Quotencheck

«Eden – Du bezahlst für jede Lüge»

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Der Dating-Trash mit Lügendetektor entpuppte sich für ProSieben in Wahrheit als ganz ganz übler Flop – eine Rückkehr würde stark verwundern.

Mit «Eden – Du bezahlst für jede Lüge» wagte ProSieben im Sommer den Neustart eines Trash-Dating-Formats. Der Sender setzte dabei zunächst auf einen klassischen Donnerstagabend-Sendeplatz ab 22.15 Uhr. Was nach einem Reality-Experiment klang, entwickelte sich allerdings schon im linearen Fernsehen sehr schnell zum Quotendesaster. Im weiteren Verlauf wurde die Sendung immer später verschoben – bis sie schließlich tief in der Nacht versendet wurde.

Zum Auftakt am 16. Juli sah es bereits ernüchternd aus. Die erste Folge erreichte lediglich 0,19 Millionen Zuschauer und einen Gesamtmarktanteil von desolaten 1,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,07 Millionen und verheerende 3,0 Prozent gemessen. Die zweite Folge fiel anschließend auf 0,14 Millionen Zuschauer und 1,3 Prozent insgesamt zurück; bei den Jüngeren wurden 0,05 Millionen und blamable 2,6 Prozent erreicht. Damit war schon der Start weit von einem überzeugenden Auftakt entfernt.

Eine Woche später setzte sich die katastrophale Entwicklung fort. Am 23. Juli kam die erste Folge nur auf 0,15 Millionen Zuschauer und 1,1 Prozent. Die jüngere Altersklasse steuerte 0,07 Millionen und 2,9 Prozent bei. Die zweite Ausgabe verharrte ebenfalls bei 1,1 Prozent insgesamt und erreichte bei den Jüngeren 3,0 Prozent. Auch am 30. Juli blieb eine Trendwende aus: 0,14 Millionen Zuschauer und 1,2 Prozent standen für die erste Folge zu Buche, ehe die zweite Ausgabe auf nur noch 0,10 Millionen und 1,1 Prozent fiel. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren nur tiefrote 3,5 Prozent drin.

Im August ging es zunächst auf ganz niedrigem Niveau weiter. Am 6. August erreichte die erste Folge 0,15 Millionen Zuschauer und 1,1 Prozent, bei den Jüngeren waren es nur extrem peinliche 1,3 Prozent (0,05 Millionen). Die zweite Ausgabe kam ebenfalls auf 1,1 Prozent und 1,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Am 13. August wurden beim Gesamtpublikum nur noch 1,0 beziehungsweise 1,1 Prozent gemessen. Die jüngere Altersklasse kam in beiden Fällen auf 2,2 Prozent. Damit konnte «Eden» auch nach mehreren Wochen keinerlei erkennbare Zuschauerbasis aufbauen.

Besonders deutlich wurde der Niedergang am 20. August. Die erste Folge kam auf gerade einmal 0,06 Millionen Zuschauer und 0,5 Prozent Marktanteil – das ist vollkommen inakzeptabel. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen ebenfalls nur 0,01 Millionen und 0,5 Prozent zu Buche – das ist absolutes Sparten-Niveau und richtiggehende Bedeutungslosigkeit. Die zweite Ausgabe erreichte zwar 0,09 Millionen Zuschauer, blieb mit 1,0 Prozent insgesamt und 0,9 Prozent bei den Jüngeren aber ebenfalls im kaum noch relevanten Bereich. Danach war der reguläre Primetime-Abend für «Eden» faktisch Geschichte.

Die Konsequenz folgte unmittelbar: Am 27. August wurde das Format bereits um 1.53 Uhr ausgestrahlt. Die Reichweite schrumpfte auf gerade einmal 0,02 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 0,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 3,2 Prozent gemessen. Auch am 3. September startete «Eden» erst um 1.47 Uhr. Beide dort ausgestrahlten Teile erreichten jeweils lediglich 0,5 Prozent beim Gesamtpublikum; bei den Jüngeren waren es 1,2 beziehungsweise 0,7 Prozent – Hopfen und Malz waren längst verloren.

Am 10. September gab es ausgerechnet im tiefen Nachtprogramm noch einmal eine kleine statistische Erholung. Die erste Folge erreichte 0,06 Millionen Zuschauer und 2,0 Prozent, bei den Jüngeren wurden 4,6 Prozent erzielt, die den Braten aber selbstredend nicht mehr fett machten. Die zweite Ausgabe kam auf 1,8 Prozent insgesamt und 3,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die letzte erfasste Ausgabe am 17. September wurde ab 1.53 Uhr ausgestrahlt und erreichte nur noch 0,02 Millionen Zuschauer sowie 0,8 Prozent. Bei den Jüngeren waren es gerade einmal 0,6 Prozent – hier stand am Ende sogar eine nicht mehr messbare Reichweite und bedeutete einen bemitleidenswerten Schlussakt.

Über die gesamte Strecke kommt «Eden – Du bezahlst für jede Lüge» damit auf durchschnittlich lediglich 0,10 Millionen Zuschauer und 1,1 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Mittel 0,04 Millionen und 2,3 Prozent erzielt. Schon die lineare Bilanz ist damit die eines Vollflops. Der Neustart war damit nicht nur wegen der grottenschlechten Quoten im klassischen Fernsehen ein Rohrkrepierer. Statt über die zeitversetzte Nutzung zusätzliche Reichweite und Relevanz aufzubauen, blieb «Eden» auch in dieser Hinsicht deutlich hinter den erfolgreicheren Reality-Sendungen zurück – das wöchentliche On Demand-Ranking erreichte das Format nie.

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