US-Quoten-Woche

Woche #11: Es weihnachtet sehr in den USA

von  |  Quelle: Nielsen Media Research
Nichts ist schöner als die Vorweihnachtszeit und so sehen das aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Amerikaner. Die üblichen Weihnachtsklassiker und –specials bescherten den US-Networks erfreuliche Einschaltquoten.

Nachdem der amerikanische Broadcaster ABC den siebten Lauf der Celebrity-Tanzshow «Dancing With the Stars» beendete, durften in der ersten Dezemberwoche die typischen Weihnachtsklassiker ran. Während das Spezial «Shrek the Halls» auf 11,14 Millionen Menschen kam, stiegen die Reichweiten mit «Dr. Seuss‘ How the Grinch Stole Christmas» auf gute 11,41 Millionen US-Bürgern an. Da das Lead-In nicht mehr so üppig wie sonst ausfiel, brachen die Werte von «Samantha Who?» drastisch ein. Zwei neue Episoden lockten lediglich 6,28 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte. Die CBS-Sitcom «Two and a Half Men» (Bild) überzeugte mit einer alten Folge starke 13,63 Millionen Amerikaner. Egal ob Erstausstrahlung oder Wiederholung – es ist einfach kein Kraut gegen Charlie Sheen gewachsen.

Der zweite Tag in der Woche stand ganz im Zeichen des Marktführers beim Gesamtpublikum CBS. Bei den beiden Crime-Dramen «NCIS» und «The Mentalist» fieberten sage und schreibe 18,52 bzw. 18,74 Millionen Menschen mit. Ohne Zweifel hat der Free-TV Sender ein absolutes Dream-Team geschaffen. Ziemlich mies startete die achte Staffel der ABC-Comedy «According to Jim». Obwohl die Station gleich die ersten beiden Geschichten aus der neuen Edition ausstrahlte, hielt sich das Interesse daran in Grenzen. Nur 5,80 Millionen US-Bürger waren mit von der Partie. Diesmal könnte es mit der Absetzung tatsächlich hinhauen. Einen Grund zur Freude hatte NBC zu später Stunde mit dem Spin-Off «Law & Order: SVU». Ordentliche 10,33 Millionen Zuschauer ließen sich eine neue Folge nicht entgehen.

Auf FOX feierte am Mittwoch die neue Reality «Secret Millionaire» ihre große zweistündige Serienpremiere und fesselte 7,36 Millionen Amerikaner an die Bildschirme. Ein ganz passables Ergebnis – nicht mehr und nicht weniger. Ein spannendes Quotenduell zu Beginn der Primetime lieferten sich die beiden Networks CBS und NBC. Die Nase hatte jedoch CBS vorne, wenn auch nur ganz knapp. Die Wiederaufführung des Weihnachtsklassikers «Rudolph the Red-Nosed Reindeer» unterhielt 11,82 Millionen Zuseher und das Spezial «Christmas in Rockefeller Center» brachte es auf 10,32 Millionen Menschen. Wesentlich besser als sonst lief es für die beiden Krimis «Life» (Bild) und «Law & Order» mit 8,15 bzw. 11,31 Millionen US-Bürgern. Enttäuschend präsentierte sich die Fashion-Reality «Stylista» auf The CW. Sowohl eine neue als auch eine alte Episode begeisterten gerade einmal 1,25 Millionen Zuschauer.

Im großen Duell zwischen «CSI» und «Grey’s Anatomy» am Donnerstag behielt das Jerry Bruckheimer-Format die Oberhand mit 17,48 Millionen Amerikanern. Das ABC-Krankenhaus-Drama faszinierte immerhin 15,28 Millionen Zuseher – auch wenn die Sendung schon besseren Zeiten entgegen geblickt hat. Als wahrer Publikumsmagnet bewies sich das Special «Barbara Walters Presents: The 10 Most Fascinating People of 2008». Sehr starke 13,19 Millionen Menschen sahen sich das Programm an. Was bis heute nur wenige verstehen, ist die Tatsache das «Kath & Kim» von NBC eine volle Staffel zugesagt bekommen hat. Nur 4,91 Millionen US-Bürger interessierten sich für eine neue Geschichte des Neulings. Ausländische Adaptionen kommen wohl nicht immer beim US-Publikum an. Das Freshman-Drama «Eleventh Hour» übernahm zu später Stunde noch 62% von «CSI» und legte damit nur eine mäßige Performance hin (10,86 Millionen Zuschauer).



