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Academy diskutiert, beide Ton-Kategorien bei den Oscars zusammenzulegen

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Die Oscars könnten sich entscheidend verändern: Innerhalb der Academy of Motion Picture Arts & Sciences wird darüber diskutiert, aus zwei Ton-Kategorien eine zu machen.

Der Unterschied zwischen Tonmischung und Tonschnitt, schnell erklärt:

  • Bester Ton (bzw. "Best Sound Mixing"): Die seit 1923 bestehende Oscar-Kategorie würdigt die fertige Klangwelt eines Films, also die Tonabmischung. Welche der Klangebenen sind wie laut, welche sind wie leise, auf welchen Lautsprechern wird was ausgespielt?
  • Bester Tonschnitt (bzw. "Best Sound Editing"): Die 1963 eingeführte, mehrfach umbenannte Kategorie würdigt das Erschaffen von Geräuschen. Das kann reale Geräusche ebenso umfassen wie völlig neu erfundene Klänge: Wie klingt das im Studio nachträglich erzeugte Wetzen eines rostigen Säbels in einem Piratenfilm? Wie klingt ein von A nach B flitzender, kübelförmiger Roboter?
24 Kategorien – das ist seit vielen Jahren der Status quo bei den Academy Awards, nämlich seit 2001. Damals wurde zuletzt eine neue Kategorie etabliert, und zwar die Sparte "Bester Animationsfilm". Nun wird innerhalb der Academy of Motion Picture Arts & Sciences darüber diskutiert, die Anzahl der Oscar-Kategorien auf 23 Stück zu reduzieren: Derzeit setzt sich ein Komitee dafür ein, die beiden Sparten "Bester Ton" und "Bester Tonschnitt" zusammenzulegen. Dieses Komitee setzt sich aus Mitgliedern der Ton-Sparte der Academy zusammen. Man sollte dem Folge leisten, dass "unsere Verantwortungen für die Klangwelt von Filmen immer mehr verwischen", urteilen die Soundmischerinnen, Soundmischer und Soundeffektleute, die sich für diesen Schritt aussprechen, in einer E-Mail, die 'The Hollywood Reporter' vorliegt.

Neben eigener Erfahrung legen sie auch Oscar-Statistiken als Argument vor: Seit die Kategorie "Bester Tonschnitt" von drei auf fünf Nominierungen pro Jahr aufgestockt wurde, ging in den meisten Fällen der Oscar in beiden Kategorien an ein und denselben Film. 13 Oscar-Verleihungen sind seither abgehalten worden, acht Mal holte sich derselbe Film beide Ton-Statuetten. Die Doppelgewinner sind «Das Bourne-Ultimatum», «Tödliches Kommando – The Hurt Locker», «Inception», Martin Scorseses 3D-Film «Hugo Cabret», «Gravity», «Mad Max: Fury Road», «Dunkirk»  und letztlich «Bohemian Rhapsody».

Diese Oscar-Statistik ist selbstredend mit Vorsicht zu genießen, da für die Oscar-Gewinner alle Stimmberechtigten abstimmen, während die Nominierungen von den jeweiligen Mitgliedern der Subbranchen gewählt werden. Die Übereinstimmungen der Oscar-Siege sagen also womöglich nur etwas darüber aus, dass der Rest der Academy keine klare Unterscheidung zwischen den beiden Sparten Tonmischung und Tonschnitt treffen kann. Dass aber mehrere Ton-Leute aus der Academy für eine Zusammenlegung eintreten, ist äußerst bemerkenswert. Schon vor drei Jahren wurde ein solches Gesuch bei der Academy eingereicht, doch dieses Mal nehme man sich ihm ernsthaft an. Das Subkomitee, das diesen Vorschlag unterstützt, argumentiert, dass eine Zusammenlegung auch für mehr Zusammenhalt innerhalb der Ton-Sparte der Academy sorgen würde.

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