Die Einschaltquoten der wöchentlichen ProSieben-Show mit Joko und Klaas sind in der vergangenen Staffel zurückgegangen. Quotenmeter.de gibt der Florida-TV-Produktion fünf Tipps für die finale Season auf den Weg.
Wie so oft in Humordingen, mag diese Beobachtung diskutabel sein. Dennoch: Mit dem Abgang der grantigen Oma Violetta und dem Auftauchen der keinerlei Englischkenntnisse aufweisenden, begeisterungsfähigen Putzfrau Sabine hat «Circus HalliGalli» seit seiner Anfangszeit eine deutliche Verbesserung hingelegt. Dennoch ist es bedauerlich, dass Olli Schulz und Palina nur noch selten in der Manege des Wahnsinns vorbeischauen, denn mit ihrer eigenen Art haben die Beiden früher für Abwechslung bei all dem Joko-und-Klaas-Spaß gesorgt. Da Olli Schulz und Palina ihre eigenen Karrieren haben, ist dieser Wandel nachvollziehbar, allerdings wäre es für die Zukunft der Show einen Versuch wert, neben Sabine auch weitere unregelmäßig auftretende Sidekicks einzuführen, die sich gut in das Konzept fügen und es dennoch originell abwandeln.
«Circus HalliGalli» ist eine Sendung, die viel spezieller und pointierter ist, als es auf dem ersten Blick den Anschein hat: Joko und Klaas haben sich zu Meistern darin entwickelt, die üblichen TV-Promointerviews zu verballhornen, ins Absurde zu überspitzen und zu dekonstruieren. Wer je einen Blick hinter die Medienkulissen geworfen hat, findet in der Sendung eine wahre Flut an kleinen, feinen parodistischen Details und Verstößen gegen den Fließbandablauf: Seien es Floskeln aus der Junket-Presse, die perfekt-alberne Imitation eines TV-Interview-Slotaufbaus oder solch wunderbar alberne Aktionen, wie das Auslassen eines Promointerviews zu «Jack Reacher: Kein Weg zurück», um stattdessen ein Gaga-Verhandlungsgespräch mit Nebendarstellerin Cobie Smulders zu zeigen. Für eine spitze Zielgruppe ist das großer Spaß, aber wenn «Circus HalliGalli» seine Quotenentwicklung umkehren möchte, muss dieser spezielle Humor wieder einen Hauch transparenter werden. Damit auch das breite ProSieben-Publikum Freude an diesen Verballhornungen hat. Die Kunst ist es, trotzdem diese eigenwillige Qualität beizubehalten oder gar auszubauen. Denn so werden noch mehr Menschen die Show vor ihrem Abgang zu schätzen wissen. In diesem Sinne: Toi, toi, toi. 

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