«Buddy» debütiert ohne Spektakel, Publikum ist bei «Traumhaus»-Doku raus

Die Premiere des neuesten Bully-Films war bei weitem kein Publikumsmagnet, verhalf aber im Anschluss zumindest «akte» zur Zweistelligkeit. «Traumhaus oder raus?» fiel derweil in die tiefrote Zone.

Bullys Filmografie

  • «Der Schuh des Manitu» (2001)
  • «(T)Raumschiff Surprise» (2004)
  • «Lissi und der wilde Kaiser» (2007)
  • «Wickie und die starken Männer» (2009)
  • «Buddy» (2013)
Aufgeführt sind nur Filme, in denen er als Regisseur und Drehbuchautor fungierte.
Michael "Bully" Herbig gilt als einer der Vorzeige-Regisseure und -Komiker unseres Landes und verzeichnete vor allem mit seinen ersten beiden großen Kinofilmen herausragende Besucher- und später im Fernsehen auch Zuschauerzahlen. Alles andere als berauschend war jedoch bislang die Breitenwirkung des neuesten Films «Buddy», der nicht nur an den Kinokassen floppte, sondern bereits im Vorfeld durch die wenig erfolgreiche Sitcom «Bully macht Buddy» Negativschlagzeilen generierte. So war es keine Überraschung, dass auch die Free-TV-Premiere des Films mit 1,82 Millionen Fernsehenden und 6,9 Prozent Marktanteil keine Bäume ausriss, wenngleich zumindest in der werberelevanten Zielgruppe starke 10,9 Prozent bei 0,93 Millionen erzielt wurden.

Vergleicht man diese Zahlen allerdings mit jenen des letzten großen Bully-Projekts, «Wickie und die starken Männer», kann man durchaus von einem dramatischen Relevanzverlust sprechen. Im September 2011 hatte die Realverfilmung des beliebten Wikingers noch sensationelle 19,5 bzw. 30,1 Prozent bei 5,92 Millionen Fernsehenden generiert, zwei weitere Jahre zuvor war «Lissi und der wilde Kaiser» mit 15,2 und 27,7 Prozent bei 5,15 Millionen nur bedingt weniger stark gestartet. Für «Der Schuh des Manitu» und «(T)Raumschiff Surprise» hatte es einst sogar nochmal deutlich besser ausgesehen.

«akte» erringt die Zweistelligkeit


Im Fahrwasser des Bully-Streifens gelang aber zumindest «akte 20.16» dann der Sprung über die Zehn-Prozentmarke, durchschnittlich 0,80 Millionen junge Fernsehende gingen mit 10,5 Prozent Zielgruppen-Marktanteil einher. Erst zum dritten Mal in diesem Kalenderjahr erklomm Ulrich Meyer damit diese magische Hürde, letztmals war dies Anfang März mit 10,8 Prozent der Fall gewesen. Insgesamt gingen 1,40 Millionen ab 22 Uhr hingegen nur mit mauen 6,5 Prozent einher, die nicht wesentlich oberhalb des «akte»-Normalniveaus lagen.

Eine Entscheidung hat das Publikum derweil offenbar hinsichtlich der von kabel eins aufgeworfenen Frage «Traumhaus oder raus?» gefunden, die allerdings nicht im Sinne der Programmverantwortlichen sein dürfte: Folge drei der Dokusoap verlor deutlich an Zugkraft und verbuchte gerade einmal noch 0,59 Millionen Zuschauer, was zur besten Sendezeit nur 2,3 Prozent Marktanteil entsprach. In der werberelevanten Zielgruppe ging es nach sehr soliden 5,2 und 5,9 Prozent zuletzt auf schlechte 3,8 Prozent bei 0,32 Millionen hinab.
27.07.2016 08:47 Uhr  •  Manuel Nunez Sanchez Kurz-URL: qmde.de/87088