Erst im März hatte Alexander Prinz seine zweijährige Zusammenarbeit mit Funk beendet und dabei ausführlich über die aus seiner Sicht schwierigen Produktionsbedingungen gesprochen. Nun kehrt der als „Der Dunkle Parabelritter“ bekannte YouTuber überraschend zum ARD-ZDF-Jugendangebot zurück. Mit «Prinz Weekly – Was machst du?» bekommt er einen neuen Podcast, der von Hallewood im Auftrag des MDR für Funk produziert wird.
Eine Rückkehr zu seinem bisherigen Modell ist das allerdings nicht. Prinz hatte im Frühjahr vor allem den enormen Aufwand hinter seinen aufwendig recherchierten YouTube-Videos kritisiert. Hunderte Quellen, Einblendungen und Überarbeitungen hätten dokumentiert und geprüft werden müssen. Die Zusammenarbeit habe deshalb wesentlich mehr organisatorischen Aufwand verursacht, als er vor seinem Einstieg bei Funk erwartet hatte. Mit seinem Abschied wollte Prinz unter anderem über seine «Parabelpost» wieder stärker auf eigene Strukturen setzen.
«Prinz Weekly – Was machst du?» verzichtet nun ausgerechnet auf jene großen Rechercheformate, die seine frühere Zusammenarbeit mit Funk geprägt hatten. Stattdessen steht Prinz als Gesprächspartner und Gastgeber im Mittelpunkt. Er lädt Menschen aus Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und der digitalen Medienwelt ein und konfrontiert sie mit hypothetischen Situationen und ungewöhnlichen Entscheidungen. Klassische Interviews über Karriere und Lebenslauf sollen ausdrücklich nicht im Mittelpunkt stehen.
Die Szenarien orientieren sich an aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen, dem Leben des jeweiligen Gastes oder bewusst absurden Alltagssituationen. Aus der Frage „Was machst du?“ sollen Gespräche über persönliche Werte und größere gesellschaftliche Entwicklungen entstehen. Dabei kann es unter anderem um Demokratie, Wissenschaft und die Folgen neuer Technologien gehen. Zu den ersten Gästen gehören YouTuberin Alicia Joe und „Känguru-Chroniken“-Autor Marc-Uwe Kling.
Die erneute Zusammenarbeit mit Funk passt zugleich zu einer Entwicklung, die sich bei Prinz zuletzt bereits abzeichnete. Statt ausschließlich lange Recherchevideos für seinen eigenen YouTube-Kanal zu produzieren, tritt er zunehmend als Moderator und Protagonist öffentlich-rechtlicher Formate auf. Für den SWR entstand zuletzt die dreiteilige «History or Mystery – Die Burgenchallenge mit Alexander Prinz», in der er gemeinsam mit prominenten Gästen historische Geschichten auf ihren Wahrheitsgehalt prüft.
Noch persönlicher wird es Ende Oktober beim ZDF. In der zweiteiligen Dokumentation «Heimweh – Sachsen-Anhalt mit Alexander Prinz» reist der gebürtige Sachsen-Anhalter durch seine Heimat und spricht mit Menschen über Identität, Zukunftsperspektiven und ihre Verbindung zum Bundesland. Die beiden Filme „Identität“ und „Perspektive“ stehen ab 25. Oktober im Streaming bereit und werden in der Nacht zum 29. Oktober im ZDF ausgestrahlt.







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