National Geographic erforscht die Geheimnisse der Weltmeere

Die Dokumentation «Expedition: Rettung unserer Meere» begleitet Wissenschaftler in allen fünf Ozeanen und ist ab 14. November bei Disney+ verfügbar.

Weite Teile der Tiefsee sind bis heute kaum erforscht. Welche Lebewesen dort existieren und wie sich der Klimawandel auf die unterschiedlichen Meeresregionen auswirkt, steht im Mittelpunkt der neuen Dokumentation «Expedition: Rettung unserer Meere». Das einstündige Special ist ab Samstag, 14. November 2026, bei Disney+ abrufbar und feiert am Montag, 16. November, um 21.40 Uhr seine lineare Premiere auf National Geographic. Die Produktion begleitet internationale Forschungsteams bei ihren Expeditionen durch alle fünf Ozeanbecken. Erzählt wird der Film von der Schauspielerin und Meeresschützerin Auliʻi Cravalho, die vor allem als Originalstimme der Disney-Figur Vaiana bekannt ist.

Die Dokumentation entstand im Rahmen der mehrjährigen Forschungsinitiative „National Geographic and Rolex Perpetual Planet Ocean Expeditions“. Mit modernen Unterwasserfahrzeugen, Kamerasystemen und wissenschaftlichen Messverfahren untersuchen die beteiligten Forscher die Auswirkungen des Umweltwandels auf die Meere. Besonders spektakuläre Aufnahmen entstanden im Südlichen Ozean, wo Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffs «Falkor (too)» des Schmidt Ocean Institute bis in eine Tiefe von fast 4.000 Metern vordrangen. Dabei entdeckten sie unter anderem die bislang südlichste bekannte hydrothermale Tiefseequelle, Schwärme eiertragender antarktischer Krills in rund 900 Metern Tiefe und beobachteten erstmals einen lebenden Riesenkalmar der Gattung Gonatus in antarktischen Gewässern.

Weitere Expeditionen führen in den Pazifischen Ozean. Vor Neuseeland untersuchen die Meeresforscherinnen Kim Bernard und Leigh Torres gemeinsam mit der örtlichen Māori-Gemeinschaft die Lebensbedingungen von Blauwalen und deren wichtigster Nahrungsquelle, dem Krill. Auf den Cook-Inseln erforscht Anya Brown wiederum die Hitzetoleranz von Korallen. Beide Projekte beschäftigen sich mit der Frage, wie steigende Wassertemperaturen marine Ökosysteme verändern. Im Indischen Ozean begleitet die Kamera die Wissenschaftlerin Sheena Talma, die mit einem Team von den Seychellen den Einsatz spezieller Tiefseekameras trainiert. Die Technik soll künftig helfen, bislang kaum untersuchte Lebensräume zu dokumentieren und wissenschaftliche Daten für den Fischerei- und Meeresschutz zu sammeln.

Auch die Küstenregionen Afrikas und die Arktis sind Bestandteil der Dokumentation. In Gambia untersucht die Meeresökologin Maiyai Taal Hocheimy gemeinsam mit lokalen Studierenden die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels. Dabei werden Meeresströmungen vermessen und Mangrovenwälder kartiert, die eine wichtige Schutzfunktion für die Küstenregion rund um die Hauptstadt Banjul übernehmen. Im kanadischen Nunavut erforscht Kristina Brown auf Einladung der örtlichen Inuit-Gemeinschaft die abgelegene Meeresbucht Sherman Basin. Gemeinsam mit dem Inuk-Ältesten Saul Aksalook Qirqniq und weiteren Gemeindemitgliedern untersucht sie den bislang wissenschaftlich nicht kartierten Meeresboden.

Ein verbindendes Element der Expeditionen ist die Entwicklung neuer Forschungstechnologien. Die Tiefseeforscherin Katy Croff Bell stellt mit dem „Deep Ocean Research and Imaging System“, kurz DORIS, ein vergleichsweise kostengünstiges Kamerasystem vor, das auch kleineren Forschungsteams und Küstengemeinden die Erkundung der Tiefsee ermöglichen soll. Nach Angaben der Wissenschaftlerin wurden bislang lediglich etwa 0,001 Prozent der Tiefsee direkt erkundet. Die Dokumentation verdeutlicht damit nicht nur den Umfang der noch unerforschten Lebensräume, sondern auch die Bedeutung wissenschaftlicher Zusammenarbeit beim Schutz der Ozeane.

Begleitend zur Fernsehdokumentation veröffentlicht das Magazin „National Geographic“ im November eine Sonderausgabe über die Weltmeere. Sie enthält unter anderem eine herausnehmbare Karte der fünf Ozeanbecken. Auf der Internetseite des Magazins wird zudem eine interaktive Darstellung angeboten, mit der sich Meeresströmungen, Tiefseelandschaften und Schutzgebiete erkunden lassen. Produziert wurde «Expedition: Rettung unserer Meere» von Offspring Films für National Geographic. Regie führte Katharine Arthy. Die Dokumentation entstand in Zusammenarbeit mit der National Geographic Society und Rolex und wird sowohl in der englischen Originalfassung als auch in deutscher Synchronisation angeboten.
29.10.2026 11:48 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177013
Fabian Riedner

super
schade


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• Expedition: Rettung unserer Meere • Falkor (too)


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