Vermischtes

Das ultimative Tennis-Duell: „Borg vs McEnroe“

Die Filmbiographie „Borg vs McEnroe“ behandelt die Rivalität der beiden Tennis-Giganten Björn Borg und John McEnroe.

Herzstück des Films ist das Aufeinandertreffen der beiden im Finale von Wimbledon des Jahres 1980. In der skandinavischen Produktion spielt Hollywood-Star Shia LaBeouf seinen Landsmann John McEnroe, „Verschwörung“-Hauptdarsteller Sverrir Gudnason ist als Björn Borg zu sehen. Stellan Skarsgård spielt in einer weiteren Rolle Björn Borgs Trainer Lennart Bergelin.



Giganten-Duelle elektrisieren die Massen
Wenn zwei Sportgiganten aufeinander treffen, dann sieht die Öffentlichkeit meist gebannt zu. Das trifft nicht nur auf die Tenniswelt, sondern auf jede Sportart zu, die es schafft, die Massen zu begeistern. Als der Amerikaner Greg LeMond den französischen Rad-Nationalhelden Laurent Fignon bei der Tour de France mit einem Minimalvorsprung von nur acht Sekunden besiegte, war die Grand Nation geschockt. Der Sieg von Ben Johnson über Carl Lewis bei Olympia 1988 in Seoul begeisterte die Leichtathletik-Fans weltweit, allerdings nur so lange, bis Johnsons Dopingtest positiv war.

Das Duell Björn Borg gegen John McEnroe hat sich nicht als einziges Match in den Annalen der Sportgeschichte verewigt. Es ist gerade erst einige Wochen her, als sich Novak Djokovic und Roger Federer im längsten Wimbledon-Finale der Geschichte einen Kampf bis aufs Blut lieferten. Djokovic behielt die Oberhand, er gewann das Match, wie er selbst nachher bestätigte, im Kopf und nicht auf dem Spielfeld. Jetzt steht mit dem US-Open das vierte und letzte Grand Slam Turnier des Jahres vor der Tür und wieder gilt Djokovic als Favorit, noch vor Rafael Nadal und Roger Federer. Die drei besten Tennisspieler der Welt sorgen durch ihren beinharten Konkurrenzkampf für Spannung im internationalen Tennis und damit auch für tolle Einschaltquoten bei den TV-Sendern.

Das Duell um die Vorherrschaft
„Borg vs McEnroe“ behandelt die Rivalität der beiden Superstars. Es ist eine altbekannte Geschichte. Ein langgedienter Star muss noch einmal gegen seinen aggressiven potentiellen Nachfolger antreten, um sich und der Welt zu beweisen, dass er immer noch der Beste der Welt ist. Zum Zeitpunkt der Geschichte war Björn Borg der beste Tennisspieler der Welt. Erst 24 Jahr alt, fühlte er sich müde und ausgebrannt, doch das Duell um den Sieg in Wimbledon mobilisierte noch einmal seine Kräfte.

Schließlich gilt es den erst 20-jährigen Newcomer John McEnroe, der Schlagzeilen ohne Ende produziert, in die Schranken zu weisen. Der Exzentriker will unbedingt an die Spitze, der Einzige, der ihm dabei noch im Weg steht, ist die Tennis-Legende Björn Borg. Während sich der Schwede mit seinem Trainer Lennart Bergelin auf den Kampf vorbereitet, dominiert der Hitzkopf McEnroe die internationalen Schlagzeilen. Wer wird am Ende aus diesem Kampf der Giganten als Sieger hervorgehen?

Die Gegner im Portrait
Der Schwede Björn Borg war einer der weltweit dominanten Tennisspieler in der zweiten Hälfte der 70er und zu Beginn der 80er Jahre. Er gewann insgesamt elf Grand-Slam-Titel, darunter fünf Mal hintereinander in Wimbledon und sechs Titel bei den French Open in Paris. Seine Duelle gegen Jimmy Connors und eben John McEnroe sind legendär. Er revolutionierte mit einer neuen Schlag- und Grifftechnik das Tennisspiel. Als erster Profi-Tennisspieler überhaupt verwendete er eine andere Griffhaltung für Rückschläge. Ein Comeback im Jahr 1991 endete desaströs.

Der US-Amerikaner John McEnroe dominierte den Tennissport in der ersten Hälfte der 80er Jahre. Er gewann sieben Grand-Slam-Turniere im Einzel und neun im Doppel. Als begnadeter Doppelspieler gewann er sage und schreibe 29 Turniere, sowohl im Einzel, als auch im Doppel. Der unorthodoxe Angriffsspieler war berüchtigt für seine ausufernden Wutanfälle auf dem Platz. Seine Provokationen machten den Choleriker McEnroe zu einer der umstrittensten Spielerpersönlichkeiten seiner Zeit.

Spannendes Tennis
Der Film erhielt von der internationalen Kritik wohlwollende Besprechungen. Hauptdarsteller Shia LaBeouf galt als Idealbesetzung für das aufbrausende Temperament von John McEnroe. Schließlich weisen beide Stars ähnliche Charakterzüge auf. Sverrir Gudnason wurde attestiert als Doppelgänger von Björn Borg eine faszinierende Darstellung abgeliefert zu haben. Das Ambiente des Films sei zeitgemäß, die Feinheiten des Tennisspiels gut herausgearbeitet, befanden die Kritiker. Das Aufeinandertreffen der beiden Stars werde zwar zu bombastisch vorbereitet, das Finale selbst hingegen biete Tennis-Spannung, wie man sie nie zuvor auf der Kinoleinwand gesehen habe. An den Kinokassen kam der Film hingegen nicht so gut an, das Einspielergebnis beläuft sich bisher auf magere 3,3 Millionen Dollar weltweit.

Die goldene Ära
Der Film „Borg vs McEnroe“ ruft den Tennis- und Filmfans eine der faszinierendsten Zeiten im Profi-Tennissport in Erinnerung. Die beiden großen und doch so unterschiedlichen Persönlichkeiten Björn Borg und John McEnroe prägten eine ganze Generation und begeisterten, sowie inspirierten zahlreiche Nachwuchsspieler.

Kurz-URL: qmde.de/111762
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger Artikel«Bachelor in Paradise»: Nicht mehr auf Rekordniveau, aber dennoch starknächster ArtikelNeue Staffel: «The Taste» beginnt wieder im Oktober
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Optionen

Drucken Merken Leserbrief


Werbung


E-Mail:

Quotenletter   Mo-Fr, 10 Uhr

Abendausgabe   Mo-Fr, 16 Uhr

Datenschutz-Info

Letzte Meldungen

Werbung

Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipps

Joe Diffie an Corona-Virus Infektion verstorben
Country-Sänger Joe Diffie ist im Alter von 61 Jahren verstorben. Am Sonntag, den 29. März 2020, verstarb das Grand Ole Opry Mitglied Joe Diffie im ... » mehr

Werbung