Marktführung für «Topmodel»-Umstyling, aber kein Marktanteilsrekord

Schnipp, schnapp, Haare ab. Weniger Drama in 2017 hatte aber auch niedrigere Quoten in der Zielgruppe als im Vorjahr zur Folge. Für einen Staffel-Reichweiten-Rekord reichte es aber.

Festtag für alle Fans von «Germany’s Next Topmodel»: Am Donnerstag zeigte ProSieben die inzwischen fast immer legendären Umstyling-Folgen, in denen die teilnehmenden Mädchen Kurzhaarfrisuren, neue Farben oder in diesem Fall sogar neue Perücken bekommen. Aber: Anders als in den Jahren zuvor fiel das Drama kleiner aus und auch eine neue Kurzhaarfrisur war nicht dabei. Ein Mädchen aber verließ die Show sogar freiwillig – eventuell hätte sie richtig viele Haare lassen müssen. Mit 19,3 Prozent Marktanteil war die Umstyling-Show der vorherigen elften Staffel, gezeigt am 25. Februar des Vorjahres, übrigens die dritterfolgreichste Ausgabe der damaligen Staffel.

In diesem Jahr nun hielt sich die von Red Seven für ProSieben produzierte Model-Suche bisher in etwa auf dem Vorjahresniveau. Bisher: Denn trotz klarer Zugewinne gegenüber der Woche zuvor, blieb das Umstyling am Donnerstagabend ab 20.15 Uhr leicht hinter den Vorjahreswerten zurück. Bei den Umworbenen kamen die Topmodels auf 17,4 Prozent Marktanteil. Insgesamt wurden 2,66 Millionen Zuschauer ermittelt und somit rund 400.000 weniger als in der Vorgängerstaffel. Interessant: Die Episode erreichte keinen Marktanteils-Staffelbestwert – den hat weiterhin der Auftakt mit damals 17,7 Prozent inne. Immerhin war die Folge aber die bis dato meistgesehene.

ProSieben wird das annähernd egal sein, denn auch mit diesen Werten hübschte man einen Senderschnitt ein gutes Stück auf und war zugleich auch klarer Marktführer in der Zielgruppe. Deutliche Verluste musste dann ab 22.30 Uhr die Show «Kiss Bang Love» hinnehmen, deren Quoten fielen. Man landete leicht unsanft bei noch 11,7 Prozent, was letztlich sogar ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche war. Damals aber war «GNTM» ein schwächeres Lead-In gewesen. Die ab 22.30 Uhr gesendete ProSieben-Show kam diesmal auf durchschnittlich 1,19 Millionen Zuschauer.

Sorgen hat auch das Magazin «red.», das ab 23.35 Uhr dann mit nur noch 8,4 Prozent Marktanteil Vorlieb nehmen musste und somit klar unterhalb des Senderschnitts lag. Rund 560.000 sahen das Lifestyle-Magazin, das bis in die Nacht dauerte.
03.03.2017 08:38 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/91581