lag der Rekord nach Woche eins bei durchaus hübschen 9,3 Prozent in der Zielgruppe, die am Donnerstag zu Stande kamen, der Minusrekord aber lag bei gar nicht gutaussehenden 5,3 Prozent am Freitag.

Umso besser war es für die Show, dass «Hol dir die Kohle» in Woche zwei an Fahrt aufnahm und mit 10,1 sowie 10,5 Prozent bei den Umworbenen startete. Die Gesamtreichweiten kletterten auf bis zu 680.000. Am Freitag dann sank die Quote wieder deutlich; mit 6,8 Prozent landete das Format erneut sehr deutlich unterhalb der Wochennorm. Beide Wochen miteinander verglichen, ergab sich ein positiver Trend: In der Zielgruppe stieg der Wochenwert von 7,6 auf 8,6 Prozent. Das konnte die Show in Woche nicht mehr halten – es ging satt nach unten, auf durchschnittlich 6,9 Prozent.

Der Bestwert der Folgen elf bis 15 lag bei 7,9 Prozent, aufgestellt wieder an einem Donnerstag. In Sachen Gesamtreichweite tat sich nicht ganz so viel. Mit rund 0,44 Millionen Zuschauern war die Erfindershow in die neue Woche gestartet, in der Spitze wurden 0,65 Millionen erreicht. In die vierte Sendewoche, quasi also die zweite Halbzeit, ging das Format am 5. November mit wenig überragenden 8,3 Prozent. Abermals war es der Donnerstag, der besonders gut lief. Zum erst dritten Mal schaffte das Format den Sprung in die Zweistelligkeit; ermittelt wurden 10,4 Prozent bei den klassisch Umworbenen. Besser als sonst war man auch am Freitag aufgestellt, als die Quote bei 9,2 Prozent lag. Mit im Schnitt 8,9 Prozent Marktanteil wurde somit sogar der bis dato beste Wochenwert ermittelt.

Das war ein guter Ausgangspunkt für die fünfte Woche – und die sollte es weiter in sich haben. Mit 11,5 Prozent in der Zielgruppe holte die Mittwochs-Folge den bis heute bestehenden Bestwert. Auch am Donnerstag und Freitag blieb die Ambrosius-Sendung mit nochmal 10,2 und genau zehn Prozent im zweistelligen Bereich. Der Wochenschnitt steigerte sich somit auf immer bessere 9,5 Prozent. Die finale Woche der Sendung startete dann wieder mit leichten Einbußen. Am Montag und Dienstag stand die „8“ vor dem Komma, am Mittwoch schauten sogar nur 7,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen zu. Die bis dato letzten beiden Folgen bewegten sich dann kaum noch – jeweils 7,7 Prozent wurden ermittelt. Woche sechs kam im Schnitt also auf rund acht Prozent bei den Umworbenen. Immerhin: Eine feste Fanbase schien gefunden. Die Gesamtreichweite schwankte kaum noch, sondern lag in Woche sechs bei zwischen 480.000 und 520.000 Menschen.

Ehe am Montag nun mit «Auf fremden Sofas»  eine weitere Reality mit zunächst 15 Episoden startet, bleibt bezüglich den Erfindern zu sagen: Natürlich wird RTL mit 8,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe im Schnitt nicht zufrieden sein. Nicht zu vergessen sind aber die einzelnen Ausgaben, speziell in Woche fünf, die ein bisschen Potential haben durchscheinen lassen. Daher ist ein zweiter Versuch, vielleicht nochmal in überschaubarer Stückzahl, im kommenden Jahr nicht unwahrscheinlich. Ziel sollte es dann aber auch sein, die Gesamtreichweite wieder zu steigern. Hatte RTL früher mit Scripted Realitys locker eine Million Zuschauer, landete «Hol dir die Kohle» bei irgendwie enttäuschenden 0,51 Millionen im Schnitt.

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