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Enttäuschung über «Justice League»: Warner Bros. will DC Films umbauen

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Die Bosse bei Warner Bros. suchen Verantwortliche für das enttäuschende «Justice League»-Kinoergebnis und lassen daher das Personalkarussell laufen.

Nach dem überragenden Erfolg von «Wonder Woman» an den US-Kinokassen und überaus zufriedenstellenden globalen Zahlen für das Amazonenabenteuer schien das DC-Filmuniversum auf der Erfolgsgeraden angekommen. Doch dann kam «Justice League», und nun wird bei DC Films und Warner Bros. hinter den Kulissen eifrig umstrukturiert. Laut 'Variety' sind die Konzernbosse mit der Publikumsresonanz auf das neuste DC-Superheldenspektakel so unzufrieden, dass sie Produzent Jon Berg mit sofortiger Wirkung seines Postens als Hauptverantwortlicher der Warner-Bros-Comicverfilmungen entheben. Zwar wird Berg das Warner-Bros-Studio nicht verlassen, aber mutmaßlich selbst in kleinerer Funktion nicht weiter im Sektor für Comicadaptionen tätig sein, sondern in anderen Segmenten des Hollywoodstudios.

Auch Comicschöpfer Geoff Johns erhält einen neuen Aufgabenbereich. Johns wirkte an den Drehbüchern einiger DC-Filme aus den vergangenen Jahren mit und bekam laut Brancheninsidern in den letzten Monaten noch eine wichtigere Position in Aussicht gestellt: Angeblich wollten Warner Bros. und DC Films ihn sozusagen als "Showrunner" des DC-Filmuniversums positionieren, ähnlich wie Kevin Feige die Geschicke der Filme aus dem Marvel Cinematic Universe leitet. Nun aber soll sich das Blatt gewendet haben – gemäß 'Variety'-Informationen soll Johns künftig bloß noch als Berater fungieren.

DCs Filmuniversum an den deutschen Kinokassen

  1. «Suicide Squad» (2016; 1,61Mio. Besucher)
  2. «Batman v Superman - Dawn of Justice» (2016; 1,53 Mio. Besucher)
  3. «Wonder Woman» (2017; 0,77 Mio. Besucher)
  4. «Man of Steel» (2013; 0,75 Mio. Besucher)
  5. «Justice League» (2017; 0,53 Mio. Besucher)
Stand: 3. Dezember 2017
Schlussendlich überlegen die Konzernbosse laut 'Variety', die Position von DC Films innerhalb der Unternehmensstruktur zu minimieren. Derzeit operieren sie als semi-eigenständiger Arm, der parallel zum restlichen Filmstudio steht – ähnlich wie die Marvel Studios, die seit 2015 direkt dem Chef der Walt Disney Studios berichten und, genauso wie Pixar, Lucasfilm und die Walt Disney Animation Studios, als quasi-selbstständige Entität innerhalb Disneys Filmsparte handeln. Künftig soll die Selbstständigkeit der DC-Films-Sparte jedoch eingeschränkt werden, weshalb man bei Warner Bros. überlegt, das Studio als Element des restlichen Realfilm-Produktionsarms zu reintegrieren. Ähnlich handhaben Sony und Fox ihre Comicadaptionen.

Bei einem kolportierten Budget von 300 Millionen Dollar gelang es dem Mitte November gestarteten Crossover «Justice League» bisher, weltweit rund 573 Millionen Dollar an den Kinokassen zu generieren. Laut Informationen von 'Deadline Hollywood', die der US-Branchenblog von Quellen aus dem Hause Warner Bros. haben soll, rechnete das Studio vor Kinostart damit, bei einem Gesamteinspielergebnis von 700 Millionen Dollar mit dem Projekt in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das Wirtschaftsmagazin 'Forbes' prognostiziert für «Justice League» aktuell jedoch nur Einnahmen südlich dieser Grenze. In den USA liegt «Justice League» mit aktuell 201 Millionen Dollar insgesamt noch immer unter dem Ergebnis des US-Startwochenendes von «Marvel's The Avengers».

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