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SPD-Beben: Polit-Chaos beschert «Anne Will» beste Quote seit 2017

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Auch der «Brennpunkt» profitiert. Das News-Special im Ersten war bei den Jungen so gefragt wie seit 2016 nicht mehr. Starke Quoten verzeichnete auch «RTL Aktuell», während die Auswirkungen des Bebens auf die News-Sendungen von ProSiebenSat.1 als eher gering zu bezeichnen sind.

«Anne Will»: Gäste am 2. Juni

  • Olaf Scholz (SPD)
  • Norbert Röttgen (CDU)
  • Luisa Neubauer ("Fridays for Future"-Aktivistin)
  • Claudia Kade (Leiterin des Politikressorts bei "WELT")
  • Cerstin Gammelin (Süddeutsche Zeitung)
Die schlechten Wahlergebnisse bei der EU-Wahl, die Niederlage in Bremen und neue Schock-Umfragen für die Sozialdemokraten am Wochenende (wonach die SPD nur noch auf zwölf Prozent bei den Umfragen kommt, dafür aber die Grünen die meiste Zustimmung erhalten), haben Folgen. Parteichefin Andrea Nahles warf am Sonntagvormittag die Brocken hin. Das Polit-Beben, das nun auch den Fortbestand der Großen Koalition in Gänze infrage stellt, war am Sonntagabend Thema in zahlreichen TV-Sondersendungen. So zeigte Das Erste zum Beispiel einen 15 Minuten langen «Brennpunkt»  mit Tina Hassel ab 20.15 Uhr. Dieser kam auf 21,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Das News-Special war somit so erfolgreich wie kein anderer «Brennpunkt» seit dem Jahr 2016.

Fairerweise muss gesagt werden, dass wohl Viele auf den Start des Österreich-«Tatorts» warteten. Der Krimi kam ab 20.30 Uhr auf 20,5 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag die gemessene Reichweite zunächst bei 1,76, dann bei 1,86 Millionen. Insgesamt holte der Primetime-Krimi 7,42 Millionen Zuschauer und wurde somit klarer Tagessieger – noch vor dem «Brennpunkt», den 6,86 Millionen Menschen ab drei Jahren sehen wollten. Ab 22 Uhr warf «Anne Will»  ihr geplantes Thema um. Anstatt über das Klima und eine mögliche CO2-Steuer zu sprechen, talkte sie – unter anderem mit SPDs Olaf Scholz und CDUs Norbert Röttgen – über die SPD-Personalien und deren Auswirkungen.

Dem einstündigen Format brachte dies 17 Prozent Marktanteil insgesamt und somit die beste Quote seit Herbst 2017. Bei den Jungen fanden sich 9,5 Prozent ein, mit Ausnahme der vorherigen Sendung lief seit 2017 keine Ausstrahlung des Polit-Talks besser.

Auch das ZDF berichtete in Sondersendungen über das politische Berlin. Auf 14,3 Prozent Marktanteil kam ein «ZDF Spezial»  zwischen 19.15 und 19.40 Uhr – 2,88 Millionen Menschen schalteten ein. Das «heute-journal»  ab kurz vor 22 Uhr punktete mit 4,09 Millionen Zuschauern und guten 16,2 Prozent Marktanteil. Das halbstündige Magazin mit Claus Kleber holte 6,6 Prozent bei den Jungen. Bei den Privaten darf sich «RTL Aktuell»  über eine sehr hohe Sehbeteiligung freuen. Die Hauptnachrichten der Kölner überzeugten mit 16,4 Prozent Marktanteil bei den Jungen. Gegenüber dem Lead-In stieg die Quote um rund drei Prozentpunkte. Insgesamt informierten sich beim Sender 2,64 Millionen Menschen.

Keine allzu großen Auswirkungen hatte das aktuelle Geschehen auf die News-Sendungen der ProSiebenSat.1-Gruppe. Die «Sat.1 Nachrichten» um 19.55 Uhr holten passable 8,8 Prozent Marktanteil bei den Jungen, «Newstime»  um 18 Uhr kam bei ProSieben auf gute 12,1 Prozent, während es für die «kabel eins News»  um 17 Uhr mit nur 3,5 Prozent nicht gut aussah.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/109798
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