Im Herbst sollen die ARD-«Tagesthemen» einen einheitlichen Sendeplatz bekommen – dass dies unbedingt von Nöten ist, bewies der öffentlich-rechtliche Kanal am Donnerstagabend einmal mehr. Denn hinter den Kulissen sorgte die Entscheidung, die «Tagesthemen» wegen der «Echo»-Verleihung ausfallen zu lassen, für Zündstoff bei den Verantwortlichen.
Dieser Ansicht war ARD-Programmdirektor Volker Herres (Foto) nicht; der Audience-Flow war dem TV-Manager wohl wichtiger. Zumindest aus Quotensicht wurde dieses Vorgehen belohnt: Mehr als 18 Prozent Marktanteil erzielte Das Erste mit der Sendung «20 Jahre Echo» um 23.20 Uhr – rund sieben Prozentpunkte mehr als die eigentliche Verleihung. Offenbar hatte die ARD Angst, die jungen Zuschauer durch die Nachrichtensendung wieder zu verlieren. Dabei ist das Interesse an der aktuellen Nachrichtenlage derzeit auch bei den 14- bis 49-Jährigen sehr groß; die jüngst gezeigten «Brennpunkte» kamen jedenfalls auf weit überdurchschnittliche Werte. • Tagesthemen • Echo
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