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Wetterdienste im Vergleich: Wer hat die Nase vorne?

von   |  2 Kommentare

Im Internet gibt es für das Wetter in Deutschland und auch für das Ausland eine Vielzahl an Wetterseiten, die alle über die verschiedenen Wetterlagen an unzähligen Orten informieren. Jede Seite wirbt damit, das Wetter schon für einen langen Zeitraum voraussagen zu können, doch wie gut sind diese Prognosen? Und vor allem: welcher Wetterdienst wird am meisten genutzt und hat somit auch am meisten Einfluss?

Die Menschen möchten wissen, wie das Wetter für heute und die nächsten Tage werden wird. Dafür nutzen die Menschen meistens das Internet oder diverse Apps auf den Smartphones. Hierbei wird eine große Auswahl an verschiedenen Wetterdiensten geboten. Zu den bekanntesten gehören Wetteronline.de, wetter.com und wetter.de. Einige andere Dienste, wie Wetter24.de oder wetter.net, haben im Vergleich mit den drei oben genannten, dominierenden Seiten, deutlich weniger Seitenaufrufe zu verzeichnen. Laut einem Testergebnis von Stiftung Warentest beim Vergleich verschiedener Wetterseiten geben die fünf erwähnten Dienste für den aktuellen Tag immer eine sichere Vorhersage. Doch wie sieht es im Verlauf für die nächsten Tage aus und welche verschiedenen Zusatzinformationen und Features bieten die einzelnen Seiten?

Wetteronline.de ist ohne Zweifel der meistgenutzte Wetterdienst. Nach Informationen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, kurz „IVW“, hatte dieser Wetterdienst in den vergangenen sechs Monaten im Vergleich zu den Konkurrenten immer die meisten Aufrufe erzielt, wobei sich die Anzahl der Seitenaufrufe seit Februar 2019 stetig erhöht haben. Für Juli 2019 liegen die Aufrufe bei etwas mehr als 500.000.000, online sowie auch bei mobilen Geräten. Der Mitstreiter Wetter.com beispielsweise konnte nur zirka 271.000.000 Klicks verbuchen. Die Seite bietet aber auch noch einige Zusatzinformationen zu Gesundheit, wie Pollenflug und Ozonwerte, aber auch zu Reisen wie Informationen zum Klima und zu aktuellen Wassertemperaturen. Die Seite bietet eine Prognose für die kommenden 14 Tage, wie auch Wetter.de. Überzeugen kann Wetteronline.de jedoch mit dem Wetterradar, das immer fortlaufend für die nächsten zwei Stunden, den gesamten heutigen Tag und den kommenden Tag, die Wetterveränderungen mit Computerbild aus der Satellitenperspektive darstellt.

Wetter.com ist laut AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung) inklusive App bei 20,46 Millionen Usern, das Unternehmen sagt von sich, dass es damit Marktführung sei. Man habe jeden Vierten in Deutschland erreicht.

Wetter.com und Wetter.de gehören zu den wichtigsten Seiten. Diese sind allerdings nicht von einer unabhängigen Institution wie bei Wetteronline.de, sondern gehören zu bekannten Medienhäusern. wetter.com wird von der ProSiebenSat.1 Media SE veranstaltet, wetter.de gehört über eine Tochterfirma zur Mediengruppe RTL Deutschland. Auch wenn die beiden Wetterdienste nicht so viele Aufrufe verzeichnen können wie der Marktführer, sind es im Vergleich zu anderen doch noch ziemlich viele: wetter.com kann, wie oben schon genannt, für Juni 2019 um die 271.000.000 Aufrufe zählen, wetter.de zirka 57.000.000 Klicks. Damit gehören die zwei Wetter-Seiten allerdings noch zu den größten Angeboten im deutschsprachigen Internet.

Die beiden Seiten haben dann doch noch einige Unterschiede. Angefangen mit wetter.com wird hier eine Vorhersage für 16 Tage gegeben, diese kann allerdings nur noch wenige hilfreiche Angaben liefern. Punkten kann die Seite aber mit der Vorhersage für Temperatur und Niederschlag, denn hier urteilte Stiftung Warentest im Jahr 2014, dass die sichersten Prognosen getroffen werden. Auf der Seite finden sich sogar aktuelle Mitteilungen zur Wetterlage an deutschen Flughäfen und in deutschen Freizeitparks. Auch werden Zusatzinformationen rund um das Wetter geboten: Urlaubswetter, Gartenwetter, Freizeitangebote je nach Wetterlage und ein Wetterlexikon stehen für die Besucher der Seite zur Verfügung. Seit einiger Zeit schon gibt es außerdem das „Wetternetzwerk“, bei dem der Benutzer selbstständig Informationen von Wetterstationen aus verschiedenen Ländern abrufen kann.

