Wie bewegen sich Menschen im Jahr 2050 fort? Dieser Frage widmet sich die «WISO»-Dokumentation: „Die Zukunft des Verkehrs – Nie wieder Stau?“. Der Film von Antonia Schaefer und Florian Neuhann steht ab Freitag, 13. November 2026, um 10.00 Uhr im Streaming bereit. Das ZDF zeigt die Dokumentation am Montag, 16. November, um 19.25 Uhr.
Ausgangspunkt sind die alltäglichen Probleme des deutschen Verkehrs: Staus, verspätete oder ausfallende Züge und eine teilweise mangelhafte Fahrradinfrastruktur. ZDF-Journalist Florian Neuhann untersucht deshalb, welche technischen und gesellschaftlichen Veränderungen tatsächlich für Entlastung sorgen könnten. Im Mittelpunkt stehen autonome Fahrzeuge, alternative Antriebe und miteinander vernetzte Verkehrssysteme.
Dafür führt die Reise unter anderem nach Oslo. In der norwegischen Hauptstadt wurde der Straßenraum in den vergangenen Jahren zunehmend zugunsten von Fußgängern und Radfahrern umverteilt. 2023 wurde Oslo laut ZDF zudem zur ersten Stadt, deren öffentlicher Nahverkehr vollständig elektrisch betrieben wurde. Einen anderen Weg beschreiten die USA und China, wo bereits autonome Taxis unterwegs sind. In Frankreich wird wiederum an autonomen Shuttles gearbeitet, die auch an der italienischen Riviera erprobt werden.
Auch deutsche Unternehmen arbeiten an ambitionierten Verkehrskonzepten. In München besucht das Team eine Firma, die Züge beziehungsweise Transportkapseln durch Vakuumröhren mit Geschwindigkeiten von bis zu 900 Kilometern pro Stunde bewegen möchte. In Bruchsal wird dagegen an autonom fliegenden und vollständig elektrisch betriebenen Flugtaxis gearbeitet.
Die Dokumentation richtet den Blick zugleich auf diejenigen, die solche Angebote am Ende nutzen müssten. Bei einem Auto-Tuning-Treffen in Groß Laasch in Mecklenburg-Vorpommern sprechen Autofans über ihre Begeisterung für das Auto und die besonderen Mobilitätsprobleme auf dem Land. In Pforzheim treffen die Autoren dagegen Fahrradaktivisten, die einen besseren Schutz für Radfahrer in Städten und auf Landstraßen fordern.
Auch die Zukunft der deutschen Automobilindustrie wird thematisiert. Volkswagen-Chef Oliver Blume spricht mit Neuhann über den internationalen Wettbewerb um neue Technologien und den Kostendruck auf die traditionellen Hersteller. „Es geht im Wesentlichen ums Überleben der traditionellen Automobilindustrie“, sagt Blume. Insbesondere bei den Kosten sieht er Nachteile für Volkswagen.
Für den Blick ins Jahr 2050 setzt die Produktion zudem künstliche Intelligenz ein. Auf Grundlage von Studien und offiziellen Daten ließ das Team von Perplexity Zukunftsszenarien für den Verkehr erstellen, die anschließend mithilfe einer weiteren KI visualisiert wurden. Firmengründer, Unternehmenschefs, Verkehrsteilnehmer und Verkehrsexpertin Barbara Lenz beurteilen anschließend, wie realistisch und sinnvoll diese Vorstellungen sind.
Damit stellt «Die Zukunft des Verkehrs – Nie wieder Stau?» letztlich die Frage, ob für eine funktionierende Mobilität tatsächlich eine technische Revolution erforderlich ist. Zwischen Flugtaxis, autonomen Fahrzeugen und Hochgeschwindigkeitssystemen steht dabei auch eine wesentlich bodenständigere Möglichkeit im Raum: Vielleicht wäre ein zuverlässig und pünktlich fahrender Zug bereits ein entscheidender Fortschritt.







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