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«La Folle Journée» kommt mit Verspätung

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Eineinhalb Jahre nach der Aufzeichnung bringt Arte das Abschlusskonzert des renommierten Klassikfestivals aus Nantes ins deutsche Fernsehen.

Arte zeigt am Sonntag, den 26. Juli, um 17.50 Uhr das Abschlusskonzert des Festivals «La Folle Journée de Nantes 2025». Die Aufzeichnung stammt bereits vom 2. Februar 2025 und erreicht das deutsche Fernsehpublikum damit rund 18 Monate nach ihrer Entstehung. Für das Kulturprogramm des Senders ist ein solcher zeitlicher Abstand allerdings keineswegs ungewöhnlich.

Das Konzert entstand im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Festivals, das heute zu den größten Klassikveranstaltungen Europas zählt. Die Jubiläumsausgabe stand unter dem Motto der großen Musikmetropolen und widmete sich insbesondere Wien und Paris. Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Johann Strauss II und Camille Saint-Saëns. Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem Klarinettist Lilian Lefebvre, das Fidelio-Quartett, die Geister Duo-Pianisten sowie Pianistin Sophia Liu, die gemeinsam mit dem Orchestre philharmonique de Nice unter der Leitung von Lionel Bringuier auftritt.

Dass zwischen Aufzeichnung und Ausstrahlung mehr als ein Jahr liegt, ist im Bereich der klassischen Musik keine Seltenheit. Anders als bei aktuellen Serien, Shows oder Sportübertragungen verlieren Konzertmitschnitte mit Werken des klassischen Repertoires kaum an Relevanz. Sender wie Arte greifen daher regelmäßig auf hochwertige Archivproduktionen zurück und platzieren diese flexibel im Programm. Besonders in den Sommermonaten setzt der deutsch-französische Kultursender verstärkt auf Konzertaufzeichnungen und Festivalmitschnitte.

Das Festival «La Folle Journée» wurde 1995 gegründet und hat sich seitdem zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Jährlich besuchen mehr als 150.000 Menschen die Veranstaltung in Nantes. Aus dem ursprünglich eintägigen Festival ist längst ein mehrtägiges Kulturereignis mit mehreren Hundert Konzerten geworden. Das nun ausgestrahlte Jubiläumskonzert bildet den musikalischen Schlusspunkt der Ausgabe 2025 und bietet einen Streifzug durch die Klangwelten zweier der bedeutendsten Musikstädte Europas.

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