Das ZDF widmet Katharina Fritzen am Samstag, 19. September 2026, um 12.00 Uhr eine neue Ausgabe von «einfach Mensch». Der Film „Katharina Fritzen: Für mich zählt jeder Tag!“ von Anne Waltermann steht bereits ab dem 8. September im Streaming-Angebot des Senders zur Verfügung. Die Dokumentation begleitet eine junge Frau, die mit einer seltenen und fortschreitenden Stoffwechselerkrankung lebt und sich dennoch möglichst viel Selbstständigkeit bewahren möchte.Bei Fritzen wurde bereits im Alter von vier Jahren Mukopolysaccharidose Typ IV diagnostiziert. Ihrem Körper fehlt ein für den Stoffwechsel notwendiges Enzym. Die Krankheit führt unter anderem zu Veränderungen des Skeletts, instabilen Gelenken, Schwerhörigkeit und Atemstörungen. Fritzen ist 1,15 Meter groß und kann sich aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen vor allem mit einem Laufrad oder Rollator fortbewegen. Da die Erkrankung fortschreitet, muss sie damit rechnen, dass ihr Alltag künftig schwieriger wird.
Die Dokumentation konzentriert sich allerdings nicht allein auf die medizinischen Folgen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, wie Fritzen ihr Leben organisiert und welche Lösungen sie für die zahlreichen praktischen Hindernisse findet. „Davor kann ich Angst haben oder mir mein Leben so gut wie möglich machen“, beschreibt sie ihren Umgang mit der Erkrankung. Freundschaften, ihr Studium und Sport spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Schon während ihrer Schulzeit musste Fritzen erleben, wie körperliche Einschränkungen auch soziale Ausgrenzung zur Folge haben können. Während andere Kinder über den Schulhof liefen, konnte sie nicht mithalten. Eine wichtige Veränderung brachte die Freundschaft mit Vanessa, die ebenfalls nur schwer Anschluss an die übrigen Schülerinnen und Schüler fand. Aus der Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute besteht.
Ein großer Schritt zu mehr Unabhängigkeit war für Fritzen zudem der Führerschein. Zuvor war sie für Fahrten zu Ärzten und anderen Terminen häufig auf ihre Mutter angewiesen. Schließlich fand sie eine Fahrschule, die auf Menschen mit Behinderung spezialisiert ist. Ihr Auto wurde entsprechend ihrer körperlichen Voraussetzungen umgebaut. Dadurch kann sie inzwischen auch selbstständig den Weg zu ihrer Hochschule zurücklegen.
Dort studiert Fritzen Ingenieurwissenschaften und verfolgt konkrete berufliche Vorstellungen. Nach ihrem Abschluss möchte sie in der Industrie arbeiten und finanziell auf eigenen Beinen stehen. Einen weiteren wichtigen Teil ihres Alltags bildet das Rollstuhl-Rugby. Fritzen spielt in einer inklusiven Mannschaft und trifft dort auf Mitspieler, die häufig größer und körperlich beweglicher sind. Diesen Nachteil versucht sie mit taktischem Verständnis auszugleichen.







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