Böse Zungen besagen, dass Hochzeitsfolgen von Telenovelas vor Schmalz nur so triefen. So mögen damit recht haben, schließlich hat die Protagonistin der Fernsehserien meist ein Jahr lang auf diesen Moment gewartet – das Ja-Wort und die damit in der Märchenwelt verbundene ewige Glücklichkeit. Danach sehnt sich das überwiegend weibliche Publikum und die Wünsche der Frauen sollen schließlich am Ende einer Liebesgeschichte erfüllt werden. Die Macher von «Alisa» übertrieben es allerdings deutlich. Zwei Folgen – das sind rund 85 Minuten Sendezeit – übermittelten die Macher, wie toll alles sei. Alisa und Christian versanken in Worthülsen als sie über ihre Hochzeit sprechen – manche Ehemann hätte sich wohl überlegt, ob er die Frau neben sich wirklich heiraten will, hätte sie die Sätze gesagt, die Alisa bei ihrer Trauung über die Lippen gingen.
Eine zu reale Arbeitswelt tat ihr Übriges dazu bei, dass die Einschaltquoten nie auch nur annähernd das Niveau des Vorgängers «Wege zum Glück» erreichten. Die Macher versuchten dieses zwar zu ändern, gaben Alisa im Laufe der Serie ein eigenes Atelier, welches so eingerichtet war, wie man es von Telenovelas kennt – nämlich nicht ausschließlich realistisch. Da war es aber schon zu spät – die Quoten stiegen erst ganz gegen Ende an. Potential hatten die Geschichten durchaus – hier wurde einiges verschenkt. Verschiedene Intrigen wurden seltsamer Weise nie aufgeklärt, die Figur „Dana“ wurde nicht ausgeschöpft – sie hätte in dem Format noch für deutlich mehr Action sorgen können. • Alisa
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