Im Mittelpunkt stehen Verkaufspsychologie, versteckte Kosten und gesundheitliche Risiken von McDonalds und Burger King.

Die ARD hat ihr Programm geändert: Die Dokumentation
«Hirschhausen und die Pflege» wird auf das Frühjahr verschoben. Stattdessen zeigt Das Erste die Verbraucherreportage
«Die Tricks von McDonald's und Burger King». Darin untersuchen Anna Planken und Jo Hiller gemeinsam mit einem Redaktionsteam des NDR, wie die beiden großen Fast-Food-Ketten ihre Kunden beeinflussen und welche Auswirkungen ihre Verkaufsstrategien auf den Geldbeutel und die Gesundheit haben. Die Filme stammen von Anneke Müller, Jessica Ostermünchner und Susan Penack. Ein konkreter neuer Sendetermin für die Hirschhausen-Dokumentation wurde bislang nicht genannt.
Ein Schwerpunkt der Reportage liegt auf den psychologischen Methoden, mit denen McDonald's und Burger King langfristige Kundenbindungen aufbauen. Bereits Kinder sollen durch positive Erlebnisse wie das Happy Meal oder die bekannte Burger-King-Krone an die Marken herangeführt werden. Die Redaktion verweist darauf, dass rund 32 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat bei McDonald's essen, während Burger King auf etwa 14 Prozent kommt. Auch die digitalen Angebote spielen eine immer größere Rolle: Rund ein Viertel ihres Umsatzes sollen die beiden Konzerne inzwischen über ihre Apps erwirtschaften. Die Dokumentation fragt, ob personalisierte Rabatte tatsächlich Geld sparen oder vor allem zu häufigeren Restaurantbesuchen verleiten.
Untersucht werden außerdem die Bestellterminals, die inzwischen zum Alltag in vielen Filialen gehören. Dort werden Kunden häufig dazu angeregt, statt einzelner Produkte ein komplettes Menü zu kaufen. McDonald's bewirbt dabei laut Reportage Ersparnisse zwischen 23 und 30 Prozent. Die Redaktion zeigt jedoch, wie die Gestaltung der Bildschirme Kaufentscheidungen beeinflussen kann. Beim sogenannten Ankerprinzip lassen prominent platzierte teure Produkte andere Angebote günstiger erscheinen. Mithilfe von EEG-Messungen und Eyetracking untersucht die Dokumentation, welche Aufmerksamkeit bestimmte Darstellungen erzeugen. Laut den im Film angeführten Zahlen stieg der Umsatz von McDonald's seit Einführung der Selbstbedienungsterminals um 15 Prozent. Ob dieser Anstieg unmittelbar auf die Terminals zurückzuführen ist, lässt sich daraus allein allerdings nicht ableiten.
Auch die gesundheitlichen Versprechen der Fast-Food-Branche werden kritisch betrachtet. Beide Unternehmen bewerben zunehmend Alternativen, die auf den ersten Blick gesünder wirken sollen. Ein Vergleich der Nährwerte zeigt laut Redaktion jedoch, dass solche Produkte teilweise mehr Kalorien enthalten als klassische Burger. Bei Getränken können ebenfalls überraschend hohe Zuckermengen auftreten. So enthält ein als „Zero“ beworbener Energydrink nach Angaben der Dokumentation dennoch 16 Gramm Zucker, weil sich die Bezeichnung lediglich auf einen Bestandteil des Getränks bezieht. Welche Auswirkungen regelmäßiger Fast-Food-Konsum haben kann, untersucht die Redaktion zudem anhand eines Selbstversuchs mit einem Kanu-Olympiasieger. Nach zwei Wochen täglichen Fast-Food-Verzehrs wurden bei ihm gesundheitliche Veränderungen festgestellt.
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