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ARD/ZDF-Experten-Rotation

von   |  2 Kommentare

Die ARD hat ihren WM-Experten und somit Scholl-Nachfolger gefunden, beim ZDF musste in letzter Minute umdisponiert werden. Außerdem stehen die Reporter-Teams für die Fußball-WM in Russland. Ein Dschungel-Autor bekommt derweil die große Bühne.

Noch schärfer

25 Spiele der WM werden in Deutschland auch in Ultra HD, der im Vergleich zu HD also vierfachen Auflösung, gezeigt. Sky wird an jedem Tag eine Partie auf Sky Sport UHD übertragen - darunter sicher auch alle Spiele der DFB-Elf. Bei allen 25 Matches soll für den Sender Wolff Fuss im Einsatz sein. Er ist aber nicht in Russland vor Ort, sondern begleitet die Matches aus dem Unterföhringer Sky Sport HQ.
Lange hat sie gedauert, die Suche nach einem neuen festen Fußball-Experten der ARD – und viele Namen wurden gehandelt. Unklar, zu welchen wirklich Kontakt bestand: Fest steht jedenfalls, dass die kurzlich durch den Blätterwald getriebenen Stefan Effenberg, Matthias Sammer, Bastian Schweinsteiger oder Michael Ballack die Nachfolge von Mehmet Scholl nicht antreten werden. Stattdessen haben sich die ARD-Anstalten, so scheint es, auf den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ geeinigt und am Montagmittag Thomas Hitzlsperger als Mann für die Expertisen bei der WM vorgestellt. Hitzlsperger arbeitet schon länger für die ARD, war zuletzt die Nummer zwei hinter Scholl und teils auch in ARD-Magazinen als Fußball-Fachmann zu sehen.

Neben Hitzlsperger gibt es zwei ARD-Neuzugänge: Sicherlich stolz präsentierte man beim Ersten Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm als Teil der WM-Crew. Der Ex-Kapitän wird jedoch nicht bei Livespielen zum Einsatz kommen, sondern mit Jessy Wellmer an anderer Stelle auftauchen. Auch der Nachwuchs-Nationalmannschaftstrainer Stefan Kuntz wird bei einigen Matches der WM für Analysen zur Verfügung stehen. Ebenfalls neu im Team des Ersten: Der frisch zum Trainer des Jahres gekürte Hannes Wolf, zuletzt Trainer in Stuttgart. Sportkoordinator Axel Balkausky: "Mit Stefan Kuntz, Hannes Wolf und Philipp Lahm haben wir zusätzlich zu Thomas Hitzlsperger drei weitere tolle Fachleute gewinnen können, die unsere Berichterstattung sehr bereichern werden. Mit diesem Team sind wir für die WM hervorragend aufgestellt."

Beim ZDF gab es kurz vor dem Präsentations-Termin noch Aufregung. Neben Oliver Kahn sollte nämlich eigentlich auch Sebastian Kehl bei einigen Partien im Einsatz sein. Weil dieser nun aber bekannt gab, dass er ab Juli neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund sein wird, zerschlug sich diese Planung. Für ihn springt nun Ex-Trainer Holger Stanislawski ein, der für das ZDF schon länger als Experte (unter anderem in der «Sportreportage») im Einsatz ist. Moderieren wird für das ZDF Oliver Welke, auch Jochen Breyer ist im Einsatz. Katrin Müller-Hohenstein ist für das Zweite im deutschen Quartier. Für Das Erste sind die Moderatoren Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel im Einsatz, Gerhard Delling meldet sich von der deutschen Mannschaft. Die Rahmenberichte kommen diesmal übrigens aus Deutschland. Auch wegen der großen Distanzen in Russland senden die Moderatoren-Teams aus Baden-Baden.

Thomas Berthold wird zudem im «Morgenmagazin»  im Einsatz sein, um über Vergangenes und Anstehendes zu sprechen. Neu im Ersten wird zudem nach Bild-Infos eine begleitende Late-Night-Show nach den langen Live-Schienen sein: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!»-Autor Micky Beisenherz wird gemeinsam mit Radio-Talker Jörg Thadeusz «WM Kwartira»  präsentieren. Außerdem wird Jessy Wellmer gemeinsam mit Philipp Lahm eine eigene WM-Rubrik namens «Weltmeister im Gespräch» erhalten. Dabei liege der Schwerpunkt nicht nur auf der Bewertung von Spielen und Ergebnissen, sondern Philipp Lahm biete aufgrund seiner eigenen Erfahrungen bei Fußball-Großereignissen - und insbesondere mit dem Gewinn des Titels vor vier Jahren - exklusive Einsichten weit über den Sport hinaus.

Während der 90 Minuten setzen beide Sender vier sich abwechselnde Reporter ein. Das ist teils einer mehr als vor vier Jahren, aber eben den großen Flugdistanzen geschuldet. So kommt für Das Erste Florian Naß neu zum Team hinzu. Tom Bartels, Gerd Gottlob und Steffen Simon sind schon vertraute Stimmen. Das ZDF setzt wieder auf Bela Rethy, Martin Schneider, Oliver Schmidt und Claudia Neumann. Wer das Finale, das im ZDF läuft, begleiten wird, steht noch nicht fest. Das Eröffnungspiel im Ersten kommentiert Tom Bartels, die Stimme des deutschen WM-Triumphs im Juli 2014.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
profizocker
23.04.2018 12:38 Uhr 1
Hätten es nicht noch ein paar mehr Experten sein können? Vielleicht einen für jede Viertelstunde pro Spiel?
Manuel Weis
23.04.2018 12:42 Uhr 2
Bitte bedenke, dass wir gerade in der Gruppenphase von 8 - 10 stündigen Sendestrecken sprechen. Um da gut vorbereitet zu sein und konzentriert zu arbeiten, brauchst du sich abwechselnde Teams. Gerade Das Erste setzt hier ja auch auf Fachmänner, die in dem Bereich noch neu sind. Von daher sinnvoll, zumal hin und wieder ja evtl auch zwei gemeinsam eingeladen werden könnten...

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