Deutlicher Rückfall: «Wirtz-Haus» leidet unter «Sing meinen Song»-Konserven

Nachdem das «Premieren»-Special des «Tauschkonzerts» bei weitem nicht mehr an die herausragenden Werte der Vorwochen heran reichte, fiel Daniel Wirtz nach jüngsten Erfolgen wieder weit zurück.

«ONS»-Vergleich nach Vorprogramm

  • Direkt nach «SmS» (2): 1,11 Mio. (6,2% / 10,0%)
  • Indirekt nach «SmS» (2): 0,58 Mio. (4,2% / 7,5%)
  • Ohne «SmS» (1): 0,38 Mio. (1,8% / 2,6%)
In Klammern: Anzahl der Folgen.
Sollte «One Night Song - Blind-Date im Wirtz-Haus» eine Fortsetzung erhalten? Hätte man diese Frage vor zwei Wochen rein auf Grundlage der Einschaltquoten beantworten müssen, man hätte wohl eher zu einem "Nein" tendiert: Der Test im April komplett ohne «Sing meinen Song» ging komplett in die Hose, im Anschluss an die wöchentliche «Künstler-Story» wurden nur mittelprächtige Werte verbucht (siehe Infobox) - erst vor Wochenfrist feierte Daniel Wirtz mit seiner kleinen, sympathischen Musikshow dann den dringend benötigten Erfolg, herausragende 10,8 Prozent der werberelevanten Zielgruppe verfolgten die Ausgabe mit Schlagersternchen Ella Endlich. Diesmal wurden sogar zwei Folgen ab 22:15 Uhr ausgestrahlt, doch die Resonanz darauf war abermals eine herbe Enttäuschung.

Die frühere Folge mit Glasperlenspiel hatte auf eine Reichweite von 0,61 Millionen zu verweisen, was einem klar unterdurchschnittlichen Gesamt-Marktanteil von nur 3,4 Prozent entsprach. In der werberelevanten Zielgruppe wurden hier allerdings zumindest nur leicht unterdurchschnittliche 6,5 Prozent bei 0,38 Millionen verzeichnet. Im Anschluss daran stellte jedoch der weitgehend abseits des Mainstreams stehende Kai Wingenfelder unter Beweis, dass es schon einer gewissen Popularität bedarf, um gute Einschaltquoten zu erzielen: Der von Fury in the Slaughterhouse bekannte Musiker hatte sich mit nur noch 2,7 und 4,7 Prozent bei 0,30 Millionen zu begnügen - eigentlich zu wenig für die Ansprüche von VOX.

«Sing meinen Song» selbst ging übrigens wie schon in den vergangenen acht Wochen zur besten Sendezeit auf Zuschauerjagd, setzte dabei diesmal allerdings nicht mehr auf neues Material der aktuellen Crew, sondern auf ein Special namens «Die Premieren», in dem Auftritte aus den vergangenen vier Jahren präsentiert wurden. Und das merkte man den Einschaltquoten auch deutlich an: Insgesamt führten 1,16 Millionen Zuschauer nur zu sehr mittelprächtigen 4,6 Prozent, in der werberelevanten Zielgruppe wurden immerhin ordentliche 8,3 Prozent bei 0,61 Millionen verzeichnet - kein Vergleich zu den fantastischen Werten der vergangenen zwei Monate.
19.07.2017 08:57 Uhr  •  Manuel Nunez Sanchez Kurz-URL: qmde.de/94525