Dass Fernsehen und Internet mittlerweile oftmals verschmelzen, ist nicht nur ein sehr aktuelles Thema, sondern steht doch auch bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik auf der Tagesordnung. Denn gerade auch die jüngsten Ereignisse aus Japan, Libyen oder Ägypten zeigten, wie wichtig das Internet mittlerweile auch für die Berichterstattung im Fernsehen geworden ist. In seiner Eröffnungsrede machte ZDF-Intendant Markus Schächter darauf aufmerksam, dass welchen Stellenwert das Internet für das Fernsehen hat und nahm auch seinen Sender in die Pflicht.
Entsprechend nahm er auch das ZDF in die Verantwortung: „Für uns wird es wichtig sein, ein starker, klarer Absender zu sein. Den Menschen zu befähigen, aus einem Reichtum an Informationen individuelles Wissen zu machen und souverän zu handeln, ist eine unserer großen Aufgaben“, beschrieb Schächter. Spiel, soziale Kommunikation und Kommerz stünden im Zentrum der so genannten Neuen Medien. „Wissensinhalte laufen am Rande mit - und dennoch können sie ein Gewinner dieser Medienrevolution sein. Wenn die Medien die Menschen nicht zum Handeln und Urteilen befähigen, bleibt unsere Wissensgesellschaft eklatant unter ihren Möglichkeiten“, so Schächter. Wissen solle befähigen, Zusammenhänge zu verstehen und sinnvoll an der Gesellschaft teilzunehmen. „Unsere Programme, egal ob am Fernsehschirm oder im Netz, können als Massenmedium jedem eine Handlungshilfe sein“, betonte der ZDF-Intendant. In diesem Zusammenhang blickte er auch auf Formate wie «Die Deutschen» oder die Reihe «Terra X» im ZDF. Letzteres erreiche mit veränderter Erzählweise mehr Zuschauer als noch vor zehn Jahren und werde zudem von überdurchschnittlich vielen jungen Zuschauern gesehen.• ZDF
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