Das ZDF fragt, was Weltklimakonferenzen tatsächlich bewirken. Andreas Weise blickt dafür nach Antalya und auf konkrete Klimaschutzprojekte.

Weltklimakonferenzen werden regelmäßig dafür kritisiert, zu wenige konkrete Fortschritte hervorzubringen. Eine wirkliche Alternative zu den internationalen Verhandlungen gibt es bislang jedoch nicht.
«planet e.» „Klima – die Welt verhandelt ihre Zukunft“ nimmt die COP31 zum Anlass, die Prozesse hinter den Verhandlungen und deren tatsächliche Auswirkungen auf den Klimaschutz zu untersuchen. Die Sendung steht ab Freitag, 13. November 2026, um 08.30 Uhr im Streaming bereit. Das ZDF zeigt den Film von Andreas Weise am Sonntag, 15. November, um 15.30 Uhr.
Für den Film begleitet Autor Andreas Weise Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Antalya und beobachtet die dortigen Verhandlungen und Austauschprozesse. Gleichzeitig führt die Dokumentation zu Umweltschutzprojekten in verschiedenen Regionen. Damit soll überprüft werden, wie groß die Lücke zwischen internationalen Beschlüssen und der praktischen Umsetzung tatsächlich ist.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Nationalen Klimaziele, die sogenannten NDCs. Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssten diese Pläne verschärft und konkretisiert werden. Zugleich geht es um die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen und den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien. Institutionen und Projekte sind dabei häufig von politischen Entscheidungen und öffentlichen Geldern abhängig.
Die Dokumentation beschäftigt sich deshalb auch mit der Frage, welche Entscheidungen angesichts der Folgen des Klimawandels notwendig sind, wie schnell diese getroffen werden müssen und wie weit politische Debatten und tatsächliche Ergebnisse auseinanderliegen. Zu Wort kommen unter anderem Bundesumweltminister Carsten Schneider und die Klimadiplomatin Jennifer Morgan.
Als Beispiel dafür, dass internationale Umweltpolitik funktionieren kann, blickt «planet e.» auf den Kampf gegen das Ozonloch zurück. Nachdem Wissenschaftler in den 1980er-Jahren die schädliche Wirkung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen auf die Ozonschicht festgestellt hatten, verpflichtete sich die Staatengemeinschaft mit dem Montrealer Protokoll von 1987 schrittweise zum Verzicht auf diese Stoffe. Das Abkommen gilt heute als eine der erfolgreichsten internationalen Umweltvereinbarungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Wäldern als Kohlenstoffspeicher. Bei der Klimakonferenz 2025 in Brasilien stand insbesondere der Schutz des Regenwaldes im Mittelpunkt. Über den Fonds TFFF sollen Länder finanziell dafür belohnt werden, ihre tropischen Regenwälder zu erhalten. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert. Brasilien und Norwegen streben ein Anschubkapital von zehn Milliarden Dollar bis Ende 2026 an.
Schließlich reist die Dokumentation nach Mexiko. Dort versucht ein Zementhersteller, große Mengen CO2 einzusparen. Unterstützung erhält das Unternehmen von einem KI-Start-up aus Berlin. Deutsche Computerexperten sollen dabei helfen, industrielle Prozesse in Lateinamerika klimafreundlicher zu gestalten und damit zeigen, wie Klimaschutz jenseits der großen internationalen Verhandlungsrunden praktisch aussehen kann.
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