Primetime-Check

Dienstag, 30. März 2010

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Wie viele Deutsche wollten den Champions League-Kracher sehen? Wie gut liefen «Monk» und «House» zum Staffelabschluss?

Wer an der Stelle des Tagessiegers einen der üblichen Verdächtigen erwartet hatte, wurde vom deutschen Publikum eines Besseren belehrt: Dieses war am Dienstagabend mal wieder in Fußballlaune und führte «ran» zu seinem bislang stärksten Abend seit seiner Rückkehr. Schon die Vorberichte liefen mit 3,41 Millionen Zuschauer und 10,7 Prozent Marktanteil besser als sonst, insbesondere in der Zielgruppe gab es mit 12,6 Prozent sogar ziemlich ordentliche Werte. Richtig anziehen sollten die Quoten aber erst zu Spielbeginn, wo 7,02 Millionen Menschen die erste und sogar 8,89 Millionen die zweite Halbzeit des Europapokal-Klassikers Bayern München gegen Manchester United einschalteten. Bei den 14- bis 49-Jährigen sprangen dank 3,03 Millionen 21,4 Prozent ab 20:45 Uhr heraus, beim zweiten Durchgang führten eine Stunde später sogar 3,68 Millionen zu einem fantastischen Wert von 28,5 Prozent. Davon profitierte auch die Studioshow am Anschluss, der noch 4,58 Millionen Fußballfans beiwohnten.

Angesichts dieser fußballerischen Übermacht ist es der ARD-Nonnenserie «Um Himmels Willen» hoch anzurechnen, dass sie dennoch sehr ordentliche 7,61 Millionen Deutsche zu generieren vermochte. Mit 23,2 Prozent war die Serie zunächst sogar noch das reichweitenstärkste Format. Im Anschluss aber musste «In aller Freundschaft» ein wenig Federn lassen und konnte nur noch 18,9 Prozent mit 6,41 Millionen Serienfans begeistern. Beim jungen Publikum blieben beide Serien mit 8,3 Prozent und 7,0 Prozent zwar nicht völlig ungeachtet, jedoch gab es bei ihnen eine deutliche Präferenz hinsichtlich anderer Sender. Beispielsweise RTL, dessen «CSI: Miami» in dieser Woche 5,34 Millionen Deutsche guckten. Zwar gab es gleich zwei Sender, die diesen Wert schlagen konnten, in der Zielgruppe lief es mit 3,17 Millionen und 24,8 Prozent jedoch erneut fantastisch. Im Gegensatz zu «Dr. House» und «Monk», die auch zum jeweiligen Staffelfinale leichte Sorgen bereiten. «House» erzielte zwar mit 2,90 Millionen aus der werberelevanten Zielgruppe starke 20,4 Prozent, gerade beim Gesamtpublikum sind aber 4,20 Millionen und 12,8 Prozent nicht mehr das, womit die Serie noch vor einem Jahr seine größten Quotenerfolge feiern konnte. Auch Adrian Monk tat sich zum Abschluss seiner siebten Staffel schwer: 2,98 Millionen Fans schauten dem schrulligen Detektiv bei seinen Ermittlungen zu, bei jung und alt hatte man es angesichts 17,9 Prozent und 12,3 Prozent Marktanteil schwer, über den Senderschnitt zu gelangen.

Ähnlichen Kummer hatte auch ProSieben mit seinem Dienstagsprogramm. Normalerweise zu einer festen Bank geworden, konnten «Die Simpsons» in dieser Woche nur jeweils 6,3 Prozent des Gesamtpublikums bei 2,02 Millionen bzw. 2,13 Millionen erreichen. Zumindest beim jungen Publikum rettete man sich mit 13,5 Prozent und 12,9 Prozent deutlich über den Senderschnitt. Ähnliche Werte fuhr auch Charlie Harper ein, dessen Frauengeschichten von 2,20 Millionen Menschen gesehen wurden. Stark lief zu später Stunde noch die zweite Episode von «Scrubs», die mit 1,81 Millionen Zuschauern schon beim Gesamtpublikum auf gute 9,0 Prozent kam. Beim jungen Publikum gab es gar 1,58 Millionen Serienfreunde, was wirklich gute 16,9 Prozent Marktanteil bedeutete. Der letzte Sender, der am Dienstagabend noch für ordentliche Quoten sorgen konnte, war dann RTL II, das mit «Zuhause im Glück» über zwei Stunden 1,76 Millionen vor die Geräte fesselte. Mit 5,4 bei allen und 7,2 Prozent bei den Jungen lief es gar nicht schlecht, vor allem angesichts der harten Konkurrenz.

Weniger gut lief es für VOX, die mit «Goodbye Deutschland» wieder einmal den Migrationsspaß ankurbeln wollten und gerade einmal 1,52 Millionen Hobby-Auswanderer vor die Geräte lockten. Vor allem bei den Jüngeren Zuschauern sollte der Sender eher hoffen, dass die wenigen Zuschauer in Deutschland bleiben, denn 6,0 Prozent sind schon jetzt klar unterdurchschnittlich. Ebenfalls genau 6 Prozent in der Zielgruppe generierte die Abspeck-Show «The Biggest Loser», jedoch lief es hier mit insgesamt 1,24 Millionen Zuschauern beim Gesamtpublikum geringfügig schwächer als bei der Konkurrenz. Ein ganz großer Flop wurde das Portrait zu «Helmut Kohl», denn der "Kanzler der Einheit" tangierte gerade einmal 1,83 Millionen Bundeshaushalte. Schon hier lief es mit gerade einmal 5,5 Prozent richtig schwach, die jungen Zuschauer wurden jedoch erst recht abgeschreckt: Nur 430.000 Menschen sahen zu, dies entsprach 3,3 Prozent.

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