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Kein schönes Quotenbild: Auch Spielfilm versagt zur Primetime

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Gegen die übermächtige Konkurrenz auf ZDF und RTL war ein Sat.1-Spielfilm nicht minder hilflos als die zuletzt gezeigten US-Serien.

Es war keine wirkliche Erfolgsgeschichte, die Sat.1 mit seinem US-Serienabend am Samstag schrieb. In den letzten Wochen und Monaten fiel vor allem «Navy CIS: L.A.»  immer mehr beim deutschen Publikum durch, zuletzt standen deutlich einstellige Marktanteile auch bei den jüngeren Zuschauern an der Tagesordnung. Um diesem Desaster ein Ende zu setzten, entschied sich der Bällchensender erst kürzlich dazu, die Primetime umzustellen und zunächst Spielfilme auszustrahlen. Dabei durfte zunächst der Abenteuerfilm «Die letzte Legion»  mit dem oscarnominierten Schauspieler Colin Firth auf Sendung gehen. Eine signifikante Besserung stellte sich jedoch nicht ein.

Gegen die harte Konkurrenz durch «Wetten, dass..?» und «Deutschland sucht den Superstar»  hatte der Sat.1 Film nämlich nichts zu melden, gerade einmal 2,17 Millionen Deutsche wollten den fünf Jahre alten Streifen sehen. Dies führte beim Gesamtpublikum zu einem sehr unbefriedigenden Marktanteil von nur 6,5 Prozent. Viel besser sah es aber leider auch beim jüngeren Publikum nicht aus, hier resultierten aus 0,96 Millionen Interessierten gerade einmal unterdurchschnittliche 7,4 Prozent.

Erst zu späterer Sendezeit durften die Menschen dann doch wieder die gewohnten US-Serien bewundern, wobei der Einäugige unter den Blinden bereits zuvor «Criminal Minds»  war. Leider liefen in dieser Woche beide Quotenrenner noch nach 22:20 Uhr, weshalb eine Wiederholung aus dem Jahre 2007 nicht mehr als 1,74 Millionen einzufahren wusste. Bei den Jüngeren sahen 0,90 Millionen Menschen zu, wobei der Marktanteil hier 7,5 Prozent betrug. Damit war dieser immerhin besser als beim Gesamtpublikum, denn hier entschieden sich nur 6,0 Prozent für Sat.1.

Gar nicht schlecht sah es in der Folge für «Navy CIS»  aus, auch weil sich die Konkurrenz langsam lichtete. Durchschnittlich 1,70 Millionen Deutsche sahen zu, der Marktanteil lag bei mauen 8,6 Prozent. Bei den Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren schaute aber deutlich freundlicher aus, denn 0,92 Millionen hatten immerhin noch sehr akzeptable 10,7 Prozent und damit einen soliden Marktanteil zur Folge.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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