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«Report München» erzählt vom Phantom der Geheimdienste

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Ein angeblicher Atomphysiker täuschte Unternehmen, Regierungen und Geheimdienste. Eine neue Dokumentation rekonstruiert die Geschichte des weitgehend unbekannten Doppelagenten.

Das Erste widmet sich am Dienstag, 3. November, um 21.45 Uhr einem außergewöhnlichen Fall aus der Zeit des Kalten Krieges. In der «Report München»-Dokumentation „Phantom der Geheimdienste“ rekonstruieren Stefan Meining und Benedikt Nabben die Geschichte eines Mannes, der sich über Jahre als Wissenschaftler ausgab, mit dem Bau von Atomwaffen warb und dabei Firmen und Regierungen um Geld brachte.

Sein Geschäftsmodell beruhte vor allem auf wechselnden Identitäten und einer überzeugenden Selbstdarstellung. Mal trat er als hochdekorierter Professor auf, mal präsentierte er sich als international bestens vernetzter Atomphysiker. Tatsächlich hatte er nach Angaben der Filmemacher keinen Abschluss an einer seriösen Universität erworben. Dennoch gelang es ihm, selbst in sensiblen politischen und wirtschaftlichen Bereichen Vertrauen aufzubauen.

Dabei beschränkten sich seine Aktivitäten offenbar nicht auf gewöhnlichen Betrug. Der Mann bewegte sich im Umfeld verschiedener Geheimdienste und agierte als Doppelagent. Seine Versprechen waren groß: Unter anderem stellte er in Aussicht, Atomwaffen bauen zu können. Mit Charme, erfundenen Qualifikationen und vermeintlichen internationalen Verbindungen soll er seine Gesprächspartner immer wieder von seinen Fähigkeiten überzeugt haben.

Für «Phantom der Geheimdienste» konnten die Autoren auf umfangreiches Material zurückgreifen. Tausende Seiten ehemals streng geheimer Akten bilden die Grundlage der Recherche. Hinzu kommen historische Bilddokumente sowie Gespräche mit Zeitzeugen. Daraus soll sich erstmals ein umfassenderes Bild des Mannes ergeben, dessen Name selbst Fachleuten heute weitgehend unbekannt ist.

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