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Kino-«Tatort»: TV-Premiere auf Niveau der «Tatort»-Re-Runs der vergangenen Jahre

von   |  1 Kommentar

Wie zu erwarten war, lief der 130 Minuten lange Film schwächer als übliche Ausgaben der Reihe im Herbst, Winter oder Frühjahr. Aber wer gewann das Fern-Duell für sich? Tschiller oder James Bond mit «Spectre»?

«Tschiller - Off Duty» ist die Antithese zum letzten Bond: Während «SPECTRE»  großartig anfängt und sich daraufhin in eine bleierne Ente verwandelt, braucht der Kino-«Tatort»  etwas, um aus dem Quark zu kommen. Aber wenn Nick Tschiller erst einmal Blut geleckt hat, fetzt das Teil!


«Tatort»-Sommer: Wie liefs am zweiten Juli-Wochenende?

  • 2017: "Dicker als Wasser" (Köln): 5,67 Mio. (19,7%)
  • 2016: "Freigang" (Stuttgart) 5,40 Mio. (18,2%)*
  • 2015: "Scheinwelten" (Köln) 7,27 Mio. (22,9%)
Alle Werte ab drei, *2016 entfiel der «Tatort» am zweiten Wochenende, stattdessen dienen die Daten des dritten Wochenendes als Vergleich
Was war das für eine Aufregung rund um den Kino-«Tatort» von Til Schweiger. An den Kassen der Lichtspielhäuser galt das Finale (die Handlung der ersten vier TV-Filme der Reihe mit Schweiger wurde darin zu Ende geführt) als Flop. In den ersten sieben Wochen auf der Leinwand wurden keine 300.000 Tickets umgesetzt. Die Häme derer, die Schweiger gerne kritisieren, war groß. Andere Filmbeobachter, von Quotenmeter.de etwa, konnten dem Film trotz einiger Schönheitsfehler durchaus etwas abgewinnen. Die TV-Premiere wurde seitens des Ersten nun in den Hochsommer verlegt, auf einen spielfreien Sonntag während der Fußball-WM. Während sich Schweiger in Befürchtung niedrigerer Reichweiten (was für einen Sommer ja typisch ist), wenig erfreut über die Sendeplatzwahl zeigte, begründete Das Erste den Schritt.

Zum einen damit, dass man einen Sonntag ohne «Anne Will»  brauchte, um den XXL-Streifen (130 Minuten lang) zu zeigen, zum anderen aber auch damit, dass sich viele «Tatort»-Fans eine Unterbrechung der Sommerpause mit ausschließlich Wiederholungen gewünscht hatten. Und so viel der Film am Sonntag nun zur besten Sendezeit. Im Schnitt schauten 5,34 Millionen Menschen zu. Schweiger war somit angesichts von 18,6 Prozent Marktanteil klarer Marktführer. 19,2 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen ermittelt.

Weil in der Quotenmeter.de-Kritik zum Film «Tschiller – Off Duty» auch ein Vergleich zum jüngsten «James Bond» gezogen wurde. Der 007-Streifen feierte am 17. Januar 2018 im ZDF seine Free-TV-Premiere. An jenem Mittwoch kam er auf knapp 6,7 Millionen Fans ab drei Jahren, die ermittelte Quote lag hier bei durchschnittlich 21,7 Prozent. 20,9 Prozent der Zuschauer waren damals im klassisch werberelevanten Alter, auch wenn dies für das ZDF in der Primetime ja nicht so maßgeblich ist.

Somit geht 007 hier als Sieger gegen Nick Tschiller aus dem Quotenrennen hervor. Und noch etwas gilt: Tschiller hat – erwartungsgemäß weitere Zuschauer verloren. Den vierten TV-Fall „Fegefeuer“ am 3. Januar 2016 wollten noch knapp 7,7 Millionen Krimifans sehen – 19,9 Prozent bei allen und 20,8 Prozent bei den Jungen waren die Folge.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/102177
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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
tommy.sträubchen
09.07.2018 11:09 Uhr 1
Ich bin kein großer Tatort Fan aber schlecht produziert kann man die Schweiger Tatorte nicht nennen.Es wirkte alles sehr amerikanisch. Dies schreckt wohl einige ab.Die Reichweitenverluste waren klar...war ja keine Weltpremiere sondern nur ne FreeTv Premiere, viele haben ihn seit 2016 wohl schon gesehen und gekürzt war er auch noch.

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