Haben die Talk-Formate der Öffentlich-Rechtlichen die AfD bundestagsfähig gemacht? Reinald Becker glaubt das nicht, hält den Großteil der Kritik für 'Quatsch' - und empfindet die Talks als 'bereichernd'.
Knapp neun Monate nach der Bundestagswahl und dem anschließenden monatelangen Hin und Her, bis am Ende doch mal wieder eine GroKo zustande kam, ist das deutsche Fernsehpublikum ein wenig Talkshow-müde geworden - was sich aktuell vor allem an den deutlich rückläufigen Werten für «Anne Will» am Sonntagabend offenbart. Inhaltliche Kritik müssen sich die Formate ohnehin regelmäßig gefallen lassen, ganz aktuell erst wieder vom Deutschen Kulturrat: Man habe die AfD bundestagsfähig gemacht und sollte ein Jahr Talkpause einlegen. Eine Idee, die bei ARD-Chefredakteur Rainald Becker erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe stößt - und auch sonst halte er den "Großteil der Kritik an unseren Talksendungen für Quatsch", wie er in einem Interview mit der "Welt" klarstellte.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
13.06.2018 12:01 Uhr 1
13.06.2018 12:16 Uhr 2
Wo sind Talkshow, die über die Gefahr von evangelikalen Christen mal Tacheles redet, aber das trauen sich die Programmmacher zu. Vielleicht auch mal Themen anpacken, die als zu sperrig gelten. In einem Interview zählte Anne Will so ein Thema auf, was ich ganz interessant fand.