Bei wetter.com sind seit Mitte Juli dieses Jahr einige Neuerungen zu finden: Es gibt ein neues Studio, in dem die Wettervideos für die Website und die App gedreht werden, das einem Newsroom ähnelt. Die verschiedenen Videoformate haben zudem neue Namen bekommen: „3-Tage-“ und „7-Tage-Vorhersage“ werden nun als „Deutschland Aktuell“ und „Deutschland Trend“ online gestellt. „Deutschland Kompakt“ ist die Zusammenführung von „Wetter am Abend“ und „Wetter Heute“. Um die User noch besser anzusprechen, wurden die Formate der Videos auf zwei verschiedene Varianten aufgeteilt: mal mit Moderation und mal automatisiert. Ein Versuch von wetter.com, die Berichterstattung für Benutzer noch ansprechender zu machen und noch mehr Aufrufe zu erlangen, so Laura Schlüter, Newsroom-Chefin der Wetterseite.

Der Konkurrent der RTL interactive GmbH, wetter.de, versucht mitzuhalten. Es gibt zwar keine Neuerungen, aber auch hier werden wie bei Wetteronline.de Informationen zum Wetter speziell in Deutschland und für die Länder der ganzen Welt gegeben. Die Prognosen von wetter.de reichen bis zu 14 Tage in die Zukunft, also fast genauso weit wie wetter.com Vorhersagen gibt. Die Seite bietet außerdem noch eine 28-Tage-Temperaturprognose, die jedoch nur einen Trend der Temperaturentwicklung angibt. Bei diesen Voraussagen können durch die lange Reichweite nicht mehr wirklich hilfreiche Angaben gegeben werden. Des Weiteren werden Wettervideos und auch Live-Wetterkameras angeboten, welche aber auch in ähnlichem Format auf wetter.com und Wetteronline.de zu finden sind. Eine Gemeinsamkeit haben alle drei Wetterdienste: es gibt die Wetterinformationen auf der eigenen Homepage, zudem auch noch als App für mobile Geräte.

Offensichtlich ist also nicht, welcher Wetterdienst nun der Beste ist. Wetteronline hat zwar viele Aufrufe, dennoch nicht die besten Vorhersagen. Bei wetter.com gibt es immerhin ein paar Erneuerungen, diese haben bisher jedoch nicht viel verändert. Und wetter.de kann mit anderen Informationen rund ums Wetter auch nicht wirklich punkten. Es bleibt also jedem selbst überlassen, welchen Wetterdienst man wählt, es wird sicherlich überall mal eine falsche Prognose dabei sein.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
0paKY
31.07.2019 17:16 Uhr 1
Wetteronline.de ist ohne Zweifel der meistgenutzte Wetterdienst.



Was nützt meist geklickt, wenn ungenau? Der Wohnort ist auf der Karte nicht zu erkennen, der nächste Ort eingezeichnet 40 km entfernt, die Wetterstation 25 km in einer andere Richtung. Da ist würfeln sicherer.



Wetteroffline.de ist da schon besser.
Quotermain
01.08.2019 09:27 Uhr 2
WetterOnline?

Das war doch der Laden, der dafür sorgte das die App vom Deutschen Wetterdienst kostenpflichtig wurde?

Ich also Daten, die durch Steuergelder finanziert wurden nicht mehr einsehen kann?



Ich kannte Wetteronline vor der Klage nicht und werde es auch weiterhin nicht nutzen?



Warum wurde die App vom DWD nicht erwähnt?

Die warnt nicht nur vor Unwettern, sondern zeigt ebenfalls Wetterprognosen und Gewitterfronten.



Wenn es jemandem nur um Unwetter geht, kann man schlicht NINA nutzen.

Da wird auch vor Unwettern gewarnt, die der DWD meldet..und nebenbei auch vor Evakuierungen(z.B. zu entschärfenden Bomben) oder Bränden.

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