Laura Wontorra: ‚Es gibt sowas wie die «Ninja Warrior»-Sucht‘

RTL holt eine der erfolgreichsten Actionshows weltweit nach Deutschland. Für Sportmoderatorin Laura Wontorra ist diese der erste Ausflug in die Unterhaltungsbranche. Was sie dazu sagt…

Frau Wontorra, mit 27 Jahren die erste Primetime-Show bei RTL. Da bleibt mir nur: Glückwunsch?!
Danke, ich habe mich auch sehr gefreut, als ich den Anruf bekommen habe, das machen zu dürfen. Dass ich beim Einstieg in die Unterhaltung meinen Wurzeln treu bleiben kann, freut mich umso mehr! Von «Ninja Warrior» bin ich total begeistert und habe auf den Social Networks davon schon lange vor der deutschen Adaption Clips geschaut. Sie sehen: Ich bin wirklich Feuer und Flamme, auch weil diese Show so viel mit mir selbst zu tun hat. Es geht rein um den Wettbewerb, um das sich miteinander messen auf einer sportlichen Ebene.

Mit dabei sind auch einige Promis. David Odonkor, Thorsten Legat oder andere Sportprofis. Ich weiß, Sie dürfen nicht zu viel verraten. Aber: Es ist ein Irrglaube, dass diese Promis den Parcours eher bewältigen können, oder?
Ja, das stimmt. Die Sportprofis sind natürlich gut im Training und sehr optimistisch. Allerdings sollte man eines nicht unterschätzen: Es geht bei diesen Hindernissen viel um Dinge wie Balance und Geschicklichkeit. Ich glaube, dass sich Turner und Kletterer an einigen Stellen bei uns etwas einfacher tun als zum Beispiel Kraft- und Ausdauersportler.

Mal ehrlich: Haben Sie’s selbst mal versucht?
Oh ja! Wir hatten ja vier Drehtage, dazu einen Proben-Tag und einen Off-Tag. Es gab also Zeit, sich auch mal selbst zu probieren. Einen Vorteil hatte ich. Ich konnte mir die ganzen Sportler schon anschauen und habe gesehen, was funktioniert und was nicht. Unsere Sportler haben die Möglichkeit natürlich nicht. Sie kommen zu uns und müssen quasi direkt loslegen. Ich habe mein Hindernis dann beim dritten Versuch geschafft und war danach wirklich total stolz. Und es hat Mega Spaß gemacht. Als ich das erste Mal ins Wasser gefallen bin, wollte ich es auch sofort wieder probieren. Das ist etwas, das wir bei ganz vielen Athleten gesehen haben. Es gab da so etwas wie die «Ninja Warrior-Sucht».

Sie sind in der Show das Mädel neben Buschi und Jan Köppen. War es alleine schon wegen den beiden ein Highlight da mitzuarbeiten?
Wir sind On Air ein tolles Trio, das hat sich schon beim Kennenlernen abgezeichnet. Letztlich ist es im Fernsehen ja die große Kunst, Charaktere zusammenzustellen, die gut miteinander funktionieren. Wir drei sind nun sehr unterschiedlich, ergänzen uns aber gut. Buschi und Jan Köppen auf ihrer Empore, die das Geschehen kommentieren – und ich, die die Sportler in den Parcours schickt und sie wieder abholt.

Die Show steht ja in bisschen im Zeichen unserer Jugend: Ich erinnere mich noch gern an wagemutige Amerikaner oder verrückte Japaner, die mir früher im Nachmittagsprogramm entgegen geflimmert sind…
Es ist auch nicht so, dass da jemand zufällig bei uns in Karlsruhe vorbei kam. 7000 Leute haben den Fitness-Test gemacht, daraus wurden dann die 240 ausgewählt.
Laura Wontorra über die Kandidatenauswahl bei «Ninja Warrior Germany»
…«American Gladiators» und «Takeshi's Castle» - wer hat das nicht geschaut? Großartig. Natürlich ist das nun die erste Assoziation, aber «Ninja Warrior Germany» ist schon deutlich anders. Da stürmt keine Horde über Hindernisse, sondern immer nur ein Sportler. Und es ist auch nicht so, dass da jemand zufällig bei uns in Karlsruhe vorbei kam. 7000 Leute haben den Fitness-Test gemacht, daraus wurden dann die 240 ausgewählt.

Danke für das Interview.
07.07.2016 09:40 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/86650