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Interview

«Berlin - Tag & Nacht»-Macherin Miriam Ulrich: 'Wir werden einen Ruck in der «BTN»-Welt verursachen'

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Am Mittwoch läuft die 2000. Folge der RTL II-Vorabend-Serie. Die Liebe zwischen Joe und Peggy steht im Mittelpunkt - und es soll zu einem Showdown kommen, der große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf hat. Wie Miriam Ulrich, Executive Producerin der Serie, die Zukunft plant, wie sich die Serie in den vergangenen Monaten veränderte und ob die Zuschauer bald neue Figuren zu sehen bekommen, verrät sie im Exklusiv-Interview.

Zur Person: Miriam Ulrich

Die Executive Producerin für «Berlin – Tag & Nacht» war zuvor bei verschiedenen Produktionsfirmen als Realisatorin, Autorin und Redakteurin für die inhaltliche Umsetzung von Formaten wie «Verklag mich doch!», «K11 – Kommissare im Einsatz», «Richter Alexander Hold» oder «Galileo Big Pictures» verantwortlich. Vor ihrem Engagement bei filmpool entertainment war die 44-Jährige als Executive Producerin bei RTL II tätig und hat dort den erfolgreichen Relaunch von «Köln 50667» sowie «Berlin – Tag & Nacht» umgesetzt.
2000 Folgen «Berlin – Tag & Nacht» – mal generell gefragt. Was ist in diesen acht Jahren gleich geblieben, was hat sich verändert?
In all den Jahren sind wir uns treu geblieben und haben unseren Markenkern beibehalten. Dabei aber stetig versucht, unsere Zuschauer mit neuen Geschichten, aktuellen Themen, großen Emotionen und viel Leidenschaft zu überraschen. Die größte Veränderung aber gab es in den letzten anderthalb Jahren, als wir angefangen haben, von unserem Doku-Style abzuweichen und Szenen aufzulösen.

Von Beginn an dabei sind Figuren wie Joe zum Beispiel. Sind diese Charaktere wichtiger Anker oder ginge es auch ohne sie?
Natürlich ist ein starker Charakter wie Joe wichtig, um die Identifikation des Zuschauers mit der Serie zu stärken und einen hohen Wiedererkennungswert zu generieren. Aber letztendlich ist nicht ein einzelner Charakter für den Erfolg einer täglichen Serie verantwortlich, sondern die gute Mischung eines starken Ensembles.

Wo wir schon bei Joe sind; es wird hektisch um ihn in Folge 2000… Nehmen Sie uns doch mal mit in die Welt von Joe und sagen sie uns, was ihn in der nächsten Zeit erwartet.
Joe hat eine lange Reise hinter sich. Seit Anbeginn der Serie erzählen wir seine und Peggys Liebesgeschichte. In Folge 2000 wird es zum Showdown dieser Liebe kommen. Ob die zwei sich finden oder ob es ein tragisches Ende gibt, müssen Sie sich anschauen. Es lohnt sich. Eines sei aber vorweggenommen: Der Showdown wird das Leben von Joe und dem gesamten Freundeskreis kräftig durcheinander wirbeln.

Wie lange und groß werden Sie diese Geschichte auch nach Folge 2000 noch erzählen?
Die Geschichte wird so viel Platz bekommen, wie sie benötigt, versprochen!

Ein Format lange On Air zu halten, ist ein stetiger Prozess, bei dem man immer wieder reflektieren und nachjustieren muss. Im Zuge dessen haben wir Anfang des Jahres kurz innegehalten und angefangen die positiven Elemente des Doku-Styles und die des Auflösens zu mischen.
Executive Producerin von «Berlin - Tag & Nacht»
Im vergangenen Jahr hatte sich «BTN» optisch verändert, es gab Bildschnitte, die Serie wurde „Fiktionaler“. Dieses Rad haben Sie wieder ein bisschen zurückgedreht. Warum?
Ja, wir haben tatsächlich das Dogma des Doku-Styles aufgehoben. Regie und Darsteller haben bei dieser Umstellung viel geleistet. Überhaupt haben alle Gewerke an einem Strang gezogen. Das war wunderbar zu beobachten. Ein Format lange On Air zu halten, ist ein stetiger Prozess, bei dem man immer wieder reflektieren und nachjustieren muss. Im Zuge dessen haben wir Anfang des Jahres kurz innegehalten und angefangen die positiven Elemente des Doku-Styles und die des Auflösens zu mischen. So behalten wir unseren USP, das« BTN»ige, authentische Lebensgefühl und profitieren aber gleichzeitig von den wunderbar emotionalen und nahen Momenten in der Auflösung.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass die Quoten im Winter etwas schwächer waren als sonst. Wieso passierte das aus Ihrer Sicht?
Bei jeder Serie und alle Jahre wieder gibt es Phasen, in denen die Quoten schwächeln. Dies hat meist mehrere Gründe. Oft sind es Begebenheiten, die man selbst nicht beeinflussen kann. Was wir aber immer in solch einer Situation machen müssen: hinterfragen, justieren und dann wieder weitermachen. Und auch jetzt gehen die Quoten wieder hoch.

Welche Themen werden die Serie im Herbst dominieren?
Wir werden im Herbst mit Geschichten aufwarten, die einen Ruck in der «BTN»-Welt verursachen werden. Schicksale und Lebensverläufe, die der Zuschauer so nicht erwartet. Ich bin gespannt, wie unsere Charaktere und ihre Schicksale von den Zuschauern aufgenommen werden. Ich hoffe, sie fiebern, leiden und lachen mit ihnen.

Für Fans ist ja immer interessant, ob neue Figuren auftauchen werden. Gibt es da schon konkrete Pläne?
Ja, es werden neue WG-Bewohner dazu kommen, die an der Seite unserer beliebten Charaktere, die WGs ganz schön aufmischen werden. Neuer Schwung, neue Gesichter, neue Geschichten – auch das verspricht der Herbst.

Danke für das Gespräch.

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