„Kampfsau" Stefan Raab meldete sich am gestrigen Samstagabend aus seiner langen Sommerpause zurück - und musste sich doch prompt von einem Lehrer geschlagen geben. Wenigstens konnte sein erfolgsverwöhntes Format - «Schlag den Raab» - einmal mehr für neidische Blicke bei der Konkurrenz sorgen. Aus Sicht der Quoten stellte die über fünfstündige Live-Show nämlich einen neuen Reichweiten-Rekord auf und bescherte ProSieben einen hervorragenden Marktanteil von 31,3 Prozent in der Zielgruppe. Im Durchschnitt wurden 2,83 Millionen Zuschauer im werberelevanten Alter unterhalten, insgesamt saßen rund vier Millionen Deutsche vor den Bildschirmen. 18,7 Prozent Marktanteil wurden bei allen fernsehenden Deutschen zur dieser Uhrzeit ermittelt. Als stärkster Verfolger der Spieleshow erwies sich eine neue Ausgabe der RTL-Ranking-Show «Die 25...». Mit 2,08 Millionen jungen Zuschauern gelang es den Kölnern allerdings nicht, dem Allzweck-Entertainer die Stirn zu bieten. Immerhin reichte es noch für einen tadellosen Marktanteil von 19,3 Prozent. Alles in allem interessierten sich 3,35 Millionen Menschen für die größten Glückspilze und Pechvögel. In der gesamten Bevölkerung verzeichnete Sonja Zietlow damit aber ebenfalls nur mittelmäßige 11,6 Prozent Marktanteil. Das darauffolgende Bühnenprogramm von Kaya Yanar konnte das Blatt dann im Übrigen genauso wenig wenden - lediglich 1,64 Millionen Zuschauer wollten den Comedian zur späten Stunde «live & unzensiert» sehen. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam jener nicht über ungewohnt schwache 17,4 Prozent Marktanteil hinaus.
Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern ging Sat.1 fast schon ein wenig an der Fülle von großen Shows verloren, die US-Serien wurden im Endeffekt nur zum Teil als sehenswerte Alternative wahrgenommen. Eine neue Folge von «Navy CIS: L.A.» (Foto) verbuchte 1,20 Millionen werberelevante Zuschauer - mit 11,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe verlief die Erstausstrahlung vermutlich nicht ganz nach Plan. Zudem musste der Bällchensender abermals in dieser wichtigen Altersklasse Abstriche machen - diesmal musste man sich von einem halben Prozentpunkt verabschieden. Im Großen und Ganzen schalteten 2,30 Millionen fernsehende Deutsche ein, dies entspricht einem Marktanteil von 8,1 Prozent beim Gesamtpublikum. Das quotentechnische Niveau von «Criminal Minds» blieb danach in etwa gleich, mit 1,16 bzw. 1,18 Millionen Zuschauer sowie 10,3 und 11,3 Prozent Marktanteil konnten die Erwartungen ebenso nicht erfüllt werden. Die kleineren TV-Sender setzten allesamt auf Spielfilme - am Besten funktionierte das bei VOX. Der deutsche Thriller «Open Water 2» bewegte 0,69 Millionen junge Leute zum Einschalten. Im Allgemeinen ließen sich 1,07 Millionen Zuschauer von der deutschen Produktion begeistern. 6,4 Prozent Zielgruppen-Marktanteil gingen auf das Konto vom Kölner Privatsender - aufgrund des starken Gegenprogramms ein durchaus passabler Wert. • Schlag den Raab • Rosa Roth • Die 25 • heute-journal
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