Montags blickt Quotenmeter auf aktuelle Quoten-Highlights und Marktanteil-Flops und ordnet diese ein. In dieser Woche steht Louis Klamroth im Mittelpunkt, denn «Hart aber fair» zeigte sich zuletzt konstant stark – außer beim jungen Publikum.
In der Begründung der Jury des Deutschen Fernsehpreises zur Nominierung von «Hart aber fair» in der Kategorie „Beste Information“ hieß es wie folgt: „Hohe Reichweiten von AfD-Politikern auf Social-Media-Plattformen wie TikTok haben für Aufsehen gesorgt. Was müssen die anderen Parteien tun, um bei den Jüngeren nicht vollständig ins Abseits zu geraten? Wie gefährlich ist die Verbreitung von Hassrede und Populismus im Netz? «Hart aber fair»-Gastgeber Louis Klamroth geht diesen Fragen mit einer kompetent besetzten Gesprächsrunde nach, die die Vielschichtigkeit des Themas aufzeigt. Dabei wird durchaus kontrovers, aber angenehm unaufgeregt diskutiert.“ Gewonnen hat die ARD-Talkshow aus dem Hause Florida Factual letztlich nicht, er ging an die hauseigene Konkurrenz von «maischberger», die zuletzt auch auf dem «Hart aber fair»-Sendeplatz am Montag ausprobiert wurde.
«Hart aber fair» kehrte am 5. August aus der Sommerpause zurück – also mitten im Sportsommer. Die Eröffnungsfrage lautete: „Trump oder Harris – was steht bei der US-Wahl auf dem Spiel?“ Obwohl US-Präsident Joe Biden zwei Wochen zuvor seine Kandidatur zurückgezogen hatte, drängte sich das Thema drei Monate vor der US-Wahl offenbar in vielen deutschen Haushalten nicht auf. Es schalteten lediglich 1,56 Millionen Zuschauer ein. Eine Woche später ging es um den Krieg in Nahost und die Frage nach der Solidarität mit Israel, was ebenfalls kaum Menschen zum Einschalten bewegte. Es wurden 1,66 Millionen Menschen gezählt. Die ersten beiden Sendungen verloren jeweils 400.000 Zuschauer im Vergleich zum Vorlauf «Unsere Wälder», was sich in jeweils rund zwei Prozentpunkte Marktanteil weniger niederschlug. Das Erstaunliche war sogar, dass die jeweils anschließenden «Tagesthemen» die Reichweite zu später Stunde teils massiv steigern konnte. Mitte August kamen die abgesprungenen 400.000 Zuschauer zur blauen Eins zurück, was den Marktanteil von 8,4 auf 13,1 Prozent steigen ließ.
Nach dem «Brennpunkt: Verlorenes Vertrauen» blieben die Werte des Talks mit 2,53 Millionen und 11,9 Prozent recht konstant. Auch am 9. September fuhr man mit dem Thema „Die große Vertrauenskrise: Versteht die Politik die Bürger noch?“ gute Werte ein. Man übertrumpfte die zuvor gesendete Doku «Die große Angst» über die Zukunft in Ostdeutschland sogar um Längen. Die Reichweite erhöhte sich von 1,83 auf 2,26 Millionen, der Marktanteil von 7,5 auf 9,5 Prozent. Seither hat sich «Hart aber fair» wieder als Ankerpunkt beim Publikum festgesetzt, denn auch ohne Politreportage im Vorlauf konnte die Talkshow zuletzt überzeugen. Am 23. und 30. September standen 2,28 und 2,59 Millionen Zuschauer zu Buche. Die Marktanteile beliefen sich auf 9,8 und 10,7 Prozent, womit man auf Augenhöhe sowie über dem Niveau der beiden Naturdokus «Der Sturm – Tiere bei Blitz und Donner» (2,46 Mio. / 9,9%) und «Das Ende der Insekten?» (2,31 Mio. / 9,0%) lag. Das ist durchaus bemerkenswert, denn Ingo Zamperoni konnte mit seiner umstrittenen Sendung «Die 100» aus Quotensicht nicht überzeugen. «Die 100» fuhr nur 1,77 Millionen Zuschauer und 7,8 Prozent Marktanteil ein, obwohl im Vorlauf «Harry – Schicksalsjahre eines Prinzen» 2,49 Millionen und 10,0 Prozent verbucht hatte – Punktsieg Klamroth.

• Hart aber fair • Tagesthemen • Die 100 • maischberger • Unsere Wälder • Machen wir unsere Demokratie kaputt? • Brennpunkt: Verlorenes Vertrauen • Die große Angst • Der Sturm – Tiere bei Blitz und Donner • Das Ende der Insekten? • Harry – Schicksalsjahre eines Prinzen • St
Manager Creative Productions (m/w/d)
Jungredakteur/Redakteur Casting (w/m/d)
Pflicht/-Orientierungspraktikant Redaktion (w/m/d)
Redakteur (w/m/d) oder Jungredakteur (w/m/d)
Jungredakteur/Redakteur (w/m/d)
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel