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#wirsindmehr läuft bei arte Concert

von   |  5 Kommentare

Nicht nur diverse Radiowellen der ARD schalten sich live ins #wirsindmehr-Protestfestival ein. Auch arte Concert ist mit dabei, wenn sich Musikstars wie K.I.Z. oder Die Toten Hosen gegen Hassverbrechen stark machen.

Als Reaktion auf die zunehmende Neonazi-Krawalle im sächsischen Chemnitz findet heute, am 3. September 2018, ein kurzfristig organisiertes Benefizkonzert statt. Dieses soll als Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dienen und erhält auch Rückenwind von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – selbst wenn das der Bild-Zeitung offenbar nicht in den Kram passt. Die öffentlich-rechtlichen Radiowellen dagegen klinken sich in das Event ein, bei dem unter anderem Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub und Marteria & Casper auftreten.

MDR Sputnik produziert, wie bereits bekannt wurde, die Liveübertragung der Musik-Acts, die zudem von Deutschlandfunk Nova, NJoy, You FM, Fritz, UnserDing, DasDing, Bremen Next, 1Live und Puls gesendet wird. Nun steht außerdem endlich fest, wie sich das #wirsindmehr benannte Konzert auch live in bewegten Bildern verfolgen lässt.

Entgegen früher Berichte wird nicht 3sat live übertragen, sondern arte Concert. Dort ist das komplette Programm ab 17 Uhr zu sehen und zu hören – und zwar weltweit, also ohne Geosperren. 3sat wird allerdings ab 19.20 Uhr live mit einem «Kulturzeit Extra» über das Konzert berichten. Das MDR Fernsehen widmet sich außerdem ab 20.15 Uhr in einem Programmschwerpunkt dem #wirsindmehr-Konzert.

Der Zeitplan des Benefizkonzerts:
17 Uhr: Begrüßung und Schweigeminute für Daniel H.
17.20-17.45 Uhr: Trettmann
17.55-18.25 Uhr: Feine Sahne Fischfilet
18.35-19.05 Uhr: K.I.Z
19.15-19.45 Uhr: Kraftklub
19.55-20.25 Uhr: Nura/Marteria & Casper
20.40-21.15 Uhr: Die Toten Hosen

Kurz-URL: qmde.de/103510
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Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
FloMü
03.09.2018 21:47 Uhr 1
In Chemnitz tobten braune Chaoten, heute versammeln sich dort 65.000 Leute gegen Rechts. Und im Ersten läuft der „Polit“-Talk „Hart aber fair“ zum Thema „Kreuzfahrten und Massentourismus“, als Gast ist Ballermann-Sänger Ikke Hüftgold. Das versteht das Erste also unter dem gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag. Der Plasberg-Talk verliert mehr an Relevanz. Kontroverse aktuelle gesellschaftliche und politische Themen sind zunehmend Fehlanzeige. Man erinnere sich an den Talk zum Thema „Baumärkte“. Damals im Dritten war die Sendung noch eine Institution, heute nur belanglos...
Kaffeesachse
03.09.2018 22:04 Uhr 2
Nun ja, im Ersten haben letzte Woche bereits Sandra Maischberger und gestern Anne Will über Chemnitz getalkt. Wenn Plasberg das auch noch täte, hieße es ja wieder, sie beackern alle dieselben Themen. Allerdings gibt es tatsächlich noch viele andere relevantere Themen als Urlaub.
FloMü
03.09.2018 22:19 Uhr 3
Gerade heute, am Tag der Konzert-Demo, wäre das thematisch eine Steilvorlage gewesen.
second-k
04.09.2018 07:59 Uhr 4
"und erhält auch Rückenwind von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – selbst wenn das der Bild-Zeitung offenbar nicht in den Kram passt."



Die Bild-Zeitung ist nicht das einzige Medium, das kritisch über den Hinweis des Bundespräsidialamtes berichtet hat, und sogar andere Politiker haben Steinmeier kritisiert.
kauai
05.09.2018 08:06 Uhr 5
Der "deutsche Demokrat" sieht seine Demokratie von rechts gefährdet und man veranstaltet ein Konzert, in dem man eine linksextreme Band auftreten lässt, die jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Das ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten! :roll:



Was das Bundespräsidialamt angeht, sehe ich das auch kritisch denn eine Behörde hat sich nicht politisch zu äußern.

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