Schon vor der offiziellen Präsentation des Senders arte am Montag in Hamburg haben einige die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Der Spiegel beispielsweise fürchtete, der eigene Anspruch von arte könnte bald flöten gehen. So solle das Programm ab dem kommenden Jahr freundlicher, emotionaler und zugänglicher werden – und arte will vermehrt auch den Audience Flow nutzen, in dem man auf Programmflächen mit gemeinsamer Programmfarbe setzt.
Die Programmierung werde eindeutiger, klarer und erwartbarer, hieß es am Montag in Hamburg. Greifen soll das neue Schema ab dem 7. Januar 2012. Das Ziel: Der Zuschauer solle stärker an den Sender gebunden werden, erklärte Programmdirektor Christoph Hauser. Sein Sender würde in Deutschland in der Primetime aktuell rund 0,9 Millionen Menschen erreichen, in Frankreich sind es zwei Millionen. Hauser sagt: „Wir müssen klare Orientierung anbieten, um im großen Angebot der Kanäle überhaupt wahrgenommen zu werden.“ In Zusammenhang mit der kritischen Berichterstattung in den Printmedien betonte Hauser aber, dass man die bisherige Marke nicht aufgeben wolle.• arte
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