Vermischtes

ZDF-Fernsehrat lobt Transparenz und Digitalkanäle

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Auch weiterhin ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich direkt vor Ort über die Arbeit des Gremiums zu informieren.

Personalien

Michael Sommer, der frühere Vorsitzende des Deutschen Gewerkschafts-Bundes, hat eine neue Aufgabe. Ab April wird er Mitglied des ZDF-Verwaltungsrats. Der Fernsehrat wählte ihn am Freitag mit 48 Ja- und nur fünf Nein-Stimmen. Die frührere Staatsministerin Ilse Brusis scheidet dafür nach über zehn Jahren Angehörigkeit aus. Der Verwaltungsrat besteht insgesamt aus 14 Mitgliedern, deren Amtszeit auf fünf Jahre festgelegt ist.
Nach der jüngsten Tagung des ZDF-Fernsehrats hat dessen Vorsitzender Ruprecht Polenz darüber informiert, wie die Ende 2014 beschlossenen Transparenzmaßnahmen umgesetzt wurden sollen. Schon seit März 2015 finden die Beratungen des Gremiums in einer öffentlichen Sitzung statt, zudem gibt es zahlreiche Infos im Internet. „Barrierefrei in Leichter Sprache findet man dort allgemeine Informationen zum Fernsehrat, das Budget des Fernsehrates sowie die Höhe der Aufwandsentschädigung und des Sitzungsgeldes“, heißt es dazu in einer Mitteilung des ZDF.

Eine Kurzbiografie und Selbstauskünfte zu jedem Mitglied sollen auch künftig aktuell gehalten werden. Außerdem stellt sich der Fernsehratsvorsitzende nach jeder Plenumssitzung den Fragen der Userinnen und User in einem Chat. Der amtierende Fernsehrat überlässt dem Fernsehrat der nächsten Amtsperiode, einen Umzug des sehr unterschiedlich angenommenen Chats auf eine andere Plattform zu prüfen. Polenz sagte: „Der Fernsehrat möchte der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich vor Ort bei den Sitzungen, nach den Sitzungen im Chat oder im Internet über seine Arbeit und seine Mitglieder zu informieren. Hier ist seit dem letzten Jahr viel passiert, es sind zahlreiche Dokumente online verfügbar. Ich freue mich über das Interesse der Zuschauerinnen und Zuschauer für die Arbeit des Gremiums.“

Verbessert werden soll obendrein die Kommunikation mit den Zuschauern, die Programmbeschwerden an den Fernsehrat senden. Die Zahl der Beschwerden sei deutlich gestiegen, musste Polenz zugeben. Beschwerdeführer erhalten künftig nach der Beratung ihrer Beschwerden im Fernsehrat einen kurzen Begründungstext, der den Inhalt der Beratung zur Begründung wiedergibt sowie die angelegten Maßstäbe bei der Prüfung ihrer Beschwerde erläutert. Polenz dazu: „Das Verfahren stößt bei den Beschwerdeführern auf Akzeptanz. Der Fernsehrat wird auch weiterhin als Anwalt der Zuschauer seine Aufgabe einer unabhängigen Beschwerdeinstanz wahrnehmen. Die gestiegene Zahl von Beschwerden zeigt das kritische Interesse der Zuschauer an den Programmen des ZDF. Rückschlüsse auf die Qualität der Programme lässt die Anzahl der Beschwerden jedoch nicht zu. Der Fernsehrat prüft bei jeder Beschwerde den Einzelfall. Ich komme zu dem Fazit, dass sich das Verfahren in der Praxis bewährt hat."

Freudig aufgenommen wurde unterdessen die Entwicklung des Digitalsenders ZDFinfo. ZDF-Intendant Thomas Bellut von Quotensteigerungen um 0,2 Punkte auf 1,1 Prozent im Jahr 2015. „Trotz zunehmender Fragmentierung des Fernsehmarktes und einem veränderten Medienverhalten überzeugt ZDFinfo mit seinem hintergründigen öffentlich-rechtlichen Programmangebot", meinte Bellut vor dem Fernsehrat in Berlin. Der junge Informationskanal sei eine erfolgreiche Ideenschmiede für eigenproduzierte Dokus und Reportagen ebenso wie für zielgruppenorientierte Präsentationsformen.

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