Gerade erst präsentierte das BFS die erfolgreiche US-Miniserie «The Company». In welcher Form Sat.1 an der Produktion des Formats beteiligt war und warum es den Deutschen lange vorenthalten wurde.
Nicht nur TNT und andere internationale Fernsehsender zeichneten nämlich für die Produktion von «The Company» mitverantwortlich, auch Sat.1 koproduzierte die Eventserie. Die Buchadaption des gleichnamigen Bestsellers von US-Auto Robert Littell verschlang etwa 38 Millionen Dollar und obwohl Sat.1 an der Show beteiligt war, ließ sich der Unterföhringer Sender lange Zeit und räumte «The Company» schlussendlich nur einen Platz im Nachtprogramm ein: Im Februar 2012 flimmerte beispielweise der erste der drei Teile den Sat.1-Zuschauern ab 1.25 Uhr entgegen. An beschaulichen Orten wie Toronto, Budapest und Puerto Rico wurde gedreht. Während Ken Nolan das Drehbuch beisteuerte, inszenierte Mikael Salomon die Mini-Serie.
Angesichts der bevorstehenden Dreharbeiten zeigte sich der damalige Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski im September 2006 noch zuversichtlich: "Dass wir bei dieser großen Event-Produktion dabei sind, zeigt das neue Gewicht der deutschen Fernsehproduktion auf dem internationalen Markt.“ Bereits 2006 erstand Schawinski die Ausstrahlungsrechte noch vor Produktionsstart, andere Abnehmer waren beispielsweise die britische BBC. Auch Tandem Communications, das schon Produktionen wie «Die Nibelungen» stemmte, die bei Sat.1 zu fantastischen Marktanteilen führten, stand damals hinter dem Projekt.
Kritiker bescheinigten dem Format damals Parallelen zum noch neuen «Mad Men», das, wie wir heute wissen, zu einem Publikums- und Kritikerhit für AMC avancieren sollte. «The Company» beschäftigt sich mit den Geheimdiensten der CIA und der KGB zu Zeiten des Kalten Krieges sowie mit den Auseinandersetzungen beider. «The Company» zeigt diese vom Ende des zweiten Weltkriegs bis zum Fall der Sowjetunion in den späten 1980er Jahren anhand der Geschichte um Jack McCauliffe (gespielt von Chris O’Donnell): Als Yale-Absolvent und naiver Weltverbesserer heuert er bei der Berliner CIA-Abteilung an und wird unter das Kommando von Harvey Torriti (Alfred Molina) gestellt. Aber immer wieder scheitern neue Missionen und Invasionen der CIA – und bald vermuten Jack und Harvey, dass sich ein KGB-Maulwurf bei ihnen eingenistet haben könnte. Zusammen mit dem vermeintlich paranoiden Spionageabwehr-Chef James Angleton (Michael Keaton) versuchen sie, das Informationsleck ausfindig zu machen.

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