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Fernsehfriedhof

Der Fernsehfriedhof: «Die Soundmix-Show»

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Quotenmeter.de erinnert an all die Fernsehformate, die längst im Schleier der Vergessenheit untergegangen sind. Folge 38: Ein Vorgänger von «Deutschland sucht den Superstar».

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir des inoffiziellen Vorbilds der heutigen Talent- und Castingshows.

Die «Soundmix-Show» wurde am 30. Dezember 1995 bei RTL geboren und war eine Adaption des gleichnamigen holländischen Formates, das dort bereits ab 1985 erfolgreich lief. Der Gesangswettbewerb der Produktionsfirma Endemol wies schon damals die wesentlichen Bestandteile der heutigen Erfolgsshow «Deutschland sucht den Superstar» auf und kann damit als dessen Vorläufer angesehen werden. 18 Kandidaten versuchten ihre jeweiligen Lieblingsstars zu imitieren und deren große Hits vor einem Livepublikum bestmöglichst nachzusingen. Bewertet wurden die Auftritte anschließend von einer fachkundigen Jury, die aus Produzent Harold Faltermeyer („Axel F“), Sängerin Luci van Org („Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin“) und Schauspieler Til Schweiger («Keinohrhasen») bestand. Nach und nach wurde die Anzahl der Teilnehmer auf sechs reduziert, die in einem großen Finale antraten und darin um einen Plattenvertrag mit Produzent Faltermeyer kämpften.

Moderiert wurde die monatliche Samstagabendshow von der damaligen RTL-Allzweckwaffe Linda De Mol, die jedoch während ihrer Schwangerschaft zeitweise von Bärbel Schäfer und D.J. Bobo vertreten wurde. Aufgrund des anhaltenden großen Erfolges in Europa traten die Gewinner der jeweiligen nationalen Varianten erstmals im April 1996 in der internationalen «Soundmix-Show» gegeneinander an. Die Siegerin der ersten deutschen Staffel Bianca Shomburg konnte mit ihrer Imitation von Celine Dion auch die internationale Version gewinnen. Dies führte zu einer Zusammenarbeit mit Komponist Ralph Siegel, der sie im Jahr 1997 zum «Eurovision Song Contest» schickte. Mit ihrem Titel „Zeit“ erhielt sie jedoch nur 22 Punkte und kam über den 18. Platz nicht hinaus.

Nachdem eine zweite Staffel nicht mehr an die ehemaligen Erfolge anknüpfen konnte, wurde die deutsche Version eingestellt. Ein Versuch im Jahr 1999 das Format mit einer europäischen Variante noch einmal wiederzubeleben, misslang. Für das holländische und britische Fernsehen überlebte die Sendung bis ins Jahr 2002.

Die «Soundmix-Show» wurde am 31. Januar 1997 beerdigt und hinterließ neben der Moderatorin Lina De Mol, die zuletzt mit einem Remake ihrer Erfolgsshow «Traumhochzeit» scheiterte, auch die Siegerin der ersten Staffel Bianca Shomburg, die später als Gesangslehrerin arbeitet und konsequenterweise unter anderem die Kandidaten von «Deutschland sucht den Superstar» coachte.

Möge die Show in Frieden ruhen!

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs widmet sich der spannendsten, härtesten und spektakulärsten Show im deutschen Fernsehen.

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