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Sat.1 setzt mobiles «ran»-Studio ein

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Bei den Champions League-Übertragungen melden sich Kerner und Beckenbauer künftig aus einem rund 60 Quadratmeter großen mobilen Studio, das außerhalb des Stadions steht.

Vor allem in manchen ausländischen Stadien sind die Mini-Studios für die deutschen TV-Teams manchmal schon ein Problem. In England beispielsweise stehen mitunter nur sehr kleine Räume zur Verfügung, teilweise passte in der zurückliegenden Saison nicht einmal der ohnehin nicht sonderlich große «ran»-Tisch ins Studio. Die Größe ist aber wohl nicht der einzige Grund für eine Veränderung bei den diesjährigen Champions League-Übertragungen von Sat.1. Eigentlich wollte Sat.1-Sportchef Sven Froberg einen eigenen «ran»-Talk starten, auch über den Bau eines großen Studios in München wurde gesprochen.

Beide Ideen sind nun größtenteils verworfen. Der «ran»-Talk soll nun innerhalb der Nachberichte am Mittwochabend stattfinden. Deshalb hat man die Sendezeit um 15 Minuten verlängert, über die Champions League wird künftig bis 23.40 Uhr gesprochen. Neben dem Experten Franz Beckenbauer soll Moderator Johannes B. Kerner künftig dann auch verschiedene Gäste in seiner Sendung begrüßen und mit ihnen über den europäischen Fußball sprechen. Dies wäre in den Stadion-Studios aber wohl nicht möglich gewesen, weshalb man bei Sat.1 nun ein „mobiles «ran»-Studio“ entwickeln ließ.

Als bei Fußballübertragungen einzigartig beschreibt der Privatsender sein neues rund 60 Quadratmeter großes Studio – von der Idee her erinnert es allerdings ein wenig an das, was der Sender arena bereits in der Saison 2006/2007 mit seinem Dome machte. Sat.1-Sprecherin Christiane Maske aber ist von der Idee begeistert: „Es eröffnet uns viel mehr Möglichkeiten bei der Sendungsgestaltung, das heißt man kann auch mal mehr als einen Studiogast einladen - ohne dass gleich Atemnot herrscht.“ Das neue Studio bedeutet aber auch: Weitere Wege für Spieler und Trainer der Mannschaften. Stehen soll es „in unmittelbarer Nähe der Stadien auf dem TV-Compound“.

Zum Einsatz kommen soll das neue «ran»-Studio hauptsächlich bei Partien der Champions League, dennoch wollte die Sprecherin nicht ausschließlich, dass es auch einmal bei der Europa League zu sehen sein könnte. „Das hängt davon ab, wo die Liveübertragungen beider Wettbewerbe jeweils stattfinden. Dies funkioniert aber eben nur, wenn die Spielorte der Live-Übertragungen nicht zu weit auseinanderliegen“, sagte sie zu Quotenmeter.de. Weil das mobile «ran»-Studio aber aktuell noch nicht fertiggestellt ist, werden Johannes B. Kerner und Franz Beckenbauer am ersten Spieltag bei der Partie zwischen dem FC Bayern und dem AS Rom noch einmal mit einem Mini-Studio im Stadion vorlieb nehmen müssen.

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