Die ITV-Serie erscheint Ende des Monats bei Magenta TV. Das ist ein Pflichttermin – im Vorfeld kann «Only Margo» bei AppleTV konsumiert werden.
«Malcolm in the Middle: Life’s Still Unfair» (seit 10. April bei Disney+)
Malcolm leitet mittlerweile eine Lebensmittel-Hilfsorganisation, zieht seine Tochter Leah im Teenageralter groß (die seine Neigung, die vierte Wand zu durchbrechen, geerbt hat) und ist mit einer Frau namens Tristan zusammen. Lois und Hal bereiten sich auf ihren 40. Hochzeitstag vor, wobei Hal sich besonders viel Mühe gibt, um seine Zuneigung zu zeigen. Unterdessen ist Francis mit seiner Frau Piama, die mit dem ersten Kind des Paares schwanger ist, in die Garage gezogen, Reese ist davon besessen, Dinge im Haus zu reparieren, Dewey ist als Musiker auf Tournee, Jamie ist bei der Küstenwache, und Kelly (das jüngste Mitglied) kommuniziert heimlich mit Malcolm, erfährt aber bald, dass sie zur „Informantin“ der Familie geworden ist, nachdem sie Malcolms Weigerung, am Jubiläum teilzunehmen, verraten hat.
The Hollywood Reporter: “Kaczmareks und insbesondere Cranstons Darstellungen bleiben makellos ausgewogen zwischen manisch und liebevoll. Cranston wurde für drei Emmys für «Malcolm in the Middle» nominiert, gewann aber nie – eine schwere Ungerechtigkeit angesichts Hals egofreier, ungezügelter Körperlichkeit. Dass Kaczmarek es immer noch schafft, Cranston zu kontern und zu erden, ist an sich schon bemerkenswert.“
«Margo’s Got Money Troubles» (seit 15. April bei AppleTV+)
«Only Margo» ist ein mutiges, herzerwärmendes und komödiantisches Familiendrama über Margo, die kürzlich ihr Studium abgebrochen hat und Schriftstellerin werden möchte. Sie ist die Tochter einer ehemaligen Hooters-Kellnerin und eines Ex-Profi-Wrestlers. Margo ist gezwungen, sich mit einem Neugeborenen, einem wachsenden Berg an Rechnungen und immer weniger Möglichkeiten, diese zu bezahlen, durchs Leben zu schlagen.
Variety: “Insgesamt behandelt «Margo’s Got Money Troubles» mehrere wichtige Themen: Familie, das Stigma der Sexarbeit und die Torheiten der Jugend. Dennoch rauben die überdehnte Erzählung (die Serie hätte vielleicht in sechs statt acht Episoden besser funktioniert) und der Mangel an Biss ihr die Authentizität.“
«Secret Service» (ab 28. April bei Magenta TV)
Die Serie folgt der erfahrenen MI6-Agentin Kate Henderson. Durch verdeckte Ermittlungen fördert sie Hinweise zutage, wonach ein ranghoher britischer Politiker als russischer Agent tätig sein könnte. Der Fall sorgt dafür, dass schon bald Kates Karriere auf dem Spiel steht. Nun muss sie sich durch ein gefährliches Geflecht aus politischer Loyalität, internationaler Bedrohung und persönlichen Opfern kämpfen.
Süddeutsche Zeitung: “«Secret Service» saugt seine Zuschauer regelrecht ein. In Sympathie mit der Protagonistin fiebert man mit, ob sie zur richtigen Zeit die richtigen Informationen an die richtigen Menschen bringen kann. Und man fragt sich auch, was passieren würde, säße tatsächlich ein russischer Agent in einer europäischen Regierung. Die hätte dann besser auch eine Agentin wie Kate Henderson.“
«King and Conqueror» (seit 11. April bei Paramount+)
Vor tausend Jahren wurde ein neuer König von England gekrönt, was eine Reihe von Ereignissen auslöste, die den Lauf der englischen und europäischen Geschichte für immer veränderten. Zwei Männer, Harold von Wessex und Herzog Wilhelm von der Normandie, befinden sich im Kampf um eben jene Krone, die sie nie wollten und auch nie erwartet hatten. Beide beginnen als Verbündete, enden jedoch als Feinde in der Schlacht von Hastings, in der einer von ihnen sterben muss.
Frankfurter Allgemeine Zeitung: “Klar war, dass «King and Conqueror» kaum dieselbe Wirkung entfalten würde wie der vor 950 Jahren entstandene „Teppich von Bayeux“, der das Geschehen festhält. Man kann als Fernsehmacher nach Island fahren, um erhabene Kulissen zu finden, die sich der Zuschauer als England oder Normandie vorstellen kann.“
«The Audacity» (seit 12. April bei AMC)
Während das Silicon Valley und seine Machthaber auf dem Weg in einen von KI angeheizten Höhepunkt der Verderbtheit sind, versuchen ein angehender Tech-Gigant und sein ethisch fragwürdiger Therapeut, ihr Glück (und ihr Vermögen) zu finden.
The Hollywood Reporter: “Dass «The Audacity» der Zeit ein wenig hinterherhinkt, wäre weniger problematisch, wenn die Serie – wie «Succession» (an der Glatzer mitgeschrieben hat) oder «Industry» zuvor, die ebenfalls in den dunklen Korridoren der Macht starten und von unangenehmen und verabscheuungswürdigen Menschen bevölkert sind – Charaktere bieten könnte, die reichhaltig, komplex und lebendig genug sind, um sie von Folge zu Folge verfolgen zu wollen.“