US-Jahrescharts 2007/2008

von  |  Quelle: Nielsen Media Research
Hinter den Amerikanern und zahlreichen Serienfans weltweit liegt ein grandioses Fernsehjahr, welches wohl in die Geschichte des US-Fernsehens eingehen wird.



Keine TV-Saison war so spannend wie die letzte: Durch den 14-wöchigen Autorenstreik in den Vereinigten Staaten wurden nicht nur zahlreiche Formate folgenmäßig gekürzt und quotenschwache Newcomer-Produktionen bis zum Schluss ausgestrahlt, sondern auch Urgesteine zum Leben erweckt. Des Weiteren wurden alte Traditionen bei den jährlichen Programmvorstellungen – auch bekannt als Upfronts – gebrochen.



Für den amerikanischen Broadcaster CBS hätte es in diesem Jahr überhaupt nicht besser laufen können. Sowohl altbekannte Gesichter als auch manche Newcomer stellten die Chefetagen des ehemaligen Marktführers zufrieden. Die meistgesehene Sendung ist nach wie vor die Jerry Bruckheimer-Krimiserie «CSI» (Bild), die nach acht Jahren die Zuschauer noch immer zum Einschalten bewegen kann. Mit einer ebenfalls starken Performance beeindruckte «NCIS» am Dienstagabend. Zur Belohnung erhält die Serie sogar in der nächsten Staffel noch sechs weitere Episoden hinzu. Sehr schwach hingegen flimmerte die zweite Staffel von «Shark» über die Mattscheiben, welches die Absetzung zur Folge hatte. Auch in der Liste der abgesetzten Produktionen befinden sich die Newcomer «Cane», «Kid Nation» und «Moonlight». CBS verlängerte unter den neuen Serien lediglich die Comedy «The Big Bang Theory» mit Ex-Hexe aus «Charmed» Kaley Cuoco.



Im Hause ABC konnte man ebenfalls glücklich über das Abschneiden der vergangenen TV-Saison sein. Auf den ersten vier Rängen befinden sich sowohl die Wettbewerbs- als auch die Ergebnisshows der Reality «Dancing with the Stars». Erst dann folgen die verzweifelten Hausfrauen aus der Wisteria Lane und die eifrigen Ärzte aus dem Seattle Grace Hospital. Überraschend stark schnitt auch die Abenteuerserie «Lost» ab, die die Wiederholungen der Krankenhausserie «Grey’s Anatomy» am 31. Januar ablöste. Die große Überraschung stellte die Absetzung von «Oprah’s Big Give» dar. Obwohl die Reichweiten eine solide Performance am Sonntag hinlegten, trennte sich das Alphabet von der Sendung. Dank des starken Lead-Ins wusste die Sitcom «Samantha Who?» mit Christina Applegate zu überzeugen. Ohne «Dancing with the Stars» sanken die Einschaltquoten jedoch drastisch an. Unterdessen cancelte ABC den «Women’s Murder Club», während die Formate «Pushing Daisies», «Private Practice» (Bild) und «Dirty Sexy Money» um eine weitere Staffel verlängert wurden.







NBC hingegen hatte mit größeren Problemen zu kämpfen. Obwohl die Station das Urgestein «American Gladiators» wiederbelebte, erntete man nur teilweise gute Quoten. Während die erste Runde der Neuauflage im Winter ordentliche Werte vorwies, leidet die zweite Staffel unter der Sommerflaute. Am besten schnitt das Football Line-Up am Sonntag ab. Daraufhin folgt die Superhelden-Produktion «Heroes». Die Mystery «Medium» mit Patricia Arquette in der Hauptrolle erntete am Montagabend ansehnliche Reichweiten. Auf der Liste der abgesetzten bzw. eingestellten Sendung befinden sich unter anderem «Bionic Woman» (Bild), «Las Vegas», «1 vs. 100» und «Journeyman». Eine solide Partie legten die Newcomer «Chuck» und «Life» hin.



Das amerikanische Network FOX profitierte zum größten Teil durch die Castingshow «American Idol». Somit konnte der Sender seine Zahlen ordentlich aufpolieren. Sowohl die Dienstag- als auch die Mittwochausgabe überzeugten auf Anhieb das US-Publikum. Auch die vierte Staffel der Medizin-Dramedy «House» wusste es die Fernsehenden zufrieden zustellen. Unter den neuen Serien befand sich nur ein Quotenmagnet und dabei handelt es sich um «Terminator: The Sarah Connor Chronicles» (Bild), welches um eine zweite Staffel mit vorerst dreizehn Episoden verlängert wurde. Nicht fortgeführt werden unter anderem «New Amsterdam» und «Back to You». Letzteres fiel zum Opfer der Absetzung wegen hoher Schauspielgagen und hohen Produktionskosten. FOX verlängerte die Sendungen «The Moment of Truth» und «Don’t Forget the Lyrics!» wegen hoher Reichweiten.



Bei The CW geht es im neuen Fernsehjahr um alles oder nichts. Die Einschaltquoten sind so schlecht, dass sogar die Existenz des Broadcasters auf dem Spiel steht. Die einzigen Hoffnungsträger sind noch die Reality «America’s Next Top Model», das Superhelden-Drama «Smallville», die Teenager-Soap «One Tree Hill» und die Mystery «Supernatural». Auf dem absteigenden Ast befinden sich die Teenager-Serie «Gossip Girl» (Bild) und die Dramedy «Reaper». Letzteres wurde immerhin noch um dreizehn Folgen verlängert und kehrt zu Midseason zurück. Das Network setzte eine Vielzahl von Realitys ab. Darunter sind unter anderem «Beauty and the Geek», «Farmer wants a Wife» und «Pussycat Dolls present: Girlicious». Eingestellt nach acht Jahren wurde auch die Comedy «Girlfriends» und der Quotenmagnet «WWE Friday Night Smackdown!» gehört ebenfalls nicht mehr zum Inventar des Senders. Die Sportübertragung wechselt zu MyNetworkTV.



An dieser Stelle listet Quotenmeter.de die einzelnen Charts der TV-Season 2008/2009 auf:








































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