Überraschend anständig überstand der Alphabetsender ABC den neuen Todestag nach dem Samstag. Zuerst animierte «Der Grinch» ganz akzeptable 6,08 Millionen Amerikaner zum Einschalten, bevor das Nachrichtenmagazin «20/20» die Einschaltquoten leicht auf 6,44 Millionen Zuseher ansteigen ließ. Die beiden CBS-Dramen «Ghost Whisperer» und «Numb3rs» beeindruckten 9,71 bzw. 9,88 Millionen Zuseher und ließen die Konkurrenz ganz schön alt aussehen. Ein absolutes Desaster spielte sich um 21:00 Uhr auf NBC ab. Der «Sex and the City»-Klon «Lipstick Jungle» (Bild) enttäuschte 3,44 Millionen Menschen und hat dem Broadcaster wohl endgültig einen Grund gegeben den Stecker für die Show zu ziehen. Etwas, wenn auch nicht sonderlich viel besser lief es für das News-Magazine «Dateline NBC» (3,83 Millionen US-Bürger). Wie es aussieht, zieht «Lipstick Jungle» das Format deutlich nach unten. NBC sollte so schnell wie möglich eine Lösung für das Freitagabend-Problem finden, um mit der Konkurrenz ansatzweise mithalten zu können.

Obwohl der Samstagabend offiziell als Todestag bezeichnet wird, fieberten ordentliche 8,65 Millionen Zuschauer beim Spiel zwischen Oklahoma und Missouri in der Sportshow «ABC Saturday Night College Football» mit. Nach der Verbannung auf den Samstagabend läuft es für das NBC-Abenteuer-Drama «Crusoe» katastrophal. Lediglich 2,42 Millionen Amerikaner zog die Produktion in den Bann. Von 20:00 bis 22:00 Uhr kam das amerikanische Publikum in den Genuss der beiden Realities «Cops» und «America’s Most Wanted», die sich 5,58 bzw. 5,61 Millionen Zuseher nicht entgehen ließen. CBS‘ «48 Hours Mystery» weckte zu ganz später Stunde immerhin noch das Interesse von 6,68 Millionen Menschen. Wenige Sterne leuchten wohl doch noch am dunklen Samstagabendhimmel auf.

Die Primetime am letzten Tag in der Woche stand ganz klar im Zeichen von Amerikas Lieblingssport Football. Als erstes überzeugte die FOX-Football-Nachberichtserstattung «The OT» sehr starke 16,22 Millionen US-Bürger. Zur gleichen Zeit informierte CBS-Nachrichtenmagazin «60 Minutes» solide 13,79 Millionen Zuschauer. Eine Wiederaufführung des Nuklear-Dramas «Jericho» brachte es auf schwache 1,14 Millionen Amerikaner. Man könnte glatt denken, dass das US-Publikum nicht mehr an einer Fortsetzung der Show interessiert ist. Das 13. Staffelfinale der CBS-Reality «The Amazing Race» faszinierte 10,50 Millionen Zuseher und bestätigte somit die Durchschnittsquote des aktuellen Laufs. Am 15. Februar 2009 kehrt das Programm mit dem 15. Lauf auf die amerikanischen Mattscheiben zurück. Erneut glücklich konnte ABC mit dem Abschneiden seiner «Desperate Housewives» sein. Außerordentlich gute 16,09 Millionen Menschen sahen sich eine neue Episode aus der fünften Staffel an.


… ist «Desperate Housewives». Eine sehr gute Performance legten die Marc Cherry-Serie am ersten Sonntag im Dezember hin. Man kam endlich nochmal über die 16-Millionen-Marke hinaus und konnte damit den Ärzten des Seattle Grace Hospitals den Gar ausmachen.


… ist «Stylista». Gerade einmal 1,249 Millionen Zuschauer interessierten sich für eine neue Folge des Programms. Sogar eine Wiederholung schnitt mit 1,252 Millionen Amerikaner etwas besser ab. Eine zweite Staffel der Sendung rückt somit in weite Ferne.


… ist 11,880. Denn so viele US-Bürger sahen sich die Hallmark Hall of Fame-Produktion «Front of the Class», die extra für den amerikanischen Broadcaster CBS entwickelt wurde, an. In dem TV-Film dreht sich alles um einen Mann, der an dem berüchtigten Tourette-Syndrom leidet und versucht ein begnadeter Lehrer zu werden.


… ist «The Mentalist». Die neue Krimiserie mit Simon Baker («The Guardian») als Hauptdarsteller schlug schon mit dem Piloten ein wie eine Bombe. Nach und nach verbesserten sich die Einschaltquoten immer mehr bis man nun sogar das Lead-In «NCIS» überholte.